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Roboter-AG des Gymnasiums nahm an Wettbewerb teil

Spürnasen suchen Energieschlupflöcher

Blom­berg (lig). Erst im Fe­bruar die­ses Jah­res sind sie mit ih­rer Ro­bo­ter-AG an den Start ge­gan­gen und be­reits im Mai nah­men sie an ei­nem Wett­be­werb in Pa­der­born teil. Hier­bei musste eine Auf­gabe zum Ener­gie­spa­ren so­wie Auf­ga­ben zum Pro­gram­mie­ren er­le­digt wer­den. Am Ende be­leg­ten die Blom­ber­ger den elf­ten Platz.

So wa­ren die AG-Mit­glie­der auf die Su­che nach dem Ener­gie­ver­brauch und dem Ver­lust ge­gan­gen – und wa­ren fün­dig ge­wor­den. Sie lie­hen sich eine Wär­me­bild­ka­mera aus und er­kun­de­ten ihre Schu­le. Da­bei kam her­aus, dass in Tei­len des Gym­na­si­ums ein Ver­brauch von 125 W/Qua­drat­me­ter ver­braucht wird. Im Ver­gleich zu an­de­ren Schu­len »viel zu hoch­«, ha­ben die AG­ler er­mit­telt, denn dort wer­den höchs­tens 60 Watt pro Qua­drat­me­ter ver­braucht. So­mit er­ar­bei­te­ten sie Vor­schläge zum Ener­gie­spa­ren. Zum einen müss­ten die Schü­ler die Türen bes­ser schließen und das Licht aus­schal­ten, wenn es nicht benötigt wird. Zu­dem müsste aber an man­chen Stel­len auch die Iso­la­tion ver­bes­sert wer­den, es könn­ten Tem­pe­ra­tur­füh­ler an­ge­bracht wer­den und Heiz­kör­per elek­trisch be­trie­ben wer­den. Die Mit­glie­der der AG ha­ben er­rech­net, dass so 16.000 Euro im Jahr ge­spart wer­den könn­ten.

Die Idee mit der Hei­zung nah­men sie noch ein­mal ge­nauer un­ter die Lu­pe. Sie ga­ben der Hei­zung den Na­men »Ed­dy«. Eddy ist mü­de, weil Eddy den gan­zen Tag in al­len Räu­men hei­zen muss. Mit ei­ner Pro­gram­mie­rung der Hei­zung nach dem Stun­den­plan, könnte Eddy wie­der la­chen, denn sie müsste nicht mehr im Dau­er­zu­stand hei­zen. Bür­ger­meis­ter Klaus Geise nahm die An­re­gun­gen gerne auf, be­tonte aber das zur Zeit der Be­schluss­fas­sung, die best­mög­li­che Lö­sung für eine Hei­zungs­an­lage ge­trof­fen wor­den war.

Für die zweite Auf­gabe des Wett­be­werbs wur­den Ro­bo­ter kon­stru­iert und pro­gram­miert, so dass sie ziel­genau eine Funk­tion aus­führen konn­ten. Das heißt, der Ro­bo­ter be­kommt vor­her die Ein­ga­ben, wo er hin­fah­ren und soll und was er un­ter­wegs er­le­di­gen soll, wie zum Bei­spiel einen Ge­gen­stand hoch­neh­men und ihn an an­de­rer Stelle wie­der ab­set­zen. Dann muss er dies selbst­stän­dig an­hand sei­ner Pro­gram­mie­rung er­le­di­gen.

Wenn­gleich die zu­stän­dige Leh­re­rin Pe­tra Flach recht stolz auf ihre Schütz­linge war, wo­bei sie be­ton­te: »Es ist das ei­gene Pro­dukt der Schü­ler, die das sel­ber kon­stru­iert und auch die wis­sen­schaft­li­che Prä­sen­ta­tion an­ge­fer­tigt ha­ben«, ha­der­ten die Ak­teure der ach­ten und neun­ten Klas­sen der Ro­bo­ter-AG doch ein biss­chen mit der Plat­zie­rung.

vom 22.12.2007 | Ausgabe-Nr. 51B

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