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Historische Fotoausstellung

Hermann Behrens – Enkelin lässt Bilder aufleben

 

Bad Sal­zu­flen-Wüs­ten (tim). Für viele ist un­vor­stell­bar wie die Städte und Ort­schaf­ten noch vor 50 oder so­gar 100 Jah­ren aus­sa­hen. Am Bei­spiel Wüs­ten kann man jetzt einen sol­chen Blick in die Ver­gan­ge­heit wer­fen und die Ver­än­de­run­gen nach­voll­zie­hen. Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch ist die Fo­to­aus­stel­lung "Rück­blende Wüs­ten" im Stift zu Wüs­ten eröff­net wor­den. Sie zeigt Auf­nah­men aus dem Zeit­raum von 1900 bis 1960. Ins­ge­samt 40 Bil­der sind mo­men­tan in der Se­nio­ren­wohn­ge­mein­schaft zu se­hen. Auf­ge­nom­men wur­den sie von dem ehe­ma­li­gen Wüs­te­ner Her­mann Beh­rens, dem Großva­ter der Aus­stel­le­rin Mi­riam Beh­rens. The­ma­tisch be­schäf­tigte er sich mit Land­schafts- und Fa­mi­li­en­auf­nah­men, aber auch Schnapp­schüsse sind in der Aus­stel­lung ver­tre­ten. Zu Be­ginn der Eröff­nungs­feier lob­ten Chri­stoph Frit­sche vom Stift zu Wüs­ten, Bür­ger­meis­ter Ro­land Tho­mas und Stadt­ar­chi­var Ar­nold Beuke das En­ga­ge­ment der Aus­stel­le­rin Mi­riam Beh­rens. Wie viel Ar­beit hin­ter der Vor­be­rei­tung steck­te, machte Mi­riam Beh­rens in ih­rer Rede deut­lich: Je­des ein­zelne Bild musste sie ab­fo­to­gra­fie­ren und das Ne­ga­tiv an­sch­ließend am Com­pu­ter re­stau­rie­ren. "­Mo­na­te­lang habe ich je­den Abend und je­des Wo­chen­en­de, also in je­der freien Mi­nu­te, die Ne­ga­tive di­gi­ta­li­sier­t", be­tonte sie. Doch da­mit war noch nicht al­les er­le­digt. Denn die chro­no­lo­gi­sche Ein­ord­nung ist nicht nur für die Fa­mi­lie Beh­rens, son­dern auch für das Stadt­ar­chiv sehr in­ter­essant. Dement­spre­chend half Stadt­ar­chi­var Beuke der Fo­to­gra­fin da­bei, die Bil­der zeit­lich ein­zu­ord­nen. Ent­stan­den ist die Idee durch die Di­gi­ta­li­sie­rung. An eine Aus­stel­lung hatte Beh­rens an­fangs nicht ge­dacht. "Vor zwei Jah­ren hat mich je­mand ge­fragt, ob ich ein 100 Jahre al­tes Glas­p­lat­ten-Ne­ga­tiv di­gi­ta­li­sie­ren kön­ne. In die­sem Zu­sam­men­hang sind mir wie­der die Ne­ga­tive mei­nes Opas und Uro­pas ein­ge­fal­len", er­klärte sie. Die Aus­stel­lung wird bis zum 5. April im Stift zu Wüs­ten ge­zeigt. Da­nach soll aber noch nicht Schluss sein. "­Mein Opa hat noch viel mehr Ne­ga­tive ge­macht, dar­aus werde ich ver­mut­lich eine wei­tere Aus­stel­lung ge­stal­ten", spricht Beh­rens ü­ber ihre Zu­kunfts­plä­ne. Eine wei­tere Aus­stel­lung kann laut Vor­stands­mit­glied Chri­stoph Frit­sche gerne wie­der im Stift statt­fin­den. "­Diese his­to­ri­schen Auf­nah­men be­geis­tern uns sehr und wir wür­den Frau Beh­rens gerne wie­der un­sere Räume zur Ver­fü­gung stel­len", er­klärte er.

vom 27.01.2018 | Ausgabe-Nr. 4B

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