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Bundesverdienstkreuz für Professor Dr. Lothar Friedrich Albertin

Politische und soziale Verdienste erworben

 

Kreis Lip­pe/­Horn-Bad Mein­berg (ks). Pro­fes­sor Dr. Lo­thar Fried­rich Al­ber­tin – eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Zeit­ge­schichte und po­li­ti­sche Wis­sen­schaft an der Uni­ver­sität Bie­le­feld hat durch sein lang­jäh­ri­ges En­ga­ge­ment im Tier­schutz so­wie im po­li­ti­schen und so­zia­len Be­reich aus­zeich­nungs­wür­dige Ver­dienste er­wor­ben. In ei­ner Fei­er­stunde ü­ber­reichte Land­rat Frie­del Heu­win­kel im Kreis zahl­rei­cher Gäste an Pro­fes­sor Al­ber­tin im Na­men des Bun­desprä­si­den­ten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land das Ver­dienst­kreuz am Ban­de.

In sei­ner Lau­da­tio er­in­nerte Frie­del Heu­win­kel an den Ver­ein »Tier­schutz der Tat«, der im Jahr 1957 ge­grün­det wurde und seit 1984 un­ter der Ob­hut von Pro­fes­sor Dr. Al­ber­tin steht.

Ein be­son­de­res An­lie­gen des Ver­eins ist es, bei Ju­gend­li­chen den Ge­dan­ken des Tier­schut­zes zu för­dern. Pro­fes­sor Al­ber­tin stellt da­bei einen gu­ten Kon­takt zu Schü­lern und Pro­jekt­grup­pen her und ar­bei­tet eng mit dem Ju­gend­amt der Stadt Det­mold zu­sam­men. Un­ter der Fe­der­führung von Pro­fes­sor Al­ber­tin wurde ein al­ter Bau­ern­hof zu ei­nem mo­der­nen Tier­heim um­ge­baut, in dem nun­mehr viele Schü­ler ein Prak­ti­kum ab­sol­vie­ren. Der Ver­ein »Tier­schutz der Tat« in­stal­lierte für an­onyme Not­fälle die erste »Tier­klap­pe« Nord­rhein-West­fa­lens.

­Seit 1994 ist Pro­fes­sor Al­ber­tin Mit­glied des Bei­rats und seit 1998 des Prä­si­di­ums des Lan­des­tier­schutz­ver­ban­des Nord­rhein-West­fa­len. Schwer­punkt der Ar­beit von Pro­fes­sor Al­ber­tin ist die Wei­ter­ent­wick­lung ver­schie­de­ner Tier­schutz­fra­gen. Auch er­ar­bei­tete er ein Aus­bil­dungs­pro­fil für den Be­ruf »Tier­pfle­ger«, das in die Aus­bil­dungs­ord­nung für die­sen Be­ruf, Fach­rich­tung Tier­heim und Tier­pen­sion, ein­floss. Der von ihm ge­lei­tete Tier­schutz­ver­ein war nach der Neu­ord­nung ei­ner der ers­ten Aus­bil­dungs­be­triebe in Nord­rhein-West­fa­len. Pro­fes­sor Al­ber­tin war Vor­sit­zen­der der Prü­fungs­kom­mis­sion und ar­bei­tete Prü­fungs­the­men aus­.

­Des wei­te­ren ist Dr. Al­ber­tin seit 1987 Mit­glied der Tier­schutz­kom­mis­sion bei der Be­zirks­re­gie­rung Det­mold. Diese Kom­mis­sion wurde auf­grund der No­vel­lie­rung des Tier­schutz­ge­set­zes im Jahre 1986 mit Wir­kung vom 1. Ja­nuar 1987 ein­be­ru­fen. Auf­gabe der Kom­mis­sion ist es, die zu­stän­dige Behörde bei der Ent­schei­dung ü­ber die Ge­neh­mi­gung von Tier­ver­su­chen zu un­ter­stüt­zen. Seine um­sich­ti­ge, auf Ver­mitt­lung und Aus­gleich be­dachte Vor­ge­hens­wei­se, vor al­lem bei den Dis­kus­sio­nen ü­ber An­trä­ge, wel­che in der Kom­mis­sion kon­tro­vers be­ra­ten wer­den, wird all­seits ge­schätz­t.

Von 1992 bis zum Jahr 2004 war Herr Pro­fes­sor Al­ber­tin Vor­sit­zen­der des Kur- und Ver­kehrs­ver­eins Bad Mein­berg. Seit­her ist er Eh­ren­vor­sit­zen­der die­ses Ver­eins. Al­ber­tin war maß­geb­lich daran be­tei­ligt, dass das Staats­bad Mein­berg und die Stadt Horn-Bad Mein­berg en­ger zu­sam­men­ar­bei­ten, um Wege zu fin­den, die aus wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten führen, die durch Auf­kün­di­gun­gen und Auf­gabe von Kur­kli­ni­ken so­wie den Rück­gang von Kur­gäs­ten und Ü­ber­nach­tun­gen ent­ste­hen. Pro­fes­sor Al­ber­tin war da­bei Mo­tor und Weg­be­rei­ter von Wer­be­ak­tio­nen mit ei­nem ei­gens ent­wor­fe­nen und in Auf­trag ge­ge­be­nen In­fo­mo­bil. Des wei­te­ren nannte Land­rat Frie­del Heu­win­kel in sei­ner Lau­da­tio die lo­bens­werte Mit­ar­beit am run­den Tisch zur Er­ar­bei­tung von Ein­zel­maß­nah­men für den »Hand­lungs­rah­men Kur­or­te«, der Grün­dung der Stadt­mar­ke­ting Horn-Bad Mein­berg GmbH und des In­sti­tuts für Tin­ni­tus­for­schung und -the­ra­pie der po­si­ti­ven Ent­wick­lung des Yoga-Zen­trums »Haus Yoga-Vi­dya«. Von 1995 bis zum Jahr 2002 war Pro­fes­sor Al­ber­tin ers­ter Vor­sit­zen­der des Bad Mein­ber­ger Frei­bad­för­der­ver­eins. Als sich der Ü­ber­gang des Schwimm­ba­des von der Stadt in die Trä­ger­schaft des Schwimm­b­ad­ver­eins schwie­rig ge­stal­te­te, ge­lang es Pro­fes­sor Al­ber­tin in zähen Ver­hand­lun­gen mit viel Di­plo­ma­tie und Elan, das Pro­jekt auf den Weg zu brin­gen.

­Des Wei­te­ren ist Pro­fes­sor Al­ber­tin Mit­glied des Prä­si­di­ums der deutsch-ma­da­gas­si­schen Ge­sell­schaft, de­ren Zweck die För­de­rung der Be­zie­hun­gen auf per­sön­li­chem, kuI­tu­reIl-wirt­schaft­li­chem und wis­sen­schaft­li­chem Ge­biet ist. Für seine Ver­dienste er­hielt Pro­fes­sor Al­ber­tin be­reits 1993 den Preis für »Her­aus­ra­gende Leis­tun­gen in der In­ter­na­tio­na­len Hoch­schul­zu­sam­men­ar­beit« des Bun­des­mi­nis­ters für Bil­dung und For­schung.

vom 23.01.2008 | Ausgabe-Nr. 4A

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