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Landwirtschaftsverband: Zeit der Tannenbäume beginnt

25 Millionen Bäume in deutschen Wohnstuben

 

Kreis Lip­pe. Die Ad­v­ent­zeit hat be­go­nen, die In­nenstädte leuch­ten im Lich­ter­glanz. Mit dazu gehört für viele auch der Tan­nen­baum. Nord­mann­tan­ne, Blau­tanne und Rot­fichte schmü­cken in ver­schie­de­ner Art die Weih­nachts­zeit. Während der Ad­vent­s­zeit ver­brei­tet ein mit Lich­tern ge­schmück­ter Baum im Vor­gar­ten, auf der Ter­rasse oder dem Bal­kon die Vor­freude auf das Fest. Zum 24. De­zem­ber wird schließ­lich ein Christ­baum im Wohn­zim­mer auf­ge­stellt. Deutsch­land­weit wer­den nach Aus­kunft des Lip­pisch Land­wirt­schaft­li­chen Haupt­ver­eins (LL­HV) im Jahr etwa 25 Mil­lio­nen Weih­nachts­bäume ver­kauft, hinzu kom­men etwa 130.000 Ton­nen Schnitt­grün für Ad­vents­ge­ste­cke oder –­kränze oder Grab­schmuck.

»Das An­ge­bot an Weih­nachts­bäu­men ist al­ler­dings in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­schrumpft«, weiß der Land­wirt Die­ter Ha­ge­dorn aus La­ge. Dies hat meh­rere Grün­de: In den Jah­ren 2000 bis 2002 wur­den nicht genü­gend neue Bäume ge­pflanzt, zu­sätz­lich ver­ur­sach­ten Spät­frost­schä­den in den Jah­ren 2004 und 2005 hohe Aus­fäl­le, die jetzt zu Bu­che schla­gen. Viele An­bie­ter ha­ben die Pro­duk­tion ein­ge­stellt, weil sie die Be­wirt­schaf­tung der ar­beits­in­ten­si­ven Son­der­kul­tu­ren nicht mehr ren­ta­bel ge­stal­ten konn­ten. »­Die Agrar­re­form, hohe So­zi­al­ab­ga­ben für Sai­son­ar­beits­kräfte und hohe Kraft­stoff­preise ha­ben die Si­tua­tion er­schwer­t«, er­läu­tert der Haupt­ver­eins­vor­sit­zende Hein­rich Kem­per. Hinzu kommt, dass durch den Or­kan Ky­rill viele hei­mi­sche Weih­nachts­baum­kul­tu­ren stark ge­schä­digt wur­den oder ganz weg­ge­fal­len sind. In die­sem Jahr ist - je nach Größe und Qua­lität – für die Nord­mann­stanne mit ei­nem End­ver­brau­cher­preis von 16 bis 20 Euro pro Me­ter zu rech­nen. Das ist rund 2 Euro pro Me­ter mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr. Mit zehn bis zwölf Euro pro Me­ter ist die Blau­fichte et­was güns­ti­ger zu ha­ben, die Fichte kos­tet etwa neun bis elf Euro pro Me­ter .

Viel­fach kön­nen Ver­brau­cher di­rekt beim Land­wirt oder Wald­bau­ern ih­ren Baum schla­gen. Die Be­triebe ver­bin­den den Ver­kauf der Weih­nachts­bäume häu­fig mit ei­nem klei­nen Weih­nachts­markt oder Punschaus­schank. »E­gal, ob die Kun­den ih­ren Baum selbst in der Plan­tage aus­su­chen und fäl­len dür­fen oder aus ei­nem be­reits vor­be­rei­te­ten Sor­ti­ment aus­wählen kön­nen, fri­scher kann der Baum kaum er­wor­ben wer­den«, be­tont der Vor­sit­zende Kem­per.

Um lange Freude am Weih­nachts­baum zu ha­ben, sollte beim Kauf auf die Fri­sche ge­ach­tet wer­den, rät der LL­HV. »Ei­nen frisch ge­schla­ge­nen Baum er­kennt man an der weißen Schnitt­stel­le«, so Land­wirt Ha­ge­dorn. Was ist bei der Pflege des ge­kauf­ten Baums zu be­ach­ten? Der Baum sollte für den Trans­port un­be­dingt in Fo­lie ein­ge­schla­gen wer­den. Auf diese Weise wer­den große Was­ser­ver­luste durch den Fahrt­wind auf dem Au­to­dach ver­mie­den. An­sons­ten würde der Baum schon nach kur­zer Zeit seine Na­deln ver­lie­ren. Zu Hause sollte er so schnell wie mög­lich aus dem Netz ge­nom­men und erst mal ste­hen ge­las­sen wer­den. Auf diese Weise kön­nen sich die Äste ab­sen­ken.

vom 05.12.2007 | Ausgabe-Nr. 49A

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