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Barrierefreiheit in der Kurstadt

Allen Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen

 

Bad Sal­zu­flen (dib). Für einen Kur­ort sind die bar­rie­re­freie Er­reich­bar­keit al­ler öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen, Gast­stät­ten, Ho­tels und Ge­schäfte so­wie der öf­fent­li­che Nah­ver­kehr von be­son­de­rer Be­deu­tung. Des­halb ha­ben die Stadt Bad Sal­zu­flen, der Be­hin­der­ten­be­auf­tragte der Stadt und das Netz­werk für Men­schen mit Be­hin­de­run­gen und Se­nior(inn)en (NBS) in der Kur­stadt ge­mein­sam das Pro­jekt "­Bar­rie­re­frei­heit" ge­st­ar­tet. Bür­ger­meis­ter Ro­land Tho­mas, der Be­hin­der­ten­be­auf­tragte der Stadt Pe­ter Ko­busch, der NBS-Vor­sit­zende Tors­ten Ed­ler, Bri­gitte Loos (NBS-Mit­glie­d), die Lei­te­rin des Vi­tal­zen­trums Anke Zill­mann, der Ab­tei­lungs­lei­ter Stadt­bus bei den Stadt­wer­ken Jörg Mos­hage und Heiko Strehl als Pro­jekt­be­treuer Bar­rie­re­frei­heit NBS set­zen sich dafür ein, zunächst in der Kern­stadt Sal­zu­flen Bar­rie­ren ab­zu­bau­en, um da­mit al­len Men­schen die Teil­nahme am öf­fent­li­chen und ge­sell­schaft­li­chen Le­ben zu er­mög­li­chen. Da­von sol­len nicht nur Men­schen pro­fi­tie­ren, die auf einen Rol­la­tor an­ge­wie­sen sind oder so­gar im Roll­stuhl sit­zen, son­dern auch Men­schen mit ei­ner Seh­be­hin­de­rung oder Blind­heit, und auch Fa­mi­lien mit Kin­dern so­wie Se­nio­ren. Zu ei­nem späte­ren Zeit­punkt soll das Pro­jekt auch auf die Orts­teile aus­ge­dehnt wer­den.

Die Idee dazu stammt vom Be­hin­der­ten­be­auf­trag­ten Pe­ter Ko­busch, der diese vor ei­ni­gen Wo­chen im Rat­haus vor­ge­tra­gen hat und bei Bür­ger­meis­ter Ro­land Tho­mas auf of­fene Oh­ren ge­stoßen ist. In al­len öf­fent­li­chen Räu­men, in Arzt­pra­xen, in Ho­tels und Gast­stät­ten und im Han­del wird es bis Ende De­zem­ber 2018 eine Be­fra­gung und da­mit ver­bun­den eine Be­stands­auf­nahme des Ist-Zu­stan­des ge­ben. Dazu hat Pro­jekt­be­treuer Heiko Strehl einen Ka­ta­log er­ar­bei­tet, der von den Bür­gern der Stadt, von Wir­ten, Ho­tel­be­sit­zern und Ge­schäfts­leu­ten frei­wil­lig on­line aus­ge­füllt wer­den kann. Zu fin­den ist der Fra­ge­bo­gen auf der Ho­me­page "nbs-bad­sal­zu­flen.­de" un­ter Pro­jekt Bar­rie­re­frei­heit. Aus den ge­sam­mel­ten Da­ten wird ein Weg­wei­ser für die Be­woh­ner und Gäste der Stadt er­stellt, der als Leit­fa­den die­nen soll und an dem sie sich ori­en­tie­ren kön­nen. Außer­dem wer­den kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zur Ver­bes­se­rung der Bar­rie­re­frei­heit er­ar­bei­tet. Bür­ger­meis­ter Ro­land Tho­mas be­zeich­nete das Pro­jekt als sehr am­bi­tio­niert und als "Qua­litäts­merk­mal für den Kur- und Tou­ris­mus­stand­ort". Um die­ses um­fang­rei­che Pro­jekt rea­li­sie­ren zu kön­nen, hat sich das NBS er­folg­reich um Un­ter­stüt­zung bemüht. Die Stelle des Pro­jekt­be­treu­ers mit 30 Wo­chen­stun­den wird bis Ende 2018 vom Job­cen­ter Lippe ü­ber das Pro­jekt "­So­ziale Teil­ha­be" mit knapp 28.000 Euro fi­nan­ziert. Die Stadt trägt als Ei­gen­an­teil wei­tere 5.500 Euro und das NBS, das das Pro­jekt auch eh­ren­amt­lich ko­or­di­niert, be­tei­ligt sich mit 1.050 Eu­ro.

vom 14.06.2017 | Ausgabe-Nr. 24A

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