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Salzuflen leistet Schützenhilfe für Insekten

An drei Stellen bekommen Bürger kostenlos zwei verschiedene Saatgutmischungen für Blühwiesen

Darauf fliegen Insekten: Die Stadt Bad Salzuflen verteilt kostenlose Saatmischungen, um mehr Blühwiesen zu schaffen. Foto: pixabay

Dar­auf flie­gen In­sek­ten: Die Stadt Bad Sal­zu­flen ver­teilt kos­ten­lose Saat­mi­schun­gen, um mehr Blühwie­sen zu schaf­fen. Fo­to: pi­xa­bay  weitere Bilder »

Ein Grund für das Schrump­fen der In­sek­ten­po­pu­la­tion ist die Ab­nahme von Blüten­pflan­zen und Wild­kräu­tern, die als wich­tige Nah­rungs­quel­len die­nen, schreibt die Stadt als Be­grün­dung für ihre Ak­tion. Be­reits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­den in der Kur­stadt auf öf­fent­li­chen Flächen Blühwie­sen und -strei­fen an­ge­legt, um Ar­ten­schutz und Ar­ten­viel­falt zu ver­bes­sern. Auf zahl­rei­chen städ­ti­schen Grün­flächen ent­stan­den Blu­men­wie­sen mit hei­mi­schen Wild­blu­men und -kräu­tern, un­ter an­de­rem am Son­nen­berg, am Rhien­bach in Ret­zen, an den Grund­schu­len und ver­schie­de­nen Fried­hö­fen. Auch in die­sem Jahr will die Stadt nach ei­ge­nem Be­kun­den wie­der Blühwie­sen an­le­gen."­Die Ein­saat von re­gio­nal ab­ge­stimm­ten Mi­schun­gen sorgt für einen lan­gan­hal­ten­den Blüh­zeit­raum und ver­bes­sert die Nah­rungs­ver­sor­gung der In­sek­ten", er­läu­tert die Stadt. Für die Bür­ger gibt es zwei Sor­ten Saat­gut: Die Mi­schung "Blühende Land­schaf­ten" ist für größere Wie­sen ge­dacht. "­Bie­nen­som­mer" eigne sich für klei­nere Flächen bis zehn Qua­drat­me­ter wie bei­spiels­weise Vor­gär­ten, da bei die­ser Mi­schung der Blüha­spekt im Vor­der­grund ste­he. Mit dem Thema "Blüh­strei­fen in der Kul­tur­land­schaft – was bring­t‘s?" be­schäf­tigt sich auch ein Vor­trag im Um­welt­zen­trum Heer­ser Mühle am Don­ners­tag, 11. April. "­Der Er­halt der bio­lo­gi­schen Viel­falt ist ein zen­tra­les um­welt­po­li­ti­sches Ziel. Doch seit Mitte des letz­ten Jahr­hun­derts nimmt die bio­lo­gi­sche Viel­falt – auch durch die In­ten­si­vie­rung der Land­wirt­schaft – im­mer mehr ab", heißt es in der Ankün­di­gung. Be­son­ders das "In­sek­tenster­ben" stehe der­zeit im be­son­de­ren Fo­kus der Öf­fent­lich­keit. Als dring­li­che Auf­gabe wurde be­schlos­sen, durch Blüh­strei­fen zu­sätz­li­che Nah­rungs­an­ge­bote für In­sek­ten in der Agrar­land­schaft und in pri­va­ten Gär­ten zu schaf­fen. Ein Mo­ni­to­ring soll her­aus­fin­den, ob und wel­che Tiere da­von pro­fi­tie­ren kön­nen. Es re­fe­riert der En­to­mo­loge Hans Dud­ler vom Nabu Leo­polds­höhe. Be­ginn ist um 19.30 Uhr, die Ge­bühr be­trägt 4 Eu­ro. Die Saat­mi­schun­gen gibt es im Fach­dienst Stadt­pla­nung und Um­welt, Ru­dolph-Bran­des-Al­lee 14 (Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Don­ners­tag von 8 bis 16 Uhr, Frei­tag von 8 bis 12 Uhr), beim Bau­be­triebs­hof im Louis-Ue­ker­mann-Weg 2 (Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Don­ners­tag von 7 bis 16 Uhr, Frei­tag von 7 bis 13 Uhr) so­wie im Um­welt­zen­trum, Heer­ser Mühle 1-3 (Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Don­ners­tag von 8 bis 16.30 Uhr, Frei­tag von 8 bis 12 Uhr). Eine Be­ra­tung zum An­le­gen von Blüh­flächen ü­ber­neh­men das Um­welt­zen­trum un­ter (05222) 797151 oder der Im­ker­ver­ein un­ter (05222) 3218.

vom 10.04.2019 | Ausgabe-Nr. 15A

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