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Schüler der Heinz-Sielmann-Schule Oerlinghausen lesen ihr eigenes Werk

»Geschichten weisen Wege«

 

Kreis Lippe (ms). Es war eine Le­sung »­der et­was an­de­ren Ar­t«, die am Sonn­tag im Det­mol­der Som­mer­thea­ter statt­fand: Die zwan­zig Schü­ler der 6c der Heinz-Siel­mann-Schule Oer­ling­hau­sen tru­gen ge­konnt und auf ab­wechs­lungs­rei­che Art und Weise eine Ge­schichte vor, die sie selbst ge­schrie­ben hat­ten.

Das Pro­jekt wurde in die Wege ge­lei­tet, um ei­nem Wunsch des schwer er­krank­ten Leh­rers Gün­ter Ober ge­recht zu wer­den. Mit dem Vor­satz, je­den Tag et­was Be­son­de­res zu ma­chen, ar­bei­tete er mit den Schü­lern mehr als ein hal­bes Jahr an den Tex­ten und ent­warf ne­ben­bei die Bil­der zu der Ge­schich­te. Letzt­end­lich führte die­ses Pro­jekt da­hin, dass sich die fan­ta­sie­vol­len und krea­ti­ven Schü­ler mit viel Spaß und Aus­dauer auf eine schöp­fe­ri­sche Art ver­wirk­li­chen konn­ten.

­Die Ge­schichte vom ein­sa­men Mann und dem Hund mit den trau­ri­gen Au­gen wurde als Buch ge­druckt. Die Stif­tung »Le­sen« no­mi­nierte die Haupt­schul­klasse für den Schul-Ju­gend-Preis des Deut­schen Vor­le­se­prei­ses 2007. Mit Un­ter­stüt­zung des Li­te­ra­tur­büros Ost­west­fa­len-Lippe schaff­ten die Ge­schich­ten­schrei­ber nun den Sprung auf die Büh­ne.

­Zum Ab­schluss der Ver­an­stal­tung war noch die Schau­spie­le­rin Nina Pe­tri mit dem Mär­chen »­Der Kö­nig, der nicht sprach«, das John le Carré für Kin­der und Er­wach­sene ge­schrie­ben hat­te, zu hören. Nina Pe­tri (be­kannt aus zahl­rei­chen Kino- und TV-Pro­duk­tio­nen wie »Em­mas Glück«, »Rote Er­de« so­wie von Auf­trit­ten beim Li­te­ra­tur- und Mu­sik­fest »­Wege durch das Lan­d«), die schwer be­ein­druckt von der Krea­ti­vität und Em­pa­thie der Schü­ler war, ü­ber­nahm spon­tan die Schirm­herr­schaft für das Pro­jek­t.

Am Ende der Ma­ti­nee wurde noch ein­mal das ei­gent­li­che Ziel der Ver­an­stal­tung, die im Rah­men des Lese- und Li­te­ra­tur­pro­gram­mes »Ret­tet die Fan­ta­sie« statt­fand, ver­deut­licht: »Fan­ta­sie und Krea­ti­vität müs­sen ge­för­dert wer­den. Schließ­lich sind das die Din­ge, die ei­nem ein gan­zes Le­ben lang da­bei hel­fen rich­tige Ent­schei­dun­gen zu tref­fen.«

vom 16.01.2008 | Ausgabe-Nr. 3A

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