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HVV ehrt Andenken an Rudolf Günther

Medaille für Verdienste um den Erhalt historischer Bausubstanz in der Kurstadt

 

Bad Sal­zu­flen (dib). Am Vor­abend des Ta­ges des of­fe­nen Denk­mals im Sep­tem­ber wird in der Kur­stadt erst­mals die Ru­dolf-Gün­ther-Me­daille für Ver­dienste um den Er­halt his­to­ri­scher Bau­sub­stanz in Bad Sal­zu­flen ver­lie­hen, die der Hei­mat- und Ver­schö­ne­rungs­ver­ein (HVV) aus­ge­lobt hat.

Der HVV-Vor­sit­zende Dr. Ste­fan Wie­se­kop­sie­ker stellte in die­ser Wo­che die Me­dail­le, die der re­nom­mierte Dres­de­ner Künst­ler, Ar­chi­tekt und Me­dail­leur Pe­ter Götz Gütt­ler ent­wor­fen und ge­schaf­fen hat, so­wie die Wett­be­werbs­be­din­gun­gen vor. Die bron­zierte Weiß­guss­me­daille mit ei­nem Durch­mes­ser von etwa 110 Mil­li­me­tern trägt auf der Vor­der­seite ein Por­trait des Bad Sal­zu­fler Ar­chi­tek­ten Ru­dolf Gün­ther (1880 bis 1941), sei­nen Na­mens­zug, am Rand die In­schrift "Ich lobe Gott und laß ihn wal­ten, ich bau das Haus und flick die al­ten", so­wie auf Vor­der- und Rück­seite Ab­bil­dun­gen sei­ner Bau­wer­ke. Der für Bad Sal­zu­flen be­deu­tende Ar­chi­tekt hat un­ter an­de­rem das Haus Wen­ken­straße 1, in dem sich heute das Café Klei­ner Grü­nauer be­fin­det, den Ü­ber­bau der Pau­li­nen­quelle auf dem Salz­hof, ei­nige stil­volle Dop­pel­häu­ser in der Molt­ke­straße so­wie das Dop­pel­haus Am Her­for­der Tor 7 und 9, in dem er auch ge­wohnt hat, ge­schaf­fen.

"­Der HVV hat sich schon im­mer für er­hal­tens­werte his­to­ri­sche Bau­denk­mä­ler ein­ge­setzt und dafür auch klei­nere Geld­s­pen­den zur Ver­fü­gung ge­stell­t", er­klärte Dr. Wie­se­kop­sie­ker bei der Vor­stel­lung der Me­dail­le. "Weil wir aber auch Bür­gern, die sich ak­tiv an der Wert­er­hal­tung be­tei­li­gen, ohne fi­nan­zi­elle Hilfe dan­ken wol­len, ha­ben wir uns an ei­nem Pro­jekt der Nach­bar­stadt Her­ford ori­en­tiert, die seit etwa drei Jahr­zehn­ten die Pöp­pel­mann-Me­daille für eben­sol­che Leis­tun­gen ver­gibt. Mit der Ru­dolf-Gün­ther-Me­daille wol­len wir et­was Hoch­wer­ti­ges schaf­fen, denn es han­delt sich hier im­mer­hin um eine Aus­zeich­nung, die Auf­merk­sam­keit schafft." Die Aus­schrei­bung er­folgt jähr­lich in den öf­fent­li­chen Me­dien. Die Zahl der Be­wer­ber ist nicht be­grenzt und es kann sich je­der selbst oder auch dritte Per­so­nen vor­schla­gen. Dazu muss ein An­trag mit Be­grün­dung, Nach­weis von Bau­plä­nen und Zeich­nun­gen so­wie Fo­tos in Druck oder di­gi­ta­ler Form ein­ge­reicht wer­den, der den be­son­de­ren Ein­satz für die Denk­mal­pflege und den Denk­mal­schutz in Bad Sal­zu­flen und den Ort­tei­len durch Ver­öf­fent­li­chung(en) zum The­ma, durch vor­bild­hafte un­d/o­der be­son­dere Re­stau­rie­rung oder Re­no­vie­rung ei­nes Denk­mals oder er­hal­tens­wer­ter Bau­sub­stanz oder den Ein­satz für den Denk­mal­schutz und die -pflege in Bad Sal­zu­flen enthält. Be­wer­bun­gen soll­ten an die E-Mail-Adresse des HVV-Vor­sit­zen­den wie­se­kop­sie­ker@t-on­li­ne.de bis zum 1. Au­gust die­ses Jah­res ein­ge­reicht wer­den.

­Die Ju­ry, die nicht öf­fent­lich ü­ber die Ver­gabe der Ru­dolf-Gün­ther-Me­daille ent­schei­det, setzt sich aus dem Ge­samt­vor­stand des HVV zu­sam­men, die durch Sach­ver­stän­dige aus den Denk­maläm­tern er­wei­tert wer­den kann. Je­des Ju­ry­mit­glied, außer den Sach­ver­stän­di­gen, ist stimm­be­rech­tigt. Bei Stim­men­gleich­heit ent­schei­det die Stimme des Vor­sit­zen­den. Außer­dem be­stimmt die Jury den Ter­min und den Ort der Me­dail­len­ver­gabe so­wie einen Lau­da­tor.

vom 19.02.2014 | Ausgabe-Nr. 8A

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