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Der Theaterball lebt

Landestheater darf ein ganz besonderes Jubiläum feiern

Det­mold (k­m). Die Blüten­pracht des Büh­nen­bil­des der Ope­rette "­Der Vet­ter aus Dings­da" war De­ko­ra­tion ge­nug, als beim Neu­jahrs­emp­fang im Lan­des­thea­ter Det­mold nach­ein­an­der In­ten­dant Ge­org He­ckel, Staats­se­kretär Klaus Kai­ser und der Vor­sit­zende der Det­mol­der Thea­ter­freunde Jür­gen Wann­hoff das letzte Jahr Re­vue pas­sie­ren ließen. Dass ge­rade das Büh­nen­bild von "­Der Vet­ter aus Dings­da" die Ku­lisse für den Emp­fang bil­den durf­te, liegt nicht nur an der blu­mi­gen Ge­stal­tung. "Am Sil­ves­ter­abend durf­ten wir Bun­desprä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­meier in ei­ner Auf­führung der Ope­rette be­grüßen, was natür­lich et­was ganz be­son­de­res ist", er­läu­tert Ge­org He­ckel in sei­ner Be­grüßung. Der Rück­blick auf die ver­gan­gene Spiel­zeit ist auch gleich­zei­tig ein Rück­blick auf seine erste Spiel­zeit als In­ten­dant. Pas­send dazu fei­erte im Sep­tem­ber Wil­liam Sha­ke­s­pea­res "­Der Stur­m" Pre­mie­re. Ein Stück ü­ber das An­kom­men, da da­durch wie ge­schaf­fen war, eine Spiel­zeit mit vie­len neuen Ge­sich­tern – auf und hin­ter der Bühne – zu eröff­nen. Auch die Um­be­nen­nung des Ju­gend­thea­ters von "­Ka­sch­lupp" in "Jun­ges Thea­ter" un­ter der neuen Lei­tung von Kon­stanze Kap­pen­stein und Jen­ni­fer Schnarr war mehr als nur eine Na­mensän­de­rung und brachte ei­nige Neue­run­gen mit sich. Auch Klaus Kai­ser, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­e­kretär für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des NRW, weiß die Ar­beit des Lan­des­thea­ters Det­mold zu schät­zen. Die Lan­des­thea­ter in NRW sind eine Land­marke für un­sere Kul­tur­po­li­ti­k", hob er her­vor­." Die Be­deu­tung der Kul­tur zeigt sich auch dar­in, dass die Mi­nis­te­rin für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des NRW, Isa­bel Pfeif­fer-Poens­gen, den Kul­tu­re­tat um 10 Pro­zent er­höht hat. "Letz­tes Jahr stan­den wir hier und wuss­ten nicht so Recht, was die Zu­kunft fi­nan­zi­ell brin­gen wür­de", er­in­nert sich Jür­gen Wann­hoff und er­gänzt, dass der höhere Kul­tu­re­tat das Lan­des­thea­ter in eine deut­lich bes­sere Po­si­tion bringt. Geld, das für an­ste­hende Ju­biläen be­stimmt eine Ver­wen­dung fin­det. Zum einen fei­ern die Thea­ter­freunde in die­sem Jahr ih­ren fünf­zigs­ten Ge­burts­tag und zum an­de­ren, und das ist die größere Fei­er, wird das Thea­ter­ge­bäude hun­dert Jahre alt. "­Der Thea­ter­ball leb­t", er­klärt Ge­org He­ckel mit Blick auf das Ju­biläum. Al­ler­dings blei­ben bei ei­nem hun­dert Jahre al­ten Ge­bäude klei­nere und größere Bau- und Re­no­vie­rungs­maß­nah­men nicht aus, die sich durch den er­höh­ten Kul­tu­re­tat nun auch si­cher­lich et­was bes­ser fi­nan­zie­ren las­sen. Ein­ge­bet­tet wur­den die An­spra­chen in eine bunte Re­vue aus ei­ner Rück­schau auf be­reits ge­spielte Stü­cke und ei­nem Vor­aus­blick auf kom­mende In­sze­nie­run­gen, wie "­Gute Nach­barn", "At­men" oder das Mu­si­cal "­Die Ad­dams-Fa­mi­ly". Einen Ab­gang muss das Thea­ter al­ler­dings noch ver­kraf­ten. Im Som­mer wird Cho­reo­graph und Re­gis­seur Ri­chard Lo­we, der be­reits seit dreißig Jah­ren am Lan­des­thea­ter tätig ist, in den wohl­ver­dien­ten Ru­he­stand ver­ab­schie­det. Zunächst wird aber noch das Bal­lett Ri­chard 3.0 von ihm ab Mai im Lan­des­thea­ter zu se­hen sein.

vom 23.01.2019 | Ausgabe-Nr. 4A

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