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Innovative Ideen im Fokus

Hacker-Teams feiern digitales Programmier-Festival in OWL

 

Lemgo (n­r). 300 ge­niale Köpfe ha­ben beim welt­weit größten in­dus­tri­el­len Hacka­thon, dem Fac­to­ry­Hack2017, die Pro­duk­ti­ons­an­la­gen der Smart­Fac­to­ryOWL ü­ber­nom­men. Ein Hacka­thon ist eine Art "­Ma­ra­thon des Ha­ckens", ü­ber einen fest­ge­leg­ten Zeit­raum – bei Fac­to­ry­Hack in Lemgo 42 Stun­den – tüf­teln krea­tive Pro­gram­mie­rer zu­sam­men dar­an, nütz­li­che, krea­tive oder un­ter­halt­same Soft­wa­re­pro­dukte zu ent­wi­ckeln.

Da­bei her­aus­ge­kom­men sind in Lemgo krea­tive und in­no­va­tive Soft­wa­relö­sun­gen. Das ge­niale für die Pro­gram­mie­rer: Mit dem ech­ten Pro­duk­ti­ons­um­feld der Smart­Fac­to­ryOWL bleibt das "Ha­cken" nicht nur schnöde Theo­rie. Ein ech­ter Mehr­wert für die Teil­neh­mer war die Pra­xis­be­zo­gen­heit. Ein Groß­teil der IT-af­fi­nen Teil­neh­mer hat be­reits an et­li­chen Hacka­thons teil­ge­nom­men. Üb­li­cher­weise fin­den diese auf rein theo­re­ti­scher Ba­sis in dunklen Fa­brik­hal­len statt. Pro­gram­mie­rer, Ent­wick­ler, Stu­die­rende und Di­gi­tal Na­ti­ves ü­ber­wie­gend aus Eu­ro­pa, tra­fen hier auf Ex­per­ten aus Wirt­schaft, Ent­wick­lung und Wis­sen­schaft und ar­bei­te­ten und dis­ku­tier­ten da­bei auf Au­gen­höhe. "Für mich wa­ren die in­spi­rie­rende Um­ge­bung, der the­ma­ti­sche In­put und das Tref­fen von Leu­ten, die Ah­nung von ih­rer Dis­zi­plin ha­ben und mit Lei­den­schaft da­bei sind, eine tolle Er­fah­rung", erzählt Mi­chael, Stu­dent aus Han­no­ver. Mehr wol­len die IT-Cracks nicht von sich preis­ge­ben, denn im­mer noch ist das Wort "Hacker" ne­ga­tiv be­setzt. Die In­ten­tion beim Fac­to­ry­Hack geht al­ler­dings in eine völ­lig an­dere Rich­tung: Ein Wo­chen­ende lang ar­bei­te­ten die Teil­neh­mer in Teams an ih­ren Ideen rund um die The­men Smart Fac­tory und In­dus­trie 4.0. So konn­ten Young- und High Pro­fes­sio­nals in der Smart­Fac­to­ryOWL, ei­ner Hight­ech-Fa­brik, ihre Kennt­nisse ein­brin­gen und im Wett­be­werb um die krea­tivs­ten Pro­duk­ti­deen ge­gen­ein­an­der an­tre­ten. Die in­no­va­tivs­ten Ideen wur­den am Ende mit Jury- und Pu­bli­kums­prei­sen be­lohnt, ge­spon­sert von Phoe­nix Con­tact und dem Cen­trum In­dus­trial IT (CI­IT). "­Die Teil­neh­mer konn­ten ge­mein­sam im Team in ei­nem 42-Stun­den Hacking-Ma­ra­thon bei­spiels­weise ver­schie­dene Apps ent­wi­ckeln und sie di­rekt in ei­ner rea­len Pro­duk­ti­ons­um­ge­bung aus­tes­ten", er­läu­tert Ge­schäfts­füh­re­rin des CI­IT, Sy­bille Hil­ker. Da­bei seien etwa Ideen für den Ein­satz von Droh­nen in der In­dus­trie oder auch in­tel­li­gente As­sis­tenz­sys­teme zur Un­ter­stüt­zung von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen in Fer­ti­gungs­pro­zes­sen ent­stan­den. "Auch wenn wir es nicht ins Fi­nale ge­schafft ha­ben, sind wir be­geis­tert von der Ver­an­stal­tung", erzählt der Pa­der­bor­ner Stu­dent Ste­fan. "Wir konn­ten uns mit In­dus­trie­an­la­gen aus­ein­an­der­set­zen, mit de­nen wir bis­her noch kei­ner­lei Er­fah­run­gen hat­ten." Er­klär­tes Ziel des Fac­to­ry­Hack2017 war es, be­gab­ten Nach­wuchs nach OWL zu lo­cken. "Wir woll­ten die Teil­neh­mer er­le­ben las­sen, wie in­ter­essant und in­no­va­tiv das Um­feld der Pro­duk­ti­ons­tech­nik und de­ren Player in Ost­west­fa­len-Lippe ist", so Sy­bille Hil­ker. Was bei sol­chen Events her­aus­komme sei be­son­ders von Krea­ti­vität und Ide­en­reich­tum ge­prägt. Die Re­so­nanz der Teil­neh­mer war durch­weg po­si­tiv. "Auch wenn wir Teams aus al­ler Her­ren Län­der hier be­grüßen konn­ten, war es doch be­son­ders schön zu hören, dass ge­rade Teams aus Ber­lin und Mün­chen den Weg zu uns ge­fun­den ha­ben, wenn­gleich in ih­ren Hei­mat­stät­ten große Kon­kur­renz­ver­an­stal­tun­gen lie­fen", so Sy­bille Hil­ker.

vom 11.03.2017 | Ausgabe-Nr. 10B

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