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Sicherster Landkreis
in Nordrhein-Westfalen

Trotz Personalmangel: höhere Aufklärungsquote

Kreis Lippe (js). Der Kreis Lippe ist der si­cherste Land­kreis in Nord­rhein-West­fa­len, zu­min­dest geht das aus der ak­tu­el­len Kri­mi­nal­sta­tis­tik her­vor, die jetzt of­fi­zi­ell vor­ge­stellt wur­de. "Lippe ist der si­cherste Kreis", er­läu­terte Land­rat Dr. Axel Leh­mann und fügte den­noch ein "A­ber" da­zu, "je­doch sind die Häu­fig­keit der De­likte ins­ge­samt von gut 14.350 auf 14.500 ge­stie­gen". Im Ver­gleich zu 2015 liegt Lippe aber noch im­mer deut­lich un­ter der 15.000 Mar­ke. Wei­ter lobte Land­rat Dr. Axel Leh­mann die Auf­klärungs­quo­te, die sich von 55 auf 58 Pro­zent er­höht hat, bemän­gelte aber gleich­zei­tig die ak­tu­elle Per­so­nal­si­tua­tion. Im Schnitt hat Lippe die ge­ringste Per­so­nal­quote in ganz Nord­rhein-West­fa­len." Das macht es schwie­rig den Stan­dard zu hal­ten", so Leh­mann wei­ter. Viele Straf­ta­ten seien aber auch be­reits im Ver­suchs­sta­dium ste­cken­ge­blie­ben, was er auf die ver­mehrte Prä­ven­ti­ons­ar­beit zurück­führt. Da­bei ver­wies er auf das lip­pi­sche Netz­werk "­Zu­hause si­cher" und die lan­des­weite Ak­tion "Rie­gel vor, die Teil die­ser Ar­beit sind.

Wolf­gang Pa­der, Lei­ter der Kripo lobte in­des die gute Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Po­li­zei, Staats­an­walt­schaft und den Ge­rich­ten. Da­durch konnte im let­zen Jahr ein schö­ner Er­folg er­zielt wer­den: Eine Täter­gruppe aus Ha­meln, die be­son­ders im Sü­dos­ten Lip­pes ihr Un­we­sen trieb und auf de­ren Konto gut 100 Straf­ta­ten zurück­zu­führen sind, konnte ding­fest ge­macht wer­den. Woh­nungs­ein­brüche Ent­ge­gen des Lan­des­trend, sind die Zah­len der Woh­nungs­ein­brüche in Lippe an­stei­gend. So wa­ren es im letz­ten Jahr 467 Ein­brüche, das sind neun mehr als in 2016. Die we­nigs­ten Ein­brüche gab es auf die An­zahl der Ein­woh­ner be­rech­net in Au­gust­dorf und Blom­berg. Oer­ling­hau­sen stand zu­letzt im ne­ga­ti­ven Fo­kus. Bad Sal­zu­flen am ge­fähr­lichs­ten Die meis­ten Straf­de­likte gab es, be­zo­gen auf die Ein­wohner­zahl, in der Kur­stadt, das, so Wolf­gang Pa­der, sei auf die Nähe zur Au­to­bahn zurück­zu­führen, da viele der Täter nicht di­rekt aus Lippe kä­men. An­teil der aus­län­di­schen Straf­täter Die An­zahl der aus­län­di­schen Straf­täter, die ding­fest ge­macht wer­den konn­ten, ist im ver­gan­ge­nen Jahr um gut zwei Pro­zent ge­sun­ken Ge­walt­kri­mi­na­lität Ins­ge­samt hat die Ge­walt­kri­mi­na­lität in Lippe leicht zu­ge­nom­men. So wa­ren es in 2017 zehn Fälle mehr als im Vor­jahr. Zur Ge­walt­kri­mi­na­lität zählen un­ter an­de­rem alle Straf­ta­ten ge­gen das Le­ben, Kör­per­ver­let­zun­gen, Raubstraf­ta­ten und Mord. Drei Morde gab es im ver­gan­ge­nen Jahr in Lip­pe. Ent­wick­lung der Kri­mi­na­litäts- ent­wick­lung in Lippe Die Kri­mi­na­litäts­häu­fig­keits­zahl (De­likte je 100.000 Ein­woh­ner) von 4.159 ist ge­genü­ber dem Vor­jahr ge­ring­fü­gig ge­stie­gen. Be­zo­gen auf einen Ver­gleichs­zeit­raum von etwa 30 Jah­ren ist die­ser Wert als nied­rig zu be­wer­ten. Zu Be­ginn der 80er Jahre wur­den im Ver­hält­nis zur Wohn­be­völ­ke­rung weit mehr Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner re­gis­triert als heu­te.

vom 14.03.2018 | Ausgabe-Nr. 11A

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