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» Leopoldshöhe

Bei einer lockeren Party für erneuerbare Energie geworben

Wechselstrom? Nein: Stromwechsel!

 

Oer­ling­hau­sen Leo­polds­höhe (k­d). »Das Thema Strom ist so ak­tu­ell und bri­sant wie seit lan­gem nicht mehr«, meinte Ul­rich Lasar von Bünd­nis 90/­Die Grü­nen in Leo­polds­höhe. Ge­mein­sam mit dem NABU warb der Orts­ver­band der Par­tei bei ei­ner lo­cke­ren »Strom­wech­sel­par­ty« im BIB-Leo für Strom aus er­neu­er­ba­rer Ener­gie.

»Zwei Drit­tel der Be­völ­ke­rung lehnt Atom­kraft ab«, so Lasar vor rund 60 In­ter­es­sen­ten, »a­ber nur 1,3 Pro­zent sind auf grü­nen Strom um­ge­stie­gen. Da wird es Zeit, dass sich et­was be­weg­t.« Be­we­gung sei oh­ne­hin vor­han­den, da die an­gekün­dig­ten Preis­er­höhun­gen um bis zu zehn Pro­zent viele Strom­kun­den zum Nach­den­ken ge­bracht ha­ben. Ein Wech­sel zu ei­nem an­de­ren An­bie­ter werde durch­aus in Er­wä­gung ge­zo­gen. »Al­ler­dings sollte man nicht nur auf den Preis schau­en, son­dern auch auf die Art wie der Strom pro­du­ziert wird«, sagte Lasar. Auch wenn die Kos­ten »eine Idee höher« lie­gen, plä­dierte er dafür, das Au­gen­merk auf »sau­be­ren Strom« zu rich­ten.

In An­be­tracht der dro­hen­den Kli­ma­ka­ta­stro­phe sei ein Um­den­ken er­for­der­lich. Ge­rade durch die Ver­bren­nung fos­si­ler Ener­gie­trä­ger wie Erdöl, Erd­gas und Kohle und den da­mit her­vor­ge­ru­fe­nen Aus­stoß von Koh­len­di­oxid werde die At­mo­s­phäre nach­hal­tig ge­schä­digt. Je­der ein­zelne könne et­was da­ge­gen tun. Un­ter­neh­men wie »­Licht­blick«, »Schönau«, »Na­tur­strom AG« und »­Green­pe­ace Ener­gy« seien zer­ti­fi­ziert, weil der Strom zu 100 Pro­zent aus re­ge­ne­ra­ti­ven Quel­len stammt. Da­durch werde Koh­len­di­oxid ein­ge­spart, herkömm­li­che Kraft­werke auf Atom- oder Koh­le­ba­sis wür­den »sch­licht­weg ü­ber­flüs­sig«.

Ein Wech­sel sei ein­fach: Eine schrift­li­che Ab­sichts­er­klärung und die An­gabe der Num­mer des Strom­zäh­lers genügt. Die Frak­tion und der Orts­ver­band von Bünd­nis 90/­Die Grü­nen ha­ben dies be­reits vor­ge­macht: Mit ei­ner Ur­kunde wur­den sie kürz­lich ge­ehrt, weil sie schon seit fünf Jah­ren Ö­kostrom be­zie­hen. Wei­tere In­for­ma­tio­nen sind un­ter »ww­w.a­tomaus­stieg-sel­ber-ma­chen.­de« zu er­hal­ten.

vom 27.10.2007 | Ausgabe-Nr. 43B

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