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Tablets ermöglichen Schülern neue Arbeit

Lina, Tjark, Lioba und Mia (vorn, von links) arbeiten bereits mit den neuen Tablets. Im Hintergrund: Bürgermeister Gerhard Schemmel, Fachbereichsleiterin Andrea Rodekamp, Schulleiterin Diana Fleer und ihr Stellvertreter Pascal Pooch.     Foto: kd

Li­na, Tjark, Lioba und Mia (vorn, von links) ar­bei­ten be­reits mit den neuen Ta­blets. Im Hin­ter­grund: Bür­ger­meis­ter Ger­hard Schem­mel, Fach­be­reichs­lei­te­rin An­drea Ro­de­kamp, Schul­lei­te­rin Diana Fleer und ihr Stell­ver­tre­ter Pas­cal Pooch. Fo­to: kd

Leo­polds­höhe-Ase­mis­sen (k­d). Die Ta­fel an der Wand ist nicht mehr grün, son­dern weiß, die Schü­ler schrei­ben nicht mehr auf Pa­pier, son­dern ar­bei­ten an Ta­blets. An der Grund­schule Ase­mis­sen hat die di­gi­tale Zu­kunft be­reits be­gon­nen. "­Die Ta­blets bie­ten ganz viele neue Mög­lich­kei­ten", sagte der stell­ver­tre­tende Schul­lei­ter Pas­cal Pooch. Die ers­ten zehn Geräte so­wie eine in­ter­ak­tive Ta­fel (White Board) hat die Grund­schule jetzt er­hal­ten. Da­mit kön­nen alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler gleich­zei­tig am Un­ter­richts­ge­sche­hen teil­neh­men. Sämt­li­che Ar­beits­er­geb­nisse kön­nen ge­spei­chert und vom Leh­rer kon­trol­liert wer­den. So­mit ha­ben die Grund­schü­ler eine Selbst­kon­trolle und die Lehr­kraft kann die Lern­fort­schritte un­mit­tel­bar nach­voll­zie­hen. Es gibt Soft­ware für Ma­the­ma­tik, Deutsch und Sach­kun­de. Fo­tos und Au­di­oda­teien kön­nen in­te­griert wer­den, man kann ei­gene Re­fe­ra­te, Thea­ter­stü­cke und Bücher er­stel­len. "­Der Un­ter­richt wird mul­ti­me­dial", sagte Schul­lei­te­rin Diana Fleer. "Draußen kön­nen die Schü­ler zum Bei­spiel Tiere be­ob­ach­ten und die Filme und Fo­tos an­sch­ließend im Un­ter­richt ver­ar­bei­ten." "Das Buch soll aber kei­nes­wegs ver­drängt wer­den", be­tonte Pooch. Auch das Schrei­ben von Hand sei mit den Ta­blets mög­lich. Darü­ber hin­aus seien die Geräte auch nicht die ge­samte Un­ter­richts­stun­de, son­dern dienten nur zeit­wei­lig als Er­gän­zung. Als Ne­ben­ef­fekt hat sich her­aus­ge­stellt: "­So­bald die Ta­blets im Ein­satz sind, kehrt Ruhe im Klas­sen­raum ein", be­ob­ach­tete Pooch. Das Leh­rer­kol­le­gium hat be­reits zwei Fort­bil­dun­gen ab­sol­viert. Wei­tere Schu­lun­gen für den Um­gang mit den Geräten seien ge­plant, be­rich­tete die Schul­lei­te­rin. Nach An­sicht von Bür­ger­meis­ter Ger­hard Schem­mel ist das Geld für die neue Tech­nik gut an­ge­legt. "Da­mit sind die Mäd­chen und Jun­gen auf ihre spätere be­ruf­li­che Welt gut vor­be­rei­tet", sagte er. Pro Jahr soll je­weils ein Klas­sen­raum mit der di­gi­ta­len Tech­nik aus­ge­stat­tet wer­den. Im Laufe die­ses Jah­res wird die Grund­schule Ase­mis­sen ins­ge­samt 36 Ta­blets er­hal­ten. Die Grund­schule Nord wird in ähn­li­cher Weise be­dacht. Schem­mel rech­net mit Zu­wen­dun­gen aus dem Di­gi­tal­pakt des Bun­des, um die Geräte fi­nan­zie­ren zu kön­nen. Für Mia, Schü­le­rin der vier­ten Klas­se, be­deu­tete das Ta­blet an­fangs eine ge­wisse Um­stel­lung, letzt­lich war sie die neuen Mög­lich­kei­ten aber "ei­gent­lich ganz cool". Al­ler­dings hat die Tech­nik auch ihre Tü­cken. Ge­le­gent­lich er­scheint auf dem Bild­schirm au­to­ma­tisch die Er­mah­nung: "­Mia, du hast län­gere Zeit nichts ge­macht."

vom 23.03.2019 | Ausgabe-Nr. 12B

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