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Es ist wunderschön, über die Liebe zu reden

The Addams Family feiert Premiere am Landestheater

Det­mold (k­m). Mor­ti­cia und Go­mez Ad­dams mit ih­ren Kin­dern Wed­nes­day und Pugs­ley sind schon eine außer­ge­wöhn­li­che Fa­mi­lie. Das Lan­des­thea­ter Det­mold in­sze­niert die Mu­si­cal­komö­die von An­drew Lippa bild­ge­wal­tig mit ei­ni­gem Lo­kal­ko­lo­rit. So wohnt Fa­mi­lie Ad­dams nicht etwa im Cen­tral Park, wie es in den Co­mics noch der Fall war, son­dern im Pa­lais­gar­ten. Die Hand­lung spielt ei­nige Jahre nach den Fil­men. Wed­nes­day ist mitt­ler­weile eine junge Frau ge­wor­den und würde gerne ih­ren Freund Lu­cas Bei­neke hei­ra­ten, der in der Ver­sion des Lan­des­thea­ters ü­b­ri­gens aus Bie­le­feld kommt. Jetzt ist zwar nicht die Stadt das Pro­blem, son­dern vor al­lem Lu­cas El­tern, die so völ­lig an­ders sind als Mor­ti­cia und Go­mez. Böse Zun­gen wür­den die Bei­ne­kes als durch und durch nor­mal be­zeich­nen. Das Drama nimmt sei­nen Lauf, als Wed­nes­day ih­rem Va­ter von der Ver­lo­bung erzählt und ihn schwören lässt, Mor­ti­cia nichts da­von zu sa­gen. Nur ha­ben sich Go­mez und seine Frau ge­schwo­ren, sich im­mer die Wahr­heit zu sa­gen. Als sich dann auch noch Fa­mi­lie Bei­neke zum An­tritts­be­such bei der Schwie­ger­fa­mi­lie in spe ankün­digt, ist das Chaos per­fekt. Zu­mal die Ah­nen der Ad­dams, On­kel Fes­ter und eine viel­leicht doch nicht so ver­wandte Großmut­ter kräf­tig mit­mi­schen.

Per­so­nell ist "­Die Ad­dams Fa­mi­ly" ein auf­wen­di­ges Mu­si­cal. Auch die Kostü­m­ab­tei­lung hat vor al­lem bei den Ah­nen, die ent­spre­chend der Epo­che, in der sie ge­lebt ha­ben, ge­klei­det sind, ganze Ar­beit ge­leis­tet. Ob Hein­rich VIII, Na­po­leon Bo­na­parte oder ein To­rero – die Ah­nen­reihe der Ad­dams ist ge­nauso ku­rios, wie die Fa­mi­lie selbst. Bei so vie­len fa­mi­liären Ver­wick­lun­gen gibt es ei­ni­ges zu La­chen, aber auch hu­mor­voll ver­packte nach­denk­li­che Mo­men­te, die sich meis­tens um die zwi­schen­mensch­li­chen Be­zie­hun­gen dre­hen. Mit Un­ter­stüt­zung der Stadt­werke Det­mold, ohne de­ren fi­nan­zi­elle Un­ter­stüt­zung die Um­set­zung des auf­wen­di­gen Stückes nicht mög­lich ge­wor­den wäre, hat das Lan­des­thea­ter ein äußerst un­ter­halt­sa­mes Mu­si­cal auf die Bühne ge­bracht – mit ei­ner Mor­ti­cia, die dem Ori­gi­nal zum Ver­wech­seln ähn­lich sieht.

vom 20.02.2019 | Ausgabe-Nr. 8A

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