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NWD in Bad Salzuflen

Wiener Klassik

Bad Sal­zu­flen. Mit ei­nem rei­nen »Wie­ner Klas­si­k«-Pro­gramm zur Weih­nachts­zeit ge­stal­tet die Nord­west­deut­sche Phil­har­mo­nie das vierte Sin­fo­nie-Kon­zert in der städ­ti­schen Reihe am Sams­tag, 8. De­zem­ber, um 19.30 Uhr in der Kon­zert­halle im Kur­park von Bad Sal­zu­flen. Es be­kommt schon des­halb eine be­son­dere No­te, weil der be­liebte Chef­di­ri­gent An­dris Nel­sons wie­der am Pult steht, der zu­dem eine erst 20-jäh­ri­ge, aber schon sehr ge­fragte So­lis­tin, die Preisträ­ge­rin in­ter­na­tio­na­ler Wett­be­werbe ist, prä­sen­tie­ren wird: Die Nor­we­ge­rin Tine Thing Hel­seth, die die so­lis­ti­schen Auf­ga­ben beim Kon­zert Es-Dur für Trom­pete von Jo­seph Haydn ü­ber­neh­men wird. Ein­ge­lei­tet wird der Kon­zertabend mit der B-Dur-Sin­fo­nie Num­mer 33 (KV 319) von Wolf­gang Ama­deus Mo­zart und en­den wird er mit der »Pas­to­ra­le«, der F-Dur-Sin­fo­nie Nr. 6 opus 68, von Lud­wig van Beetho­ven. Kar­ten im Vor­ver­kauf gibt es an der Thea­ter­kasse der Kur­ver­wal­tung, Te­le­fon 05222/183200, und bei der Bür­ger­be­ra­tung im Rat­haus.

In kür­zes­ter Zeit hat er sich zu den in­ter­na­tio­nal be­gehr­tes­ten Di­ri­gen­ten der jun­gen Ge­ne­ra­tion ent­wi­ckelt: An­dris Nel­sons, der Chef­di­ri­gent der Nord­west­deut­schen Phil­har­mo­nie, der längst auch zum Pu­bli­kums­lieb­ling in der Re­gion und be­son­ders in Bad Sal­zu­flen ge­wor­den ist. Er stammt aus ei­ner Mu­si­ker­fa­mi­lie in Ri­ga, be­gann seine Kar­riere als Trom­pe­ter und sam­melte erste Er­fah­run­gen in der Or­che­s­ter­lei­tung am Emil Dar­zins Mu­sic Col­lege sei­ner Hei­mat­stadt. Schon 2001 wurde er mit dem let­ti­schen Großen Mu­sik­preis für her­aus­ra­gende Leis­tun­gen aus­ge­zeich­net, im glei­chen Jahr schloss er sein Stu­dium in Riga ab und setzte es in St. Pe­ters­burg bei Pro­fes­sor Alex­an­der Ti­tov und als Meis­ter­schü­ler von Ma­riss Jan­sons fort. In­zwi­schen ist er in sei­ner zwei­ten Spiel­zeit Chef­di­ri­gent der NWD und ein ge­frag­ter Gast-Di­ri­gent welt­weit. Die ak­tu­el­len Sta­tio­nen sei­nes Wir­kens sind Stock­holm, Ba­sel, Os­lo, Bir­ming­ham, Pa­ris, Salz­burg, Dres­den und Wien. Da­bei stellte sich her­aus: Wenn er ein­mal ein Or­che­s­ter ü­ber­nom­men hat­te, wird er an­sch­ließend auch wie­der ein­ge­la­den...

Tine Thing Hel­seth hat viele na­tio­nale und in­ter­na­tio­nale Preise wie den Na­tio­nal Ta­lent Prize 2004, den na­tio­na­len Mu­si­cian of the Year 2005, den Nor­we­gian So­lo­ist Prize 2006 und den zwei­ten Preis beim Eu­ro­vi­sion Young Mu­si­cian Con­test 2006 ge­won­nen und wird als ei­nes der ge­frag­tes­ten Ta­lente im in­ter­na­tio­na­len Kon­zert­le­ben ge­prie­sen. Seit 2006 wird sie durch ein "­Sta­toil"-Sti­pen­dium ge­för­dert. Mit dem Trom­pe­ten­spiel be­gann sie im Al­ter von sie­ben Jah­ren und wurde später Stu­den­tin am Bar­rett Due Mu­sic In­sti­tute in Os­lo, wo ihre Leh­rer un­ter an­de­rem Heidi Jo­ha­nes­sen (Dan Nor­ske Ope­ra) und seit 2002 Ar­nulf Naur Nil­son (Oslo Fil­har­mo­niske Or­kes­ter) wa­ren. In­zwi­schen hat sie un­zäh­lige Ein­la­dun­gen zu re­nom­mier­ten nor­we­gi­schen und in­ter­na­tio­na­len Or­che­s­tern mit nam­haf­ten Di­ri­gen­ten wahr­ge­nom­men und Pu­bli­kum wie Presse be­geis­tert.

vom 05.12.2007 | Ausgabe-Nr. 49A

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