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Zeitarbeit wird auch in Deutschland etwas ganz Normales

Weiter auf dem »Vormarsch«

 

Kreis Lip­pe. Das Thema »­Zeit­ar­beit« stand jetzt im Mit­tel­punkt ei­ner Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung der lip­pi­schen Mit­tel­stands­ver­ei­ni­gung. Ex­per­ten der Ar­beit­s­agen­tur und von Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men dis­ku­tier­ten mit in­ter­es­sier­ten Mit­telständ­lern ü­ber Per­spek­ti­ven der Zeit­ar­beit. Mi­chael Zöll­ner freute sich als Vor­sit­zen­der der Mit­tel­stands­ver­ei­ni­gung Lippe ü­ber das große In­ter­es­se.

»­Zeit­ar­beit ist auch aus Sicht der Agen­tur für Ar­beit ei­nes in ei­ner größe­ren Reihe von In­stru­men­ten, die zur Re­du­zie­rung von Ar­beits­lo­sig­keit führen kön­nen«, er­klärte für die Agen­tur Rai­ner Schnietz. »­Neue Un­ter­su­chun­gen be­schrei­ben einen zu­neh­men­den Kle­be­ef­fekt Mehr als ein Drit­tel der be­schäf­tig­ten Zeit­ar­bei­ter fan­den eine An­stel­lung in dem Un­ter­neh­men, bei dem sie ein­ge­setzt wa­ren.«

Hier­auf baut auch das Netz­werk Lip­pe. Die kreis­ei­gene Ge­sell­schaft be­schäf­tigt ak­tu­ell 700 Zeit­ar­beit­neh­mer. Ziel ist nicht die Ge­winn­er­zie­lung, son­dern der so­zi­al­po­li­ti­sche Auf­trag zu­sätz­li­che Ar­beitsplätze zu schaf­fen und Men­schen in Ar­beit zu ver­mit­teln. Die Mit­ar­bei­ter des Netz­wer­kes ver­die­nen ge­nauso viel wie die ü­b­ri­gen Mit­ar­bei­ter in den Fir­men, in de­nen sie ein­ge­setzt wer­den. Ziel sei es, die Zeit­ar­bei­ter schnellst­mög­lich in Be­schäf­ti­gung bei den Pri­vat­un­ter­neh­men zu brin­gen. Da­her sei eine Ü­ber­nahme je­der­zeit mög­lich.

Der Land­tags­ab­ge­ord­nete Wal­ter Kern for­der­te, die In­ter­es­sen der Be­schäf­tig­ten zu wah­ren. Ar­beits­ver­hält­nisse dürf­ten nicht zu Jobs ver­kom­men, son­dern müss­ten auch Si­cher­heit ver­mit­teln. Dies sieht Hol­ger Pie­ning, Ge­schäfts­füh­rer von Pie­ning Per­so­nal-Ser­vice, in sei­nem fa­mi­li­en­ge­führ­ten Un­ter­neh­men ge­währ­leis­tet: »­Bei uns hat es in den zurück­lie­gen­den Jah­ren nie be­triebs­be­dingte Kün­di­gun­gen ge­ge­ben. Wenn es ei­nem ein­zel­nen Un­ter­neh­men oder ei­ner Bran­che schlecht geht und dort Per­so­nal ab­ge­baut wer­den muss, set­zen wir un­sere Mit­ar­bei­ter in an­de­ren Be­rei­chen ein. Mit­ar­bei­ter in der Zeit­ar­beit ha­ben die Mög­lich­keit, viele ver­schie­dene Ar­beitsplätze ken­nen zu ler­nen, breite Er­fah­run­gen zu sam­meln und sich so wei­ter zu ent­wi­ckeln, müs­sen al­ler­dings auch eine hohe Fle­xi­bi­lität und In­te­gra­ti­ons­be­reit­schaft mit­brin­gen.«

vom 19.12.2007 | Ausgabe-Nr. 51A

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