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Ein Engagement für alle

Kreis Lippe und Selbsthilfe-Kontaktstelle ehren Gruppen

 

Kreis Lip­pe. Die Selbst­hilfe ist heute ein un­ver­zicht­ba­rer Teil des ge­sell­schaft­li­chen Le­bens. Die Men­schen hel­fen sich ge­gen­sei­tig, um Kri­sen zu meis­tern, ge­sund­heit­li­che Pro­bleme zu lö­sen oder die Mo­tiv­ta­tion zu stei­gern. Das al­les ver­langt eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment, Kon­ti­nuität und viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen. Viele Lip­per sind in un­ter­schied­li­chen Selbst­hil­fe­grup­pen ak­tiv. Land­rat Dr. Axel Leh­mann dankte jetzt im Rah­men ei­ner tra­di­tio­nel­len Eh­rungs­feier der Kon­takt­stelle des Pa­ritäti­schen die­sen ak­ti­ven Per­so­nen aus der Selbst­hilfe für ihr En­ga­ge­ment in Lip­pe. "Das ist für den Kreis Lippe un­ver­zicht­bar." sagte Leh­mann. "Das Motto der Ver­an­stal­tung soll ver­deut­li­chen, dass die po­si­ti­ven Wir­kun­gen Selbst­hil­fe­grup­pen weit ü­ber den Ein­zel­nen hin­aus­wirk­t." er­läu­tert Jas­min Sasse von der Selbst­hilfe-Kon­takt­stel­le. Wer mit­hilfe der Gruppe sein Wohl­be­fin­den ver­bes­sert, kann an­ders auf an­dere Men­schen zu­ge­hen und sich ak­ti­ver in Fa­mi­lie, Ge­mein­we­sen und Ar­beits­welt ein­brin­gen.

Ge­ehrt wur­den die Grup­pen "­Son­nen­blu­me" für Men­schen mit Psy­chi­schen Er­kran­kun­gen mit ih­rem Spre­cher Her­mann Brüg­ge­mann, die Fi­bro­my­al­gie-Selbst­hil­fe­gruppe mit ih­rer Spre­che­rin Ge­sine Nie­buhr und der Freun­des­kreis Lage für Men­schen mit Sucht­pro­ble­men und ihre An­gehö­ri­gen mit ih­rem Spre­cher Gott­fried Zim­mek. Alle drei Grup­pen konn­ten jüngst ihr 10-, 15- bzw. 30-jäh­ri­ges Ju­biläum fei­ern. Eine wei­tere Ge­mein­sam­keit ist die Ar­beits­weise der Grup­pen: die Fä­den lau­fen bei den Spre­chern zu­sam­men, die den Löwen­an­teil an Ver­pflich­tun­gen ü­ber­neh­men, aber letzt­lich wer­den alle Grup­pen­ak­ti­vitäten ge­mein­sam ent­schie­den und Hand in Hand um­ge­setzt. "­Grup­pen ent­ste­hen oft, auf In­itia­tive be­son­ders en­ga­gier­ter Per­so­nen. Das ist ein ho­hes Ver­dienst. Aber wir se­hen, dass Grup­pen lang­fris­tig schei­tern kön­nen, wenn zu viel Wis­sen, Be­fug­nis und Ar­beit bei ein­zel­nen Per­so­nen lieg­t." sagt Ka­rin Mar­ci­niak. "Als Fach­stelle für Selbst­hilfe er­mu­ti­gen und un­ter­stüt­zen wir Grup­pen da­bei, Auf­ga­ben, Ver­ant­wor­tung und Ein­fluss auf die Ge­stal­tung von Grup­pen­ar­beit und -le­ben gleich­be­rech­tigt zu tei­len. Die drei heute ge­ehr­ten Grup­pen sind quasi Mo­delle dafür, wie das ge­lin­gen kann." Ein be­son­de­rer Höhe­punkt der gut be­such­ten Ver­an­stal­tung wa­ren die mu­si­ka­li­schen Ein­la­gen der Selbst­hilfe-Sing­gruppe un­ter der Lei­tung von Wer­ner War­weg, die keine Mühe hat­te, das Pu­bli­kum zum Mit­sin­gen zu ani­mie­ren. Bär­bel Brün­ger vom Ver­band der Er­satz­kas­sen be­ton­te, dass die För­de­rung des Selbst­hilfe-En­ga­ge­ments nicht nur Pflicht son­dern auch Wille ist, weil ge­mein­schaft­li­che Selbst­hilfe Fol­ge­er­kran­kun­gen vor­beu­gen kann. Fast die Hälfte der lip­pi­schen Grup­pen hat ih­ren Treff­punkt in Det­mold. "Darü­ber sind wir froh und wir sind auch stolz dar­auf, dass hier en­ga­gierte Men­schen in der Selbst­hilfe so viel Viel­falt bie­ten." be­tont die stell­ver­tre­tende Bür­ger­meis­te­rin Dore-Christ Rich­ter. Und der Land­rat macht deut­lich, dass Selbst­hilfe-En­ga­ge­ment im Kreis Lippe zu­ver­läs­sige Un­ter­stüt­zung durch die Kon­takt­stelle braucht und ver­dient. Un­ter­stüt­zung beim Auf­bau neuer Selbst­hil­fe­gruppe und Ver­mitt­lung zu den be­ste­hen­den Grup­pen ü­ber die Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle des Parätäti­sche un­ter der Ruf­num­mer (05231) 561260. Sprech­zei­ten sind mon­tags bis mitt­wochs von 10 bis 13 Uhr und don­ners­tags von 10 bis 17 Uhr.

vom 04.10.2017 | Ausgabe-Nr. 40A

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