LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Detmold

Selbsthilfe eine wichtige Stütze

Langjährig ehrenamtlich Engagierte in der Stadthalle geehrt

Det­mold (m­z). Zehn in der Selbst­hilfe en­ga­gierte Lip­per sind jetzt in der Stadt­halle Det­mold in ei­nem fei­er­li­chen Akt von Ver­tre­tern der Po­li­tik und des Pa­ritäti­schen Lan­des­ver­ban­des ge­ehrt wor­den. Sie alle wa­ren ü­ber Jahre eh­ren­amt­lich als Vor­sit­zende oder Spre­cher un­ter­schied­li­cher Selbst­hil­fe­grup­pen ak­tiv. Ob chro­ni­sche Krank­hei­ten, Sucht, Ein­sam­keit oder Ar­beits­lo­sig­keit: Der (Er­fah­rungs-)Aus­tausch mit Gleich­be­trof­fe­nen hilft vie­len Men­schen bei der Be­wäl­ti­gung schwie­ri­ger Le­bens­si­tua­tio­nen, lin­dert die Ver­zweif­lung oder spen­det Trost. Dafür bie­ten Selbst­hil­fe­grup­pen den rich­ti­gen Rah­men. Die Le­bens­qua­lität ei­ner Re­gion drü­cke sich ü­ber das spür­bare Ge­mein­wohl al­ler Bür­ger aus, be­fan­den Det­molds Bür­ger­meis­ter Rai­ner Hel­ler und Land­rat Frie­del Heu­win­kel in ih­rer An­spra­che. Und dazu habe das große En­ga­ge­ment der Ak­ti­ven in der ge­mein­schaft­li­chen Selbst­hilfe we­sent­lich bei­ge­tra­gen. Die bei­den Po­li­ti­ker si­cher­ten den Eh­ren­amt­lern auch wei­ter­hin ihre Un­ter­stüt­zung zu. Auch die Ver­tre­te­rin der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle Kreis Lip­pe, Ka­rin Mar­ci­niak und Chris­tian Bom­beck, An­sprech­part­ner Selbst­hil­fe­för­de­rung bei der AOK Nord­west, wa­ren voll des Lo­bes für die schei­den­den Eh­ren­aml­ter: Die Selbst­hilfe sei eine wich­tige Stütze in der Ge­sund­heits­ver­sor­gung. Die in­ten­sive Aus­ein­an­der­set­zung der Be­trof­fe­nen ma­che sie zu Spe­zia­lis­ten in ei­nem mehr und mehr un­ü­ber­sicht­li­chen Ver­sor­gungs­sys­tem. Helga Be­cker von der Gruppe "­Ver­waiste El­tern in Det­mol­d" be­dankte sich für die So­li­da­rität und das große Ver­trauen in der ge­mein­sa­men Ver­ar­bei­tung des schwe­ren Ver­lus­tes. Es sei trau­rig mit­er­le­ben zu müs­sen, dass Ge­sell­schaft we­nig be­reit sei, mit­ein­an­der et­was aus­zu­hal­ten. "Es pas­siert im­mer wie­der­", be­rich­tete sie, "dass Freunde oder Nach­barn den Kon­takt ab­bre­chen oder gar die Straßen­seite wech­seln, nur um nicht auf die trau­ern­den El­tern zu tref­fen." Die­ser zu­sätz­li­che Ver­lust im di­rek­ten Um­feld iso­liere Be­trof­fe­ne. Eine Er­fah­rung, die auch Ak­tive an­de­rer Selbst­hil­fe­grup­pen zu be­rich­ten wuss­ten.

vom 19.08.2015 | Ausgabe-Nr. 34A

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten