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"Deutschland auf Nebengleisen entdecken"

Nach zehnjährigen Bau(m)maßnahmen wird die Fürstenallee eingeweiht

Vor zehn Jah­ren war es des­halb so­weit. Die Sa­nie­rung der Fürs­ten­al­lee stand an. Auf den Weg ge­bracht hatte das Un­ter­neh­men noch der da­ma­lige Land­rat Frie­del Heu­win­kel, be­vor im Ok­to­ber 2015 Dr. Axel Leh­mann das Pro­jekt Fürs­ten­al­lee und Lip­pi­sche Al­leen­straße wei­ter­führ­te. Im Zuge der Sa­nie­rungs­maß­nah­men wur­den sech­zig der Ei­chen des ur­sprüng­li­chen Baum­be­stan­des er­hal­ten. Kranke und mor­sche Bäume wur­den durch 1500 Neu­an­pflan­zun­gen er­setzt, die ver­mut­lich in den nächs­ten 300 Jah­ren der Fürs­ten­al­lee ih­ren be­son­de­ren Cha­rak­ter ver­lei­hen wer­den. Im Sep­tem­ber 2018 wa­ren die Sa­nie­rungs­maß­nah­men be­en­det. Zur Ein­wei­hung der Straße zwi­schen Det­mold und Schlan­gen wurde jetzt durch NRW-Um­welt­mi­nis­te­rin Ur­sula Hei­nen-Es­ser, Land­rat Dr. Axel Leh­mann, Chri­stoph Rull­mann von der Schutz­ge­mein­schaft Deut­scher Wald, Ver­tre­ter des Bun­des-, Land- und Kreis­ta­ges so­wie des Lan­des­ver­ban­des sym­bo­lisch die letzte Ei­che ge­pflanzt.

"Al­leen sind mehr als nur Staub­fän­ger für den Ver­kehr. Die Fürs­ten­al­lee ver­bin­det Na­tur und Kul­tur auf eine ganz be­son­dere Wei­se. Wei­ter auf Seite 2 Des­halb sind wir be­son­ders stolz, dass die deut­sche Al­leen­straße mitt­ler­weile nicht nur durch NRW ver­läuft, son­dern, dass wir mit der Lip­pi­schen Al­leen­straße auch einen ganz eig­nen Bei­trag dazu leis­ten", er­klärte Land­rat Dr. Axel Leh­mann. Auch die Mi­nis­te­rin für Um­welt, Land­wirt­schaft, Na­tur- und Ver­brau­cher­schutz des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, Ur­sula Hei­nen-Es­ser war für den An­lass ex­tra aus Düs­sel­dorf an­ge­reist und zeigte sich durch­aus be­ein­druckt. "Hugo von Hof­manns­thal hat ein­mal ge­schrie­ben, dass ein ein­zi­ger Ahorn einen gan­zen Gar­ten adelt, dem­nach müss­ten die vie­len al­ten Ei­chen die Fürs­ten­al­lee erst recht adeln", so die Mi­nis­te­rin. Seit 1992 ist NRW Teil der deut­schen Al­leen­straße. Zwei Rou­ten lau­fen von Höx­ter bis Dort­mund und von Dort­mund nach Bad Hon­nef durch das Bun­des­land. Chri­stoph Rull­mann von der Schutz­ge­mein­schaft Deut­scher Wald er­in­nert sich noch an die An­fän­ge, als er noch nach Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg fah­ren muss­te, um sich die dor­ti­gen Al­leen, die be­reits zur Al­leen­straße gehör­ten, als Bei­spiele an­zu­schau­en. "Das hat sich ja dann zum Glück geän­dert, jetzt ha­ben wir einen Teil der Deut­schen Al­leen­straße di­rekt vor der Haustür", erzählte er und er­gänz­te, dass die Rou­ten zwi­schen den Bäu­men nicht nur bei den ein­hei­mi­schen, son­dern be­son­ders auch bei den Tou­ris­ten in der Re­gion be­liebt sind. "Un­ser Motto da­bei lau­tet: Deutsch­land auf den Ne­ben­glei­sen ent­de­cken." 2900 Ki­lo­me­ter Ne­ben­gleise ver­lau­fen deutsch­land­weit, 140 Ki­lo­me­ter lang ist die Lip­pi­sche Al­leen­straße, die durch neun der ins­ge­samt 16 Ge­mein­den ver­läuft. Jetzt muss die Fürs­ten­al­lee nur noch wie­der aus bei­den Rich­tun­gen be­fahr­bar wer­den, denn von Schlan­gen aus, kommt man mo­men­tan be­kannt­lich nur bis zum Kreuz­krug. Bis die Gau­seköte wie­der frei­ge­ge­ben wer­den kann, wird es aber wohl noch ein we­nig dau­ern. Bis da­hin muss man wohl ü­ber die an­de­ren "­Ne­ben­glei­se" zur Fürs­ten­al­lee fah­ren und das ist für einen ent­spann­ten Aus­flug durchs Lip­pi­sche ja ei­gent­lich auch ganz schön. Die letzte Ei­che ist ge­pflanzt: Chri­stoph Rull­mann von der Schutz­ge­mein­schaft Deut­scher Wald (2. von links), Land­rat Dr. Axel Leh­mann (3. von links) und NRW-Um­welt­mi­nis­te­rin Ur­sula Hei­nen-Es­ser (4. von rechts) so­wie Ver­tre­ter aus Bun­des-, Land- und Kreis­tag und des Lan­des­ver­bands. Fo­to: Merz Die Fürs­ten­al­lee von oben. Jetzt müs­sen die Jun­gei­chen nur noch wach­sen. Fo­to: Merz Ein­ge­weiht. Nach zehn­jäh­ri­ger Sa­nie­rung ist die Fürs­ten­al­lee fer­tig. Fo­to: Merz

vom 05.06.2019 | Ausgabe-Nr. 23A

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