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Ein Märchen wird wahr

Geldsegen für AWO Lipperreihe

 

Oer­ling­hau­sen-Lipper­reihe (k­d). Es klingt wie ein Mär­chen und ist den­noch wahr: Durch ein Tes­ta­ment ist der Orts­ver­band Lipper­reihe der Ar­bei­ter­wohl­fahrt (A­WO) um einen sechs­stel­li­gen Be­trag rei­cher ge­wor­den. Es war aber kein rei­cher On­kel aus Ame­ri­ka, son­dern ein Ehe­paar aus dem Ort, das sich so großzü­gig ge­zeigt hat.

"­Sit­zen Sie gut?", hatte der Tes­ta­ments­voll­stre­cker den AWO-Vor­sit­zen­den Hans Die­ter Stön­ner am Te­le­fon ge­fragt, als er ihm die Nach­richt ü­ber­brach­te. Denn eine sol­che Erb­schaft ist für die AWO kei­nes­wegs all­täg­lich. "­Mir ist kein ähn­li­cher Fall be­kannt", sagte Stön­ner. Die Ver­stor­be­nen hat­ten zu Leb­zei­ten ver­fügt, dass mit dem Er­lös aus dem Ver­kauf von Haus und Grund­stück die AWO Lipper­reihe und das Tier­heim in Bie­le­feld zu glei­chen Tei­len be­dacht wer­den soll­ten. Da­bei war das Ehe­paar gar nicht Mit­glied der AWO ge­we­sen. "Wir wa­ren sehr er­staunt, als wir die Nach­richt vom Amts­ge­richt er­hiel­ten", sagte Stön­ner bei der Jah­res­ver­samm­lung des Orts­ver­eins im evan­ge­li­schen Ge­mein­de­haus. "Wir wuss­ten aber nicht, was auf uns zu­komm­t." Denn der "­di­cke Bro­cken" be­rei­tete ihm zunächst Kopf­zer­bre­chen, kos­tete viel Ar­beit und Zeit. Schließ­lich war der Orts­ver­band gar kein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein. Dies ist je­doch Vor­aus­set­zung, um das Erbe an­tre­ten zu kön­nen. Nach zahl­rei­chen Ge­sprächen wird die AWO Lipper­reihe nun seit Fe­bruar im Ver­eins­re­gis­ter Det­mold ge­führt. Da­mit ist auch ein bes­se­rer Schutz bei wirt­schaft­li­chen Ri­si­ken ge­ge­ben. Bei ei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung im ver­gan­ge­nen De­zem­ber war die dazu not­wen­dige Än­de­rung der Sat­zung ein­stim­mig be­schlos­sen wor­den. Dar­auf­hin stellte sich die Fra­ge, was mit dem Geld ge­macht wer­den soll. Das Haus selbst ist als neue Be­geg­nungs­stätte nicht ge­eig­net, er­klärte der Vor­sit­zende Stön­ner. Dafür seien die Räume zu klein und die Treppe in den ers­ten Stock zu steil. "Ü­ber den Ver­wen­dungs­zweck des Gel­des ha­ben wir noch nicht ge­spro­chen. Wir wis­sen es ein­fach noch nicht", sagte er. Die Erb­schaft ist al­ler­dings zweck­ge­bun­den und muss dem Orts­teil zu­gute kom­men. Es seien auch schon zahl­rei­che Gerüchte im Um­lauf. Da­von stimmt nichts, sagte Stön­ner. "Und ein Hun­de­haus wird es auch nicht." Seit dem Ab­riss der schlich­ten Ba­ra­cke ne­ben der Grund­schule kann die AWO seit 2015 die Ge­mein­deräume der Kir­che nut­zen. An je­dem Mon­tag fin­den hier Ge­spräche bei Kaf­fee und Ku­chen statt, es wird ge­sun­gen, ge­le­sen und ge­spielt. In der Ta­ges­stätte wur­den im vo­ri­gen Jahr ins­ge­samt 1.640 Be­su­cher ge­zählt. Im Durch­schnitt wa­ren je­des Mal 37 Per­so­nen an­we­send. Darü­ber hin­aus or­ga­ni­sier­ten Marg­ret Vogt und Chris­tine Te­ge­ler zahl­rei­che Ta­ges­fahr­ten, Rita Leh­mann be­rei­tete die Frei­zeit in Bad Kis­sin­gen vor.

vom 01.04.2017 | Ausgabe-Nr. 13B

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