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Detmold und das
Warschauer Ghetto

Ausstellung noch bis Ende Mai geöffnet

Det­mold. Die Aus­stel­lung "­Det­mold und das War­schauer Ghet­to" ist noch bis zum 29. Mai im Lan­des­ar­chiv NRW se­hen. Auf­grund der po­si­ti­ven Re­so­nanz ha­ben das Lan­des­ar­chiv NRW und das Stadt­ar­chiv Det­mold den Zeit­raum für die Aus­stel­lung ü­ber das War­schauer Ghetto ver­län­gert. In­ter­es­sierte Be­su­cher ha­ben noch einen wei­te­ren Mo­nat die Mög­lich­keit, die Aus­stel­lung während der Öff­nungs­zei­ten des Le­se­saals zu se­hen. Der Ein­tritt ist frei. Vor 75 Jah­ren wurde der Auf­stand im War­schauer Ghetto nie­der­ge­schla­gen. Aus Ost­west­fa­len-Lippe und auch aus Det­mold wurde eine nicht ge­ringe Zahl jü­di­scher Men­schen nach War­schau de­por­tiert. Nur ein Mann aus der Re­gion ü­ber­leb­te. Ver­ant­wort­lich für die bru­tale Zer­störung des Ghet­tos und die Tötung tau­sen­der Men­schen war ein Det­mol­der, Jür­gen Stroop. Durch seine Ta­ten wurde der Name der Stadt auf un­rühm­li­che Weise vie­ler­orts in der Welt be­kannt. Jür­gen Stroop wurde durch ein pol­ni­sches Ge­richt zum Tode ver­ur­teilt und 1952 hin­ge­rich­tet. An seine Ta­ten er­in­nern Mu­seen und Ge­denkstät­ten in den USA, Po­len und Is­rael.

In ei­ner Ko­ope­ra­tion zwi­schen dem Lan­des­ar­chiv NRW Ab­tei­lung OWL und dem Stadt­ar­chiv Det­mold ent­stand die Aus­stel­lung "­Det­mold und das War­schauer Ghet­to", die an­läss­lich des Ge­den­kens an die Op­fer des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus im Ja­nuar 2018 eröff­net wur­de. Auf An­frage bie­ten die Ar­chive Führun­gen und ar­chiv­päd­ago­gi­sche An­ge­bote zu den Op­fern aus Det­mold und zu Jür­gen Stroops Bio­gra­phie an. An­fra­gen dazu un­ter "ow­l@la­v.n­r­w.­de” oder te­le­fo­nisch un­ter (05231) 766-0.

vom 05.05.2018 | Ausgabe-Nr. 18B

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