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Starker Anstieg bei den Beschäftigtenzahlen

Hintergründe zur Zeitarbeit

Det­mold (ab). Die kon­junk­tu­relle Si­tua­tion hat den lip­pi­schen Ar­beits­markt be­lebt. Da­her nut­zen in letz­ter Zeit ver­stärkt die Be­triebe die Dienste der Per­so­nal­dienst­leis­ter. Ins­be­son­dere wer­den Zeit­ar­beit­neh­mer ein­ge­setzt, um kurz­fris­tige Auf­trags­spit­zen ab­zu­fan­gen, wenn Ter­min­schwie­rig­kei­ten dro­hen oder auch um Ur­laub­seng­pässe aus­zu­glei­chen.

Un­ter­neh­men, die sich durch Zeit­ar­beits­kräfte in die­sen Fäl­len ver­stär­ken, sind fle­xi­bel und kön­nen mit ü­ber­schau­ba­ren Per­so­nal­kos­ten kal­ku­lie­ren. Fer­ner ent­fällt für sie der zeit­rau­bende Part der Per­so­nal­sich­tung im not­wen­di­gen Be­wer­bungs­ver­fah­ren.

­Zeit­ar­beit för­dert je­doch auch Be­schäf­ti­gung. Während des Ar­beits­ver­hält­nis­ses, das der Ar­beit­neh­mer mit dem Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men ein­geht, wer­den So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge ge­zahlt. So­mit fließen den So­zi­al­kas­sen Ein­nah­men zu, während der Ar­beits­markt ent­las­tet wird. Um die so­zia­len Rechte der Zeit­ar­bei­ter ab­zu­si­chern, sind ent­spre­chende Ta­rif­ver­träge ge­schlos­sen.

In Lippe wa­ren Mitte 1999 ins­ge­samt 585 Ar­beit­neh­mer bei Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men an­ge­stellt. Bis Mitte des Jah­res 2002 stieg die Zeit­ar­beit in Lippe um knapp 17 Pro­zent an. Da­mit ent­wi­ckelte sich die Zeit­ar­beit in Lippe im Ver­gleich zur Re­gion OWL aber un­ter­durch­schnitt­lich. Hier nahm diese Ar­beits­zeit­form um gut 22 Pro­zent zu (Lan­des­weit be­trägt die Zu­nahme 12 Pro­zent).

We­sent­lich gra­vie­ren­der voll­zog sich die Be­schäf­tig­ten­ent­wick­lung auf dem Sek­tor Zeit­ar­beit von 2002 bis 2006. In­ner­halb von nur vier Jah­ren stieg die Zahl der hier in Lippe ein­ge­rich­te­ten Ar­beitsplätze um 164 Pro­zent an.

Rund die Hälfte der in Zeit­ar­beit be­schäf­tig­ten Män­ner und Frauen wa­ren zu­vor ohne Be­schäf­ti­gung. Fast je­der dritte be­schäf­tigte Zeit­ar­beit­neh­mer nutzt seine be­ruf­li­chen Einsätze und wech­selt im ent­lei­hen­den Be­trieb auf einen kon­ven­tio­nel­len Ar­beits­platz.

Nach neues­ten Stu­dien wer­den bis zum Jahr 2010 annähernd rund vier Mil­lio­nen neuer Ar­beitsplätze in Eu­ropa durch Per­so­nal­dienst­leis­ter für mög­lich ge­hal­ten.

Seit ei­ni­gen Jah­ren schrei­ben die Zeit­ar­beits­fir­men auch in Deutsch­land zwei­stel­lige Zu­wachs­ra­ten. In den letz­ten Jah­ren fan­den bun­des­weit ü­ber eine halbe Mil­lion Men­schen durch Zeit­ar­beit wie­der eine feste An­stel­lung in ei­nem Be­trieb.

Im ge­sam­ten Bun­des­ge­biet sind rund 3.800 Zeit­ar­beits-Un­ter­neh­men an­säs­sig. Mit rund 1.400 von ih­nen ist ein gu­tes Drit­tel im Bun­des­ver­band Zeit­ar­beit ver­tre­ten. Wei­tere In­for­ma­tio­nen zur Zeit­ar­beit so­wie zu die­sem Ver­band sind im In­ter­net un­ter ww­w.b­za.de zu fin­den.

vom 17.10.2007 | Ausgabe-Nr. 42A

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