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Neues Jahresprogramm der städtischen Galerie Eichenmüllerhaus

»Wollen mit Menschen in Kontakt kommen«

 

Lemgo-Brake (m­k). Die städ­ti­sche Ga­le­rie Haus Ei­chen­mül­ler gilt mitt­ler­weile in der Kunst­szene ü­ber Lip­pes Gren­zen hin­aus als sehr be­lieb­ter Ort für Aus­stel­lun­gen al­ler Art. »Es gibt eine ü­beraus große Re­so­nanz. Es hat sich her­um­ge­spro­chen, dass die Künst­ler hier sehr pro­fes­sio­nell be­treut sin­d«, be­rich­tete An­nette Paschke-Leh­mann, Lei­te­rin des Ge­schäfts­be­reichs Kul­tur der Stadt Lem­go, jetzt im Rah­men ei­nes Pres­se­ge­sprächs.

Für diese gute Be­treu­ung ist vor al­lem Lysann Reh­berg ver­ant­wort­lich. Die Mit­ar­bei­te­rin im Ge­schäfts­be­reich Kul­tur der Stadt ist für die Künst­ler erste An­sprech­part­ne­rin bei ih­rer Be­wer­bung wie auch bei der Pla­nung und Um­set­zung der Aus­stel­lun­gen in der Ga­le­rie.

Auch bei der Aus­wahl der Künst­ler selbst gibt man sich in der Ga­le­rie Haus Ei­chen­mül­ler be­son­ders viel Mühe. Ger­hard Well­mer, Vor­sit­zen­der der Aus­stel­lungs­bei­ra­tes: »Nur an­hand von Be­wer­bungs­map­pen kann man die Ar­beit der Künst­ler nicht be­ur­tei­len, wie sie es ver­dient. Hin­ter je­der Kunst steht auch ein Men­sch. Des­halb fah­ren wir auch hin zu den Künst­lern und be­su­chen sie in ih­ren Ate­lier­s.« Das er­laube keine kurz­at­mi­gen Pro­gramme – man benötige schon eine Vor­lauf­zeit von zwei Jah­ren, aber so könne man laut Well­mer auch die ge­bo­tene Ab­wechs­lung auf der gan­zen Breite künst­le­ri­schen Schaf­fens in das Pro­gramm brin­gen. »Wir möch­ten nicht die Vor­stel­lung be­die­nen, im Mu­seum hän­gen nur Bil­der«, so Well­mer.

Und auch das jetzt ver­öf­fent­lichte Pro­gramm für das Jahr 2008 wird die­sen An­sprüchen durch­aus ge­recht. Ne­ben den äußerst span­nen­den Bei­trä­gen des Wett­be­werbs um das Sti­pen­dium »Junge Kunst« – der Preisträ­ger Mirko Mar­tin stellt ab Sonn­tag, 3. Fe­bruar, 11.30 Uhr ak­tu­elle Ar­bei­ten aus – gibt es zum Bei­spiel sur­rea­lis­tisch an­mu­tende Bil­der des Müns­te­ra­ner Ma­lers Klaus Möl­lers, ar­chi­tek­to­ni­sche Ob­jek­te, Zeich­nun­gen und Skiz­zen des Stutt­gar­ter Künst­lers Karl-Heinz Bo­gner, Ar­chi­tek­tur-Fo­to­gra­fie des Ber­li­ners Tho­mas Flor­schuetz oder die fas­zi­nie­rende ab­strakte Ma­le­rei ei­nes Joa­chim Kre­i­en­siek.

Dazu ste­hen noch Koo­ope­ra­ti­ons-Aus­stel­lun­gen in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Lip­pi­schen Künst­ler­bund wie der lip­pi­schen Ge­sell­schaft für Kunst auf dem Pro­gram­m.

Ins­ge­samt neun se­hens­werte Aus­stel­lun­gen war­ten so auf Kuns­t­in­ter­es­sierte und sol­che, die es noch wer­den wol­len.

»Wir wol­len die­ses Haus auch nut­zen, um mit Men­schen aus der Re­gion in Kon­takt zu kom­men«, er­klärte Ger­hard Well­mer. Des­halb su­che man für das Werk­statt­ge­spräch »Woran mein Herz häng­t« noch Kunst­ge­genstände zu de­nen Men­schen aus der Re­gion eine be­son­dere Bin­dung auf­ge­baut ha­ben. Diese sol­len mit kur­zen State­ments der Leute ver­se­hen, dann im An­schluss an die Ver­an­stal­tung für eine Wo­che aus­ge­stellt wer­den.

»Das bringt uns hof­fent­lich eine große Fülle von An­re­gun­gen und viel­leicht ler­nen wir ja auch noch et­was ü­ber die Wahr­neh­mung von Kunst­«, freut sich Ger­hard Well­mer auf eine große Zahl von Teil­neh­mern.

­In­ter­es­sierte soll­ten sich bei Lysann Reh­berg un­ter 05261/213354 oder don­ners­tags bis sonn­tags von 10 bis 18 Uhr di­rekt im Ei­chen­mül­ler­haus un­ter 05261/89396 mel­den.

vom 30.01.2008 | Ausgabe-Nr. 5A

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