LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Detmold

Handelsschule des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs in Barcelona

Eine Kulturelle und kulinarische Entdeckungsreise

 

Det­mold. Eine beim Reis­ver­an­stal­ter pau­schal ge­buchte Klas­sen­reise mit dem Bus in ir­gend­ein Strand­ho­tel ist kein großes Pro­blem. Aber gleich am ers­ten Abend ei­ner Flug­reise nach Bar­ce­lona im Camp Nou das Spit­zen­spiel ge­gen Vil­la­real se­hen zu wol­len und dies voll­kom­men selbst zu or­ga­ni­sie­ren, ist für Schü­ler schon eine Her­aus­for­de­rung. Im Rah­men ei­ner von der Jahr­gangs­stu­fen­ko­or­di­na­to­rin Anke Hohl­baum in­di­vi­du­ell zu­sam­men­ge­stell­ten Flug­reise nach Bar­ce­lona blieb den Han­dels­schü­lern des Diet­rich-Bon­ho­ef­fer-Be­rufs­kol­legs auch Zeit zur Rea­li­sie­rung der­ar­ti­ger in­di­vi­du­el­ler Wün­sche.

Aus­gangs­punkt al­ler Un­ter­neh­mun­gen war ein Youth Hos­tel, das mit­ten im äl­tes­ten Teil Bar­ce­lo­nas, im Go­ti­schen Vier­tel liegt. Von hier aus wa­ren es je­weils nur we­nige Mi­nu­ten bis zum Strand, zum Ha­fen oder den Ram­blas, der be­kann­ten Fußgän­ger­zone mit­ten in Bar­ce­lo­na.

­Mit Me­tro, Zahn­rad- und Seil­bahn ging es bei­spiels­weise auf den Mont­juic, um von dem auf dem Gip­fel be­find­li­chen Fes­tungs­an­la­gen einen Blick ü­ber die Stadt zu ge­nießen und an­sch­ließend das dort be­find­li­che Olym­pia­gelände von 1992 zu er­kun­den oder das Miró-Mu­seum zu be­su­chen. Kul­tu­relle Höhe­punkte wa­ren aber auch der Be­such des Casa Batt­ló. Bei je­dem De­tail des Ge­bäu­des, das wi­schen 1904 und 1906 von An­to­nio Gaudi ge­baut wur­de, hat die­ser sich von der Na­tur in­spi­rie­ren las­sen. Be­reits beim Be­trach­ten der Außen­fassade fühlt man sich durch Farbe und Ge­stal­tung in ein Ko­ral­len­riff ver­setzt. Natür­lich wurde auch das bis­her un­voll­en­dete Meis­ter­werk Gau­dis, die Sa­grada Fa­mi­lia, be­sich­tigt. Auf Grund­lage sei­ner Pläne wird an die­sem »Süh­ne­tem­pel der Hei­li­gen Fa­mi­lie« auch weit nach Gau­dis Tod noch im­mer ge­baut, ein Ende ist nicht ab­zu­se­hen.

A­ber es gab nicht nur Kul­tur, auch für das leib­li­che Wohl wurde ge­sorgt. Eine kleine Gruppe wurde von Anke Hohl­baum zu ei­nem fast nur von Ein­hei­mi­schen be­such­ten ku­li­na­ri­schem Ge­heim­tipp in das Ha­fen­vier­tel Bar­ce­lo­netta ge­führt und ge­noss dank ih­rer fach­kun­di­gen Be­ra­tung jen­seits von Fast-Food vor al­lem frit­tier­tes Gemüse und Fisch in vie­len Va­ria­tio­nen. Den Ab­schluss die­ser an Höhe­punk­ten rei­chen Fahrt bil­dete dann die Kel­le­rei­be­sich­ti­gung bei Frei­xe­net. Da­bei fühlte man sich zwi­schen­durch in das Me­tro­sys­tem der Stadt ver­setzt. Mit klei­nen Elek­tro­zü­gen ging es näm­lich durch die Stol­len, die sich un­ter­halb des Be­triebs­gelän­des in meh­re­ren Eta­gen hin­zie­hen und ins­ge­samt ü­ber 30 Ki­lo­me­ter lang sind. Zum Ab­schluss gab es einen klei­nen Pro­be­schluck.

vom 26.04.2008 | Ausgabe-Nr. 17B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten