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Landestheater in der MWG-Aula in Lemgo

Die zwölf Geschworenen

Lem­go. Am Mon­tag, 5. No­vem­ber, gas­tiert das Lan­des­thea­ter Det­mold wie­der in der Aula des Lem­goer Ma­ri­anne-We­ber-Gym­na­si­ums. Dies­mal wird das Schau­spiel »­Die zwölf Ge­schwo­re­nen« von Re­gi­nald Rosse ge­spielt.

Zum Stück: Letz­ter Tag im Mord­pro­zess, die Be­weise sind er­drü­ckend. Ein 19-Jäh­ri­ger hat im Streit sei­nen Va­ter er­sto­chen. Die An­klage prä­sen­tiert glaub­hafte Zeu­gen, die be­haup­ten, den Ver­däch­ti­gen am Tat­ort und bei der Flucht ge­se­hen zu ha­ben. Der Fall scheint ein­deu­tig, elf der Ge­schwo­re­nen sind sich so­fort ei­nig: Schul­dig. Ei­ner je­doch wagt es, sich ge­gen die Mehr­heit zu stel­len und die ei­ge­nen Zwei­fel zu be­nen­nen. Es geht um Le­ben und Tod ei­nes Men­schen, da soll­ten Nach­fra­gen ge­stat­tet sein.

Wie si­cher sind sich die Ju­ry­mit­glie­der bei ih­rer Ge­wis­sens­ent­schei­dung tatsäch­lich? Wei­chen sie von Vor­ur­tei­len und ü­be­reil­ten Schluss­fol­ge­run­gen ab? Und wie geht man mit dem Ri­siko um, einen mög­li­chen Ver­bre­cher un­ge­straft da­von­kom­men zu las­sen?

An­hand ei­nes klas­si­schen Mo­dell­fal­les wer­den zwölf In­di­vi­duen in Klau­sur zu Zeu­gen und Für­spre­chern des ge­nau­en, maßvol­len Ur­tei­lens und zei­gen mit ih­rer Su­che nach Ob­jek­ti­vität die Schwie­rig­kei­ten und Ge­fähr­dun­gen der Recht­spre­chung. 1957 mit Henry Fonda und 1997 mit Jack Lem­mon in der Hauptrolle ver­filmt, ist das als sub­ti­les Psy­cho­gramm an­ge­legte Ge­richts­drama ein lei­den­schaft­li­ches Plä­doyer ge­gen mensch­li­che Vor­ein­ge­nom­men­heit. Be­ginn der Ver­an­stal­tun­gen ist um 19.30 Uhr. Die Abend­kasse öff­net um 19 Uhr.

vom 03.11.2007 | Ausgabe-Nr. 44B

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