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Vogelfreunde Leopoldshöhe präsentierten ihre besten Tiere in der Festhalle

Preise für die beste Zucht

 

Leo­polds­höhe-Ase­mis­sen (k­d). Vom grau-schwar­zen Dompfaff bis zum rot-grün ge­fie­der­ten Pa­pa­gei - bei der 25. Orts­schau der Vo­gel­freunde Leo­polds­höhe wa­ren am vo­ri­gen Wo­chen­ende ins­ge­samt 229 Vö­gel in der Fest­halle Ase­mis­sen aus­ge­stell­t.

»Es hät­ten auch noch mehr Tiere sein kön­nen«, be­merkte Züch­ter Joa­chim Wag­ner. »­Doch die Kälte der ver­gan­ge­nen Tage führte zur Mau­ser, das heißt, die Vö­gel wer­fen Fe­dern ab, um neue zu bil­den. Dann sind sie natür­lich nicht mehr in der bes­ten Aus­stel­lungs­kon­di­tion.« Vor ge­nau ei­nem Jahr lag die Tem­pe­ra­tur mit 23 Grad noch we­sent­lich höher als ge­gen­wär­tig, hatte Wag­ner no­tier­t.

Eine an­spre­chende Er­schei­nung ist für bei der Be­ur­tei­lung der Vö­gel ebenso wich­tig wie das Ver­hal­ten und die Zucht­merk­ma­le. Um eine un­ab­hän­gige Be­wer­tung zu er­hal­ten, prä­sen­tier­ten die 13 aus­stel­len­den Ver­eins­mit­glie­der ihre Tiere ei­nem ex­ter­nen Zuchtrich­ter. Sein Ur­teil gibt den Züch­tern wert­volle Hin­weise für die wei­tere Ar­beit.

Für seine Ka­na­ri­en­vö­geln wurde Rei­ner Cor­nel­sen der erste Preis zu­ge­spro­chen. Bei den Exo­ten konn­ten die Vö­gel von Wil­fried De­tert punk­ten, und die an­spre­chends­ten Groß­sit­ti­che be­fin­den sich in den Vo­lie­ren von Joa­chim Wag­ner. Un­ter den Wel­len­sit­ti­chen prä­sen­tierte Rei­ner Cor­nel­sen den bes­ten weib­li­chen, und Joa­chim Wag­ner den bes­ten männ­li­chen Vo­gel. Lo­thar Boer ging als Sie­ger für seine kör­ner­fres­sen­den Wald­vö­geln her­vor, Horst Mel­zer be­legte als Züch­ter von weich­fres­sen­den Wald­vö­geln den ers­ten Platz.

Aus An­lass des Ju­biläums be­suchte auch Bür­ger­meis­ter Ger­hard Schem­mel die Aus­stel­lung und gra­tu­lierte den Vö­gel­freun­den im Na­men von Rat und Ver­wal­tung zu ih­rer Ar­beit. Schem­mel war nicht mit lee­ren Hän­den ge­kom­men; als »­Ge­burts­tags­ge­schenk« ü­ber­reichte er dem Vor­sit­zen­den Horst Mel­zer einen Brief­um­schlag.

Vom jüngs­ten Züch­ter im Ver­ein, dem 14-jäh­ri­gen Ma­xi­mi­lian Heu­sch­kel, ließ sich der Bür­ger­meis­ter dann in die Ge­heim­nisse des Hob­bys ein­wei­hen. Von sei­nem Großva­ter, so Ma­xi­mi­lian, habe das In­ter­esse an Ka­na­ri­en­vö­gel ü­ber­nom­men. In­zwi­schen be­sitzt er 25 ei­gene Vö­gel, von de­nen er vier in der Aus­stel­lung zeig­te.

Das blass­blaue Ge­fie­der der Tiere hatte er ei­gens zu­recht ge­macht und ih­nen zum Bei­spiel die mar­kan­ten dunk­le­ren Brust­fe­dern sicht­bar her­aus­ge­stellt. Die Mühe war nicht um­sonst: Bei den Ju­nio­ren wurde er zum Klas­sen­sie­ger er­klärt. »Ich wusste schon, dass ich den ers­ten Platz er­rei­chen wür­de«, sagte Ma­xi­mi­lian selbst­be­wusst.

Eine halbe Stunde wen­det er täg­lich auf, um sich um seine Tiere zu küm­mern. »Das ist auch nötig«, sagte er, »­denn die Sau­ber­keit ist bei den Vö­geln schon sehr wich­tig.« Dem­nächst wird er noch mehr Zeit auf­wen­den müs­sen, wenn die Ka­na­ri­en­vö­gel in Kürze mit dem Brüten be­gin­nen wer­den.

Für Co­sima Roth aus Oer­ling­hau­sen hat sich der Be­such der Aus­stel­lung be­son­ders ge­lohnt. Bei der Tom­bola hatte die Sie­ben­jäh­rige un­ter drei Lo­sen auch die Num­mer mit dem Haupt­ge­winn ent­deckt: ein Fahr­rad. Ihr äl­te­rer Bru­der werde sich be­stimmt darü­ber freu­en, meinte sie, denn das Rad war ihr selbst noch et­was zu groß.

vom 31.10.2007 | Ausgabe-Nr. 44A

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