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» Horn-Bad Meinberg

Eine 425 Jahre alte Tradition – Kläschen mit Bardentreffen am 6. bis 8. November in Horn

Gaukelei, Gesang, Gaumenfreuden und Kirmes

 

Horn (ck). Die in ers­ter Li­nie eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter für den Klä­schen­markt ha­ben sich so rich­tig ins Zeug ge­legt, um die­ses Spek­ta­kel auf die Beine zu stel­len. Dafür ist ein großes eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment der Bür­ger­schaft und Un­ter­stüt­zung von Sei­ten der Stadt, des Stadt­mar­ke­ting, des Lan­des­ver­ban­des Lip­pe, des Krei­ses und der LTM (Lippe-Tou­ris­mus-Mar­ke­ting) und Spon­so­ren er­for­der­lich.

Das erste Bar­den­tref­fen in Horn fand 2008 statt. Die große Re­so­nanz ver­an­lasste das Or­ga­ni­sa­ti­ons­team der IHG (In­ter­es­sen­ge­mein­schaft Horn­scher Ge­wer­be­trei­ben­der) zu ei­ner Neu­auf­la­ge. Ziel ist es, den Klä­schen­markt mit Bar­den­tref­fen als re­gel­mäßige Ver­an­stal­tung aus­zu­bauen und als Marke zu fes­ti­gen. Die Stadt Horn ver­fügt ü­ber einen his­to­ri­schen Stadt­kern mit Wallan­la­gen und zahl­rei­chen his­to­ri­sche Ge­bäu­den und bie­tet des­halb einen wür­di­gen Rah­men. Ge­sang, Schau­spiel, Gau­men­freu­den, Phan­ta­sie­we­sen, Gau­ke­lei und Kir­mes lo­cken die Gäste in die Hor­ner In­nen­stadt. Eine »­Zei­ten­schleu­se« in der Mit­tel­straße am Rat­haus er­mög­licht den Zu­gang vom neu­zeit­li­chen Markt zum mit­tel­al­ter­li­chen-. Die­ses Tor ver­bin­det die Jahr­hun­derte mit­ein­an­der. Von Licht­ef­fek­ten und auf­stei­gen­dem Ne­bel be­glei­tet, voll­führt man beim Durch­schrei­ten einen ef­fekt­vol­len Zei­ten­sprung.

Um 14 Uhr am Frei­tag, 6. No­vem­ber, öff­net der Lu­n­a­park mit kin­der­freund­li­chen An­ge­bo­ten und 15 Mi­nu­ten Frei­fahrt auf al­len Ka­rus­sells. Ab 17 Uhr kann in der Burg­scheune so­wie in den zahl­rei­chen Gast­stät­ten Rin­der­wurst ge­ges­sen wer­den. Ab 20 Uhr wird in den Knei­pen von Horn ge­fei­er­t.

Am Sams­tag be­ginnt das mit­tel­al­ter­li­che Spek­ta­kel um 14 Uhr. Der Lu­n­a­park wird zeit­gleich mit dem mit­tel­al­ter­li­chen Markt eröff­net und bie­tet reich­lich Aus­wahl an An­ge­bo­ten wie Fil­ze­rei, We­be­rei, Drech­se­lei, Arm­brust­schießen, Kräu­ter­hexe, Wahr­sa­ge­rin und vie­lem mehr. Span­nend wird es mit dem »schwar­zen Fürs­ten«. Bei ihm kön­nen Kin­der eine Rit­ter­prü­fung ab­le­gen. Zu­dem wird Speck­stein­schnit­zen an­ge­bo­ten oder man lauscht den Mär­chen des Rie­sen Hag­grit. Ein ech­ter Hin­gu­cker ist das mit­tel­al­ter­lich, hand­be­trie­bene Ka­rus­sell, ein Nach­bau nach Ori­gi­nal­plä­nen aus dem 15. Jahr­hun­dert. Um 15 Uhr ist der Start für das Kin­der­pro­gramm in der Burg­scheune mit Spec­ta­cu­lum Sau­resa­ni, ei­nem mit­tel­al­ter­li­chen Gauk­ler­zir­kus für Kin­der. Die Ju­gend­feu­er­wehr Horn-Bad Mein­berg ver­zau­bert die Stadt um 17 Uhr mit ih­rer Il­lu­mi­na­tion. Die Be­völ­ke­rung von Horn wird auf­ge­ru­fen, in die­ser Zeit ihre Fens­ter mit Kern­zen oder Lich­tern zu­sätz­lich zu be­leuch­ten.

­Mit­tel­al­ter­li­che Stim­mung kommt um 19 Uhr mit dem Bar­den­sprung nach Horn; mit Bar­den und Spiel­leu­ten, wie Spec­ta­cu­la­ti­us, der Barde Mi­chael, Ob­lec­to, Sil­ber­visch und Arne Feu­er­schlund, geht es bis nachts stim­mungs­voll durch die Knei­pen. Sie ver­zau­bern mit ih­ren Ge­sän­gen, Ge­schich­ten und Kunst­stü­cken. Als Kon­trast­pro­gramm la­den Rai­ner Ga­lota mit dem Hang und Burk­hart Hum­mel mit sei­ner Rah­men­trom­mel um 22 Uhr in die il­lu­mi­nierte Hor­ner Stadt­kir­che zu ei­ner be­sinn­li­chen Stunde »mu­sica my­sti­ca« ein.

Der Sonn­tag (8. No­vem­ber) be­ginnt um 11 Uhr mit ei­nem aus­gie­bi­gen Bau­ern­frühstück in der Burg­scheu­ne. Wer nicht frühstü­cken möch­te, kann ü­ber den his­to­ri­schen Markt auf dem Burg­markt schlen­dern. Der »­Markt der Mög­lich­kei­ten« öff­net sich dem Be­su­cher­strom ab 13 Uhr. Kunst­hand­werk und vie­les mehr er­war­tet die Be­su­cher. Gleich­zei­tig sind alle Hor­ner Ge­schäfte geöff­net und lo­cken mit at­trak­ti­ven An­ge­bo­ten. Für die ganze Fa­mi­lie gibt es reich­lich An­ge­bote in der Burg, eine Schreib­werk­statt für Kin­der, Mu­se­ums- und Burg­führun­gen, eine Mär­chen­erzäh­le­rin oder auch das stets um­ringte und be­liebte Kin­der­schmin­ken. Um 14.30 und um 17.30 Uhr ist Gän­se­haut ga­ran­tiert; Kin­der von 5 bis 10 Jah­ren kön­nen eine gru­se­lige Ge­spens­ter­führung mit Tanz und Spuk­ge­sän­gen er­le­ben.

Das Bar­den­tref­fen, si­cher ein Höhe­punkt des Ta­ges, er­füllt die Stadt mit Ge­sang und Spaß. Bar­den, Spiel­leute und Stadt­pfei­fer, Wal­ter von der Koh­len­hal­de, der Barde Mi­chael, das Duo Sil­ber­visch und die Zwei von der Schank­stelle spie­len alle 30 Mi­nu­ten im Wech­sel auf dem Burg­platz, in der Burgstraße, vor der Volks­bank und an der Kreu­zung Wal­lapo­the­ke.

Um 18.30 Uhr geht die­ses Fest zu En­de, aber nicht still und lei­se, son­dern mit ei­nem Feu­er­spek­ta­kel der be­son­de­ren Art auf der Bühne in der Burgstraße.

vom 04.11.2009 | Ausgabe-Nr. 45A

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