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Neue Finanzwelt: 4,3 Millionen Euro für die Kultur

Kreis Lip­pe/Lem­go. Der Lan­des­ver­band Lippe (LVL) hat in der letz­ten Sit­zung der Ver­bands­ver­samm­lung den Ent­wurf für die Haus­halts­sat­zung 2019 vor­ge­stellt. Es ist der erste Haus­halt, der nach den Vor­schrif­ten des Neuen Kom­mu­na­len Fi­nanz­ma­na­ge­ments (NKF) er­stellt wur­de, denn seit dem 1. Ja­nuar 2019 be­wegt sich der Lan­des­ver­band Lippe in ei­ner "­neuen Fi­nan­z­welt": Wie ge­plant, habe er von der Ka­me­ra­lis­tik auf die Dop­pi­sche bzw. Kauf­män­ni­sche Buch­führung um­ge­stellt, er­klärt der Lan­des­ver­band in ei­ner Mit­tei­lung. Lan­des­ver­bands­käm­me­rer Pe­ter Gröne stellte den Haus­halts­pla­n­ent­wurf 2019 im De­tail vor: "­Der Haus­halt die­ses Jah­res hat ein Vo­lu­men von rund 22 Mil­lio­nen Eu­ro, der Ge­sam­t­er­geb­nis­plan schließt mit ei­nem Fehl­be­trag in Höhe von 2,2 Mio. Euro ab. Zum Haus­halts­aus­gleich ist des­halb eine Ent­nahme aus dem Ei­gen­ka­pi­tal in Höhe von 2,2 Mio. Euro vor­ge­se­hen. Die strin­gente Fort­set­zung des Haus­halts­kon­so­li­die­rungs­pro­zes­ses ist des­halb wei­ter­hin zwin­gend not­wen­dig." Für das kul­tu­relle En­ga­ge­ment also ei­gene Ein­rich­tun­gen, kul­tu­relle Be­tei­li­gun­gen so­wie Kul­tur­för­de­run­gen wen­det der Lan­des­ver­band Lippe rund 4,3 Mio. Euro auf. "Da­mit un­ter­streicht der Lan­des­ver­band Lippe seine Be­deu­tung als wich­ti­ger Kul­tur­trä­ger und Kul­tur­för­de­rer in Lip­pe", so Grö­ne. Für in­ves­tive Maß­nah­men ins­ge­samt sind rund 5,2 Mio. Euro ver­an­schlagt. Dazu zählen un­ter an­de­rem In­ves­ti­tio­nen in die Domäne Bra­ke, die Er­leb­nis­welt am Her­manns­denk­mal und Burg Blom­berg. Diese Maß­nah­men sol­len ü­ber Kre­dite fi­nan­ziert wer­den. Gröne ver­wies dar­auf, dass der Ent­wurf für die Haus­halts­sat­zung 2019 keine Eröff­nungs­bi­lanz bein­hal­tet: "Ich rechne da­mit, dass wir frühe­s­tens 2020 die Eröff­nungs­bi­lanz des Lan­des­ver­ban­des Lippe vor­le­gen kön­nen." Dies sei auf die außer­ge­wöhn­li­chen Im­mo­bi­lien des Lan­des­ver­ban­des zurück­zu­führen: "Ihre Be­wer­tung ist sehr auf­wen­dig und nimmt viel Zeit in An­spruch. Ge­bäude wie das Schloss Bra­ke, die Burg Stern­berg oder die Lan­des­bi­blio­thek kön­nen nicht nach gän­gi­gen Re­geln und Maßstä­ben be­wer­tet wer­den", be­grün­det Grö­ne. Der Lan­des­ver­band Lippe ar­bei­tet bei der Be­wer­tung sei­ner Im­mo­bi­lien eng mit dem Gut­ach­ter­aus­schuss des Krei­ses Lippe und der Ge­mein­de­prü­fungs­an­stalt NRW zu­sam­men. Seit dem 1. Ja­nuar 2019 be­fin­det sich der Lan­des­ver­band Lippe im Um­stel­lungs­pro­zess auf die neue Fi­nanz­soft­wa­re. "Wir müs­sen nicht nur den He­bel von ‚­ka­me­ra­ler Haus­halts­führung‘ auf ‚­dop­pi­sche Haus­halts­führung‘ um­le­gen. Der Lan­des­ver­band Lippe musste auch aus der Ver­wal­tung des Lan­des­am­tes für Fi­nan­zen ent­las­sen wer­den und die Vor­aus­set­zun­gen für die Buch- und Kas­sen­führung im ei­ge­nen Haus schaf­fen", er­läu­terte Grö­ne. "In ei­ner recht klei­nen Ver­wal­tung wie der des Lan­des­ver­ban­des Lippe ist dies ein enor­mer Kraftak­t."

vom 03.04.2019 | Ausgabe-Nr. 14A

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