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Bald schweben 16 Meter lange Stahlbetonplatten ein

Die Arbeiten an dem 4,5-Millionen-Euro-Projekt laufen auf Hochtouren, um im Dezember fertig zu sein

Das neu kon­zi­pierte Park­haus mit ins­ge­samt 450 Stell­plät­zen soll die Lö­sung für das Park­platz­pro­blem am Cam­pus sein. Ende des Jah­res soll es fer­tig ge­stellt sein. Bis da­hin wer­den et­li­che Fer­tig­teile ver­baut sein – auf ei­ner "­Ver­wöhn­bau­stel­le", wie Bau­lei­te­rin Britta Kwast schmun­zelnd erzählt. Denn am Cam­pus sei aus­rei­chend Platz, um auch mit großem Gerät ar­bei­ten und Ma­te­rial la­gern zu kön­nen. Das kenne man von an­de­ren Bau­stel­len so nicht, da müss­ten teil­weise Straßen ein­sei­tig ge­sperrt wer­den, um adäquat ar­bei­ten zu kön­nen. Ein Hin­gu­cker wird in drei oder vier Wo­chen die An­lie­fe­rung und Ver­bau­ung von 16 Me­ter lan­gen Stahl­be­ton­plat­ten sein. Diese sind zwar nur 10 Zen­ti­me­ter dick, aber die Länge ist das Maß, mit dem kal­ku­liert wer­den müs­se, wie Rai­ner Jos­wig von den Stadt­wer­ken Lemgo be­tont. "Je­des die­ser Teile be­steht aus zwei Park­buch­ten und ei­ner Fahr­spur", er­klärt er wei­ter. "­Die Tief­la­der kön­nen im­mer nur we­nige Plat­ten auf ein­mal trans­por­tie­ren und wer­den per Funk ge­or­dert, um un­mit­tel­bar ver­baut wer­den zu kön­nen." Der­zeit sind die park­plätze am Am­pus we­gen der Vor­le­sungs­freien Zeit oh­ne­hin eher ver­waist, so­dass der Weg­fall der bis­he­ri­gen Park­fläche für etwa 150 Fahr­zeuge nicht ins Ge­wicht fällt. Ende des Jah­res kön­nen Park­platz­su­chende dann aber auf das neue Park­haus zurück­grei­fen kön­nen. Auf acht Halb­ebe­nen wer­den 408 Stell­plätze ent­ste­hen (da­von 24 Park­plätze für Frauen und fünf Park­buch­ten für Be­hin­der­te). 40 wei­tere Stell­plätze wer­den ebener­dig süd­lich außer­halb des Park­hau­ses auf der Rest­fläche zur ver­fü­gung ste­hen, kön­nen aber nur ü­ber die Park­haus-Zu­fahrt er­reicht wer­den. Sollte sich der Be­darf an Stell­flächen er­höhen, könn­ten in ei­nem zu­sätz­li­chen Bau di­rekt an der Phoe­nix-Con­tacts-Arena in ei­nem wei­ter Schritt per­spek­ti­visch noch ein­mal etwa 120 Stell­plätze ent­ste­hen, wie Ar­chi­tekt Kai Brüch­ner-Hüt­temann er­klärt. Ob noch Stell­flächen ver­füg­bar sind, wird ü­ber eine Frei-/Be­setzt-An­lage an der Bun­dess­traße er­sicht­lich sein. Ein­ge­plant sind zu­dem 48 Fahr­rad­stell­plätze und 10 Elek­tro-La­de­punk­te. Er­reicht wer­den die ver­schie­de­nen Ebe­nen ü­ber zwei ver­glaste Trep­pen­häu­ser, ei­nes da­von mit Auf­zug. Die Fassade wird aus senk­rech­ten Ler­chen- oder Dou­gla­sien-Holz­la­mel­len be­ste­hen, die aus Brand­schutz­grün­den zum Teil durch Alu-La­mel­len un­ter­bro­chen wer­den. Und die sind nach Mei­nung von Stadt­pla­ner Mar­kus Baier als Fassade ein ech­tes Plus für den in­no­va­tion Cam­pus. 4,5 Mil­lio­nen Euro kal­ku­lie­ren die Part­ner für die Bau­kos­ten. Tei­len wer­den sich die Kos­ten der Kreis Lip­pe, die Stadt Lemgo und die Hoch­schule OWL. Fer­tig sein soll der Bau Mitte De­zem­ber so­fern das Wet­ter die Ober­flächen­ver­sie­ge­lung der be­fahr­ba­ren Flächen zulässt. Eine un­schöne Ü­ber­ra­schung hat­ten die Tief­bau­ar­bei­ten frei ge­legt. Da tauch­ten un­er­war­te­ter Weise 350 Ton­nen ölar­ti­gen Son­der­mülls auf, die ent­sorgt wer­den muss­ten. Die Kos­ten hier­für ha­ben sich die drei Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner eben­falls ge­teilt. Bau­herr sind zwar die Stadt­werke Lem­go, aber die ei­gent­li­chen Be­wirt­schaf­tungs­kos­ten wer­den der Kreis Lippe und die Hoch­schule OWL al­lein ü­ber­neh­men, da sie die Haupt­nut­zer sind, so Rai­ner Jos­wig von den Stadt­wer­ken Lem­go. 


vom 03.08.2019 | Ausgabe-Nr. 31B

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