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Modellprojekt »Kulturstrolche« jetzt auch in Bad Salzuflen

Kinder erkunden Kulturlandschaft

 

Bad Sal­zu­flen (dib). Ge­för­dert mit Lan­des­mit­teln und vom Kul­tur­se­kre­ta­riat der Stadt Güters­loh nimmt Bad Sal­zu­flen im Schul­jahr 2009/2010 am Mo­dell­pro­jekt »­Kul­tur­strol­che« teil, wel­ches das De­zer­nat für Schu­le, Kul­tur und Sport der Stadt Müns­ter im Jahr 2006 auf den Weg ge­bracht hat. Das Pro­jekt er­mög­licht Grund­schul­kin­dern vom 2. bis zum Ende des 4. Schul­jah­res Be­geg­nun­gen zwi­schen den Schü­lern und der Kul­tur ih­rer Stadt.

»Wir ha­ben die Grund­schule Am Kirch­platz in Schöt­mar dafür ge­win­nen kön­nen. Die Lehr­kräfte wa­ren auf An­frage von die­ser Idee sehr be­geis­ter­t«, er­klärte die Lei­te­rin der Stadt­büche­rei Re­gine Link bei der Vor­stel­lung des Pro­jek­tes im Rat­haus. Die bei­den zwei­ten Klas­sen mit ins­ge­samt 49 Schü­le­rin­nen und Schü­lern neh­men daran teil. Sie wer­den bis zum Ende ih­rer Grund­schul­zeit das kul­tu­relle Um­feld der Stadt er­kun­den, un­ter an­de­rem die Büche­rei, die Mu­sik­schu­le, das Mu­seum und das Stadt­ar­chiv, die Volks­hoch­schule und das Um­welt­zen­trum Heer­ser Mühle im Klas­sen­ver­bund be­su­chen, um Ein­drü­cke zu sam­meln und auch hin­ter die »­Ku­lis­sen« zu bli­cken. Bei der Auf­takt­ver­an­stal­tung im Rat­haus er­hiel­ten die Kin­der ihre Teil­nah­me­sti­cker und ein Ba­se­ball-Cap, das sie nur tra­gen dür­fen, wenn sie auf kul­tu­rel­ler Ex­kur­sion sin­d.

»Auf dem Pro­gramm ste­hen zwei Be­su­che pro Schul­halb­jahr«, so die Büche­rei­lei­te­rin wei­ter. »­Bei je­dem Be­such er­hal­ten die Kul­tur­strol­che einen Auf­kle­ber, den sie in ih­ren Pass ein­kle­ben, um so ihre ganz ei­ge­nen Kul­tur­be­geg­nun­gen zu do­ku­men­tie­ren. Ein Kul­tur­strolch ist nie nur pas­si­ver Zu­schau­er. Er ist neu­gie­rig und stellt Fra­gen. Da­durch er­fährt er, was Kul­tur sein kann und was Men­schen tun, die einen Kul­tur­be­ruf ha­ben. Er iden­ti­fi­ziert sich mit sei­ner Rolle und er­fährt, dass Kul­tur keine An­ge­le­gen­heit nur für Er­wach­sene ist, denn beim Be­such von Ar­chi­ven, Mu­seen und Kon­zer­ten wird die ei­gene Wahr­neh­mung für Har­mo­ni­en, Struk­tu­ren und De­tails ge­schärft.

Das Pro­jekt bie­tet al­len Be­tei­lig­ten Vor­tei­le. Es un­ter­stützt die kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen bei ih­ren Bemühun­gen um die För­de­rung der Kin­der- und Ju­gend­ar­beit. Die be­tei­lig­ten Ein­rich­tun­gen kön­nen ihre kul­tu­rel­len An­ge­bote kind­ge­rech­ter ge­stal­ten und sie so für die Ziel­gruppe »Kin­der« noch bes­ser dif­fe­ren­zie­ren. Und die Schu­len ge­win­nen mit den Ein­rich­tun­gen ver­bind­li­che Part­ner­schaf­ten für ihre Bil­dungs­ar­beit. Letzt­end­lich pro­fi­tiert auch die Stadt von die­sem Pro­jekt. Denn je früher Mäd­chen und Jun­gen an kul­tu­relle An­ge­bote her­an­ge­führt wer­den, um so mehr er­höht die Stadt ihre At­trak­ti­vität als Lern- und Le­bens­raum für Kin­der und El­tern.

vom 02.09.2009 | Ausgabe-Nr. 36A

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