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Im Einsatz für Bildung und Hoffnung

Kinder ohne Grenzen e.V. sorgt für Perspektive und Zukunft

 

Det­mold (k­m). Schule ist wich­tig - un­be­strit­ten. Aber, und das gerät häu­fig ins Hin­ter­tref­fen, nicht alle Kin­der und Ju­gend­li­chen ha­ben die Mög­lich­keit zur Schule zu ge­hen. Ger­hard Wie­busch ist so­wohl Grün­der als auch eh­ren­amt­li­cher Vor­sit­zen­der von Kin­der ohne Gren­zen e.V. und hat es sich be­reits seit meh­re­ren Jah­ren zur Auf­gabe ge­macht, so­ziale Pro­jekte in Süd­afrika zu un­ter­stüt­zen. Da­bei ist der Det­mol­der natür­lich nicht der Al­lei­nini­tia­tor der Pro­jek­te, auch wenn das Schul­pro­jekt "­Ver­bes­se­rung der Bil­dungs- und Ernährungs­si­tua­tion" seine Idee war. Mit Ge­mein­sam mit der Or­ga­ni­sa­tion Kin­der ohne Gren­zen e.V. ist in der Stadt East Lon­don in Süd­afrika eine Schule mit 14 Klas­sen­zim­mern für 420 Schü­ler so­wie ein Kin­der­heim für 12 be­dürf­tige Kin­der, zu­meist AIDS-Wai­sen, ent­stan­den. Laut ei­ner Sta­tis­tik des Ge­mein­sa­men Pro­gramms der Ver­ein­ten Na­tio­nen für HI­V/Aids (U­N­AI­DS) sind fast 20 Mil­lio­nen Men­schen in Ost- und Süd­afrika HIV-po­si­tiv, etwa 380.000 sind 2017 an der Im­mun­schwäche­krank­heit ge­stor­ben. Schät­zungs­weise eine Mil­lion AIDS-Wai­sen le­ben in Süd­afri­ka. Trotz vie­ler so­zia­ler Pro­jekte wie Kin­der ohne Gren­zen e.V. sind die meis­ten nach wie vor auf sich al­lein ge­stellt. Das Bau­vor­ha­ben in East Lon­don war nicht ohne Schwie­rig­kei­ten "­Mir war klar, dass es ge­rade in Zei­ten der Wirt­schafts­krise schwie­rig sein wür­de, Geld von Un­ter­neh­men und pri­va­ten Spen­dern zu er­hal­ten", so Wie­busch. Aber auf­ge­ben kommt für ihn nicht in­fra­ge. Durch die Un­ter­stüt­zung na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Spen­der und Spon­so­ren so­wie Un­ter­neh­men und Pla­ner vor Ort konnte das Bau­pro­jekt in die­ser Größen­ord­nung ver­wirk­licht wer­den. Bei ei­ner Be­ge­hung im März 2018 konnte sich nicht nur Kin­der ohne Gren­zen e.V. von dem neuen Ge­bäude der "Hope School Edu­ca­tio­nal Trust"ü­ber­zeu­gen, auch das in Port Eli­z­abeth an­säs­sige deut­sche Kon­su­lat zeigte sich sehr be­ein­druckt. "­Die Hope School in Süd­afrika ist ein ein­ma­li­ges Vor­zei­ge­pro­jekt, auf dass alle Be­tei­lig­ten so­wie die Spen­der und Spon­so­ren stolz sein kön­nen", erzählt Ger­hard Wie­busch im Ge­spräch. Die Or­ga­ni­sa­tion ist des­halb den­je­ni­gen, die für das Hope School Pro­jekt ge­spen­det ha­ben, sehr dank­bar. Für die Zu­kunft ste­hen al­ler­dings schon die nächs­ten Vor­ha­ben in den Start­löchern. So sol­len in den nächs­ten Jah­ren zwei wei­tere Klas­sen­räume für etwa 60 Schü­ler und zu­dem ein Be­rufs­bil­dungs­werk ent­ste­hen. "Ir­gend­wann ma­chen die Schü­ler, die jetzt die Hope School be­su­chen, ih­ren Schul­ab­schluss und da habe ich mich ge­fragt, was für diese Schü­ler nach der Schule komm­t", er­läu­tert Ger­hard Wie­busch sei­nen un­er­müd­li­chen Ein­satz. Dazu ist es ihm wich­tig, zu se­hen, dass die Spen­den­gel­der auch wirk­lich dem Zweck zu­ge­führt wer­den, für den sie ge­dacht wer­den. "Wir wol­len auch wei­ter­hin in Hoff­nung und Per­spek­tive in­ves­tie­ren", gibt Wie­busch den Weg für die Zu­kunft vor, "a­ber Kin­der ohne Gren­zen e.V. kann nur et­was be­wir­ken, wenn ge­nug Spon­so­ren, Spen­der und För­de­rer die Pro­jekte un­ter­stüt­zen. Un­ter ww­w.kin­der-ohne-gren­zen.org fin­den sich dazu wei­tere In­for­ma­tio­nen.

vom 09.02.2019 | Ausgabe-Nr. 6B

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