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Phantasievolles Spitzen-Ballett

Junge Tänzerinnen begeisterten mehr als 600 Zuschauer mit dem "Nussknacker"

Oer­ling­hau­sen (k­d). Seit 25 Jah­ren be­steht die Bal­lett-Ab­tei­lung des TSV Oer­ling­hau­sen. Zu die­sem Ju­biläum ha­ben sämt­li­che Bal­lett­klas­sen ein kom­plet­tes Stück ein­stu­diert: "­Der Nuss­knacker" nach Pe­ter Tschai­kow­ski. Es wurde ein glanz­vol­ler Nach­mit­tag in der voll­be­setz­ten Aula des Ni­klas-Luh­mann-Gym­na­si­ums.

Vor ge­nau 200 Jah­ren ver­öf­fent­lichte E.T.A. Hoff­mann in Ber­lin seine Erzäh­lung "­Nuss­knacker und Mäu­sekö­nig". Später ver­tonte Pe­ter Tschai­kow­ski die­ses Kunst­mär­chen, das sich zu ei­nem der be­lieb­tes­ten Bal­lette ent­wi­ckel­te. Es spielt in der Weih­nachts­zeit und bot sich da­her auch für die Auf­führung in Oer­ling­hau­sen an. "Trotz des vol­len Ter­min­ka­len­ders bei al­len Fa­mi­lien in der Vor­weih­nachts­zeit hat es ge­klapp­t", sagte Ü­bungs­lei­te­rin Gaby Irr­gang. Sie dankte al­len El­tern, Groß­el­tern und frei­wil­li­gen Hel­fern, die zum Ge­lin­gen des Nach­mit­tags bei­ge­tra­gen ha­ben. Be­reits im Früh­jahr tra­ten die Bal­lett­mäd­chen aus An­lass des Ju­biläums öf­fent­lich auf. Hat­ten sie da­mals nur Aus­schnitte prä­sen­tiert, stand dies­mal ein kom­plet­tes Stück auf dem Spiel­plan. "Jetzt wird es ernst", meinte Gaby Irr­gang. "Jetzt muss man im­mer zum rich­ti­gen Zeit­punkt am rich­ti­gen Ort sein." Doch schon bei den ers­ten Sze­nen er­ken­nen die mehr als 600 an­we­sen­den El­tern, Groß­el­tern und Ge­schwis­ter­kin­der: Die 77 Schü­le­rin­nen im Al­ter zwi­schen vier und 21 Jah­ren ma­chen bei ei­ner recht an­spruchs­vol­len Cho­reo­gra­phie al­les rich­tig. Die So­lo­parts der Kin­der Ma­rie und Fritz­chen sind mit Lea Biere und Lucy Schro­er­lü­cke gut be­setzt. Sie er­hal­ten von On­kel Dros­sel­meyer (Me­lina Irr­gang) einen Nuss­knacker ge­schenkt. Als Ma­rie in der Nacht noch ein­mal zurück­kehrt, trifft sie auf wun­der­same Ge­stal­ten. Der Mäu­sekö­nig (Neele Bei­ne) kämpft mit dem Nuss­knacker (Leo­nie Bram­scher), eine Gruppe von Leb­ku­chen tritt auf, junge Mäuse hu­schen ü­ber die Bühne hin­weg, Schnee­flo­cken tan­zen einen Spit­zen­tanz. Im Schloss der Zucker­fee (Fa­bia Mach) fei­ern die Zucker­kin­der, Har­le­kine und Blu­men ein Fest. Am Ende er­wacht Ma­rie aus ih­ren Träu­men. Für die phan­ta­sie­volle Ge­schichte ha­ben El­tern ebenso far­ben­frohe wie an­spre­chende Kostüme aus der Zeit des Bie­der­meier ge­schnei­dert. Das Büh­nen­bild war eher zurück­hal­tend ge­stal­tet, so dass die Zu­schauer sich auf die tän­ze­ri­schen Leis­tun­gen der Bal­lett­schü­le­rin­nen kon­zen­trie­ren konn­ten. Die ge­samte Auf­führung war ein Be­weis für das hohe Leis­tungs­ni­veau der jun­gen Tän­ze­rin­nen un­ter der Ge­samt­lei­tung von Gaby Irr­gang.

vom 17.12.2016 | Ausgabe-Nr. 50B

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