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Neuntes lippisches Fischfest in Barntrup

Matjes, Mustangs, Malerei und Musik

 

Barn­trup (s­f). Barn­trup hat’s ge­nos­sen – das dies­jäh­rige Fisch­fest. Nicht nur das Wet­ter passte mit strah­len­dem Son­nen­schein und gut zwan­zig Grad Cel­si­us, son­dern auch das Pro­gramm. Fisch gab es, so will es der Na­me, in al­len er­denk­li­chen Va­ria­tio­nen. Das »­Bis­mar­ck«-Bröt­chen mit dem im Mai be­son­ders schmack­haf­ten Mat­jes-He­ring ging ebenso »ü­ber den Tisch« wie die ex­klu­sive Fisch­mahl­zeit, der »Hum­mer mit Aio­li«, den Kell­ner des Bur­g­ho­tel Blom­bergs stil­voll am Tisch of­fe­rier­ten. Aber nicht nur auf den Tel­ler gab es reich­lich, son­dern auch auf die Oh­ren. Dafür sorgte be­reits am Vor­mit­tag der orts­ansäs­sige Fan­fa­ren­zug. Am Nach­mit­tag ü­ber­nahm die For­ma­tion »­Brass­Buf­fet« – eine Stim­mungs­blas­ka­pelle in zum An­lass pas­sen­den Koch-Out­fit. Sie schmet­ter­ten einen Som­mer­hit nach dem an­de­ren. Natür­lich dufte auch »A­zu­ro«, die Ode an den blauen Barn­tru­per Him­mel, an die­sem Tag nicht feh­len. Gau­men­schmaus, Oh­ren­schmaus – da fehlte ja nur noch der Au­gen­schmaus. Auch dafür hat­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren beim Fisch­fest ge­sorgt. Kurz­fris­tig ge­lang es, eine Aus­stel­lung von acht Ford Mu­stangs auf die Beine zu stel­len.

Dafür hatte Mar­ke­ting­ver­eins-Mit­glied »Char­ly« Dör­ries ge­sorgt, der seit kur­zem selbst Be­sit­zer ei­nes die­ser Kul­tau­tos ist. Für einen wei­te­ren Au­gen­schmaus sorgte die Künst­le­rin Hei­drun Klu­ger aus Bad Sal­zu­flen. Die 47-Jäh­rige hat sich seit ei­ni­gen Jah­ren auf »­Body Pain­ting«, das Ma­len auf Kör­pern spe­zia­li­siert. Au­gen­zwin­kernd gab sie zu, dass es sie ei­nige Ü­ber­re­dungs­künste ge­kos­tet hat­te, bis die Fisch­fest-Ma­cher da­von ü­ber­zeugt wa­ren, dass »­Body Pain­ting« eben mehr ist als nackte Haut. Die bei­den Mo­dels San­dra Borgstädt und Frauke Stern wa­ren die op­ti­schen High­lights schlecht­hin. Stil­voll in Blau- und Grüntö­nen be­malt, fla­nier­ten sie ü­ber den Markt­platz und dienten un­zäh­lige Male als Fo­to­mo­tiv. »Da­rum geht es in die­ser ver­gäng­li­chen Kunst – das Fo­to, das das Kör­per­bild als Kunst­werk festhäl­t«, er­klärte die Künst­le­rin, wohl wis­send, dass trotz Fi­xie­rung mit Haar­spray die ganze Pracht nach der nächs­ten Du­sche da­hin ist. Viel zu schnell ver­ging die Zeit für so manch be­geis­ter­ten Be­su­cher. Aber ein klei­ner Trost: Nach dem Fisch­fest ist vor dem Fisch­fest. Im nächs­ten Jahr geht’s wei­ter mit Mat­jes, Ma­le­rei und Mu­sik.

vom 07.05.2008 | Ausgabe-Nr. 19A

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