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"Gamine" war der Hingucker

Seltene Automodelle beim Fiat-500-Treffen

Bad Sal­zu­flen (r­to). Da staun­ten die Ver­an­stal­ter des Fiat-500-Tref­fen nicht schlecht: Am Ein­gang zum Zelt­platz in Holz­hau­sen stand ein ganz sel­te­nes Au­to. Der Gum­mers­ba­cher Frank Schus­ter war mit sei­nem Fiat 500 "­Ga­mi­ne”, Bau­jahr 1969, an­ge­reist. Natür­lich nicht auf ei­ge­ner Ach­se, das hätte mit dem 18-PS-Mo­tor dann wohl doch zu lange ge­dau­ert. Aber auch so war das Auto ein Hin­gucker. In Deutsch­land wur­den da­von nur 30 Stück ver­kauft, be­rich­tete Auto-Spe­zia­list Wer­ner Jung­fer­mann. Der Clou: Auf dem deut­schen Markt gab es den Fiat Ga­mine nur per Ka­ta­log, ü­ber den Her­mes-Post-Shop des Otto-Ver­sands. Ein Skan­dal, der da­mals so­fort zu Pro­tes­ten des Deut­schen KFZ-Han­dels führ­te. So was hatte es zu­vor in Deutsch­land nicht ge­ge­ben. Mit rund drei Me­tern Länge und 3.980 DM Kauf­preis war der ”­Ga­mi­ne” da­mals das kleinste und bil­ligste of­fene Auto hier­zu­lan­de. Das Fahr­zeug, ei­nes der ers­ten Pro­dukte des Ka­ros­se­rie­bau­ers Vi­gnale aus Tu­rin, wurde in den Jah­ren 1967 bis 1970 in ei­ner Stück­zahl von circa 800 bis 1.200 Stück ge­baut, er­klärte Wer­ner Jung­fer­mann, der sel­ber einen ”­Ga­mi­ne” in der Ga­rage ste­hen hat. Heute hat der sel­tene Klein­wa­gen einen Wert von rund 23.000 Euro – wenn man denn einen be­kommt! Aber der Ga­mine war nicht die ein­zige Ra­rität beim Fiat-500-Tref­fen. Auch die nie­der­län­di­schen Freunde aus der Ge­gend um Arn­heim hat­ten wie­der et­was Be­son­ders mit­ge­bracht: einen Steyr-Puch-Kom­bi. Die ös­ter­rei­chi­sche Firma baute die Fi­ats in Li­zenz und war für die gute Ver­ar­bei­tung und die sport­li­chen Va­ri­an­ten be­kannt. Der aus­ge­stellte Kombi hatte da­mals schon mehr­tei­lige Fel­gen. War der Frei­tag als An­rei­se­tag noch et­was mau, ka­men am Sams­tag noch viele Fahr­zeuge hin­zu. Mit ü­ber 60 an­ge­mel­dete Fahr­zeu­gen, un­ter an­de­rem aus Kiel, Ber­lin und Dä­ne­mark so­wie den Fahr­zeu­gen der Kurz­be­su­cher und de­nen der Ver­an­stal­ter war der Hof rund um das Ju­gend­heim gut ge­füllt. Das Wet­ter sorgte für eine su­per Stim­mung. Zum Tei­le­markt am Sams­tag kam auch Klaus Braun von Cas­tello Ri­cam­bi. So konn­ten die Teil­neh­mer ihre Bestände an Er­satz­tei­len wie­der auf­sto­cken. Zur Aus­fahrt mit Se­gel­rund­flug in Oer­ling­hau­sen stell­ten sich 42 Fahr­zeuge ein. So­wohl die Party am Frei­tag als auch am Sams­tag ging bis in die frühen Mor­gen­stun­den. Die letz­ten Teil­neh­mer ver­ließen den Ver­an­stal­tungs­ort am Sonn­tag­mit­tag. Ein schö­nes Tref­fen, in ge­wohnt hei­me­li­ger At­mo­s­phäre ging zu En­de.

vom 20.06.2015 | Ausgabe-Nr. 25B

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