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Tipps und Infos rund um die Selbstständigkeit

Von Risiken und Möglichkeiten: 11. Lemgoer Gründerforum am Dienstagabend im Rathaus

Laden ein: (von links) Maria Klaas, Kathrin Wortmann und Gudrun Kristen (Wirtschaftsförderung Lemgo)hoffen auf viele Teilnehmer, die sich am 21. Mai im Rathaus informieren.    Foto: LMH

La­den ein: (von links) Ma­ria Klaas, Ka­thrin Wort­mann und Gu­drun Kris­ten (Wirt­schafts­för­de­rung Lem­go)hof­fen auf viele Teil­neh­mer, die sich am 21. Mai im Rat­haus in­for­mie­ren. Fo­to: LMH

Das Grün­dungs­netz­werk Lippe lädt in Ko­ope­ra­tion mit der Stadt Lemgo alle ein, die da­mit lie­bäu­geln, sich selbst­stän­dig zu ma­chen. Bei dem In­for­ma­ti­ons­abend geht es um Vor­aus­set­zun­gen, Chan­cen, Ri­si­ken, Un­ter­neh­mens­kon­zep­te, Ver­si­che­run­gen, För­der­mit­tel und vie­les mehr. "Wir wol­len je­dem Mut ma­chen, zu kom­men", er­klärt Ma­ria Klaas, die die Ver­an­stal­tung des Grün­der­netz­wer­kes mo­de­rie­ren wird. Das Fo­rum möchte den Men­schen erste In­for­ma­tio­nen an die Hand ge­ben. Dazu gibt es für die Teil­neh­mer gut zwei Stun­den an Vor­trä­gen zu un­ter­schied­li­chen Aspek­ten. Die In­sti­tu­tio­nen, die sich zum Grün­dungs­netz­werk zu­sam­men­ge­schlos­sen ha­ben, brin­gen sich ein und bie­ten ihr Know-how kos­ten­los an. Im An­schluss wird dann eine be­rich­ten, die den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit schon hin­ter sich hat: Die Det­mol­de­rin Ka­thrin Wort­mann ging Ende 2015 mit "Frau Wun­der­voll", ei­nem On­line-An­bie­ter, der in­di­vi­du­ell de­si­gnte Party-Pro­dukte ver­treibt, an den Start. Die heute 39-Jäh­rige war zu­vor als Pro­dukt­ma­na­ge­rin in der In­dus­trie tätig und wollte das dort er­wor­bene Wis­sen nut­zen, um ein Start-up zu grün­den. Heute ist sie mit "Frau Wun­der­voll" er­folg­reich auf dem Markt. Die Idee, erzählt die Det­mol­de­rin, die sich mit ih­rem Büro in Wahm­becker­heide nie­der­ge­las­sen hat, ent­stand bei ei­nem Ge­tränk mit ih­rem heu­ti­gen Ge­schäfts­part­ner. 2014 star­tete sie die Test­pha­se. Als die er­folg­reich lief, ging sie in Ein­ver­neh­men mit ih­rem Ar­beit­ge­ber auf Teil­zeit, um par­al­lel "Frau Wun­der­voll" zu be­trei­ben. Weil das Ge­schäft lief gut an­lief, setzte sie we­nig später voll auf das ei­gene Un­ter­neh­men. Heute be­schäf­tigt Wort­mann während der Haupt­sai­son bis zu zehn Mit­ar­bei­ter. Ihre Tipps für Grün­de: Gute Vor­ar­beit, pas­sende Struk­tu­ren und Durch­hal­te­ver­mö­gen – und, ganz wich­tig – das rich­tige Netz­werk. Ratschlä­ge, die auch Ma­ria Klaas von der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer un­ter­streicht. Da­bei gehe es bei dem Grün­der­fo­rum erst ein­mal dar­um, eine Art Weg­wei­ser für die wei­te­ren Schritte zu ge­ben. Bei in­di­vi­du­el­len oder auch tiefer ge­hen­den Fra­gen sind un­ter an­de­rem auch die 20 In­sti­tu­tio­nen An­sprech­part­ner, die im Grün­dungs­netz­werk Lippe seit 1996 kos­ten­frei Be­ra­tun­gen für Exis­tenz­grün­der an­bie­ten. Diese In­itia­tive un­ter­stützt auch Bür­ger­meis­ter Dr. Rei­ner Aus­ter­mann und ver­hehlt da­bei nicht, dass die Stadt ein ei­ge­nes In­ter­esse an jun­gen Un­ter­neh­men ha­be. Schließ­lich zahle je­der Exis­tenz­grün­der später im bes­ten Falle auch Ge­wer­be­steuer und sorge für wei­tere Be­schäf­ti­gung in der Stadt.

vom 18.05.2019 | Ausgabe-Nr. 20B

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