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» Oerlinghausen

Im Notfall ist beim Weihnachtsmarkt jeder Anwohner bereit auszuhelfen

Familienfest aller Bergstädter

Oer­ling­hau­sen (k­d). Al­lein der ob­li­ga­to­ri­sche Mann mit weißem Bart und in ro­ter Ja­cke fehlte dies­mal - der 29. Oer­ling­hau­ser Weih­nachts­markt war den­noch ein großes »Fa­mi­li­en­tref­fen« für all je­ne, die sich der Berg­stadt ver­bun­den fühlen.

Es habe in den Vor­jah­ren schon eine wahre In­fla­tion an Weih­nachts­män­nern ge­ge­ben, des­halb habe man jetzt dar­auf ver­zich­tet, meinte Horst Stein­küh­ler, der Vor­sit­zende des Ver­kehrs- und Ver­schö­ne­rungs­ver­eins (VV­V). Eh­ren­amt­lich sind zahl­rei­che Mit­glie­der des Ver­eins und viele wei­tere Hel­fer da­mit be­fasst, das zweitä­gige Er­eig­nis zu or­ga­ni­sie­ren. »Das Ganze ist stets mit furcht­bar viel Ar­beit ver­bun­den«, meinte Stein­küh­ler. Trotz gu­ter Vor­be­rei­tung fehle am Ende hier noch ein Was­ser­schlauch und dort noch ein Ver­län­ge­rungs­ka­bel. »­Zum Glück ha­ben wir je­des Mal hilfs­be­reite Pri­vat­leute ge­fun­den, die dann aus­hel­fen kön­nen«, sagte der VVV-Vor­sit­zen­de. In Oer­ling­hau­sen sei die Un­ter­stüt­zung durch die Be­völ­ke­rung aus­ge­spro­chen hoch. Stein­küh­ler: »Im Not­fall sa­gen uns die An­woh­ner: Ihr könnt gern Strom und Was­ser krie­gen, auch wenn ich nicht weiß, was es kos­tet.«

­Der Weih­nachts­markt habe sich ohne Zwei­fel eta­bliert, meinte Stein­küh­ler. »Nach so vie­len Jah­ren sei das schließ­lich nicht ver­wun­der­lich.« Zum ers­ten Mal lernte der Bei­ge­ord­nete Hans-Jörg Gast den Weih­nachts­markt ken­nen. »Er wird ganz be­geis­tert sein, wie schön das hier sein kann«, meinte Stein­küh­ler zu­ver­sicht­lich. Der stell­ver­tre­tende Bür­ger­meis­ter Erich Schmitt dankte dem VVV und den 100 Stand­be­trei­bern für ih­ren Ein­satz. Ganz be­son­ders be­grüßte Stein­küh­ler eine De­le­ga­tion aus der franzö­si­schen Part­ner­stadt Vil­lers lès Nan­cy. »Ich finde es gut, dass die Freunde aus Loth­rin­gen kom­men und ihre Pro­dukte hier ver­kau­fen.« Am Stand vor dem Stadt­ho­tel konn­ten die Be­su­cher die Spe­zia­lität des Or­tes - Mi­ra­bel­len - in vie­ler­lei Weise kos­ten: als Mar­me­la­de, Li­kör und als Grog. Im kom­men­den Mai wird er­neut eine große Ab­ord­nung in Oer­ling­hau­sen er­war­tet, um das zwan­zig­jäh­rige Be­ste­hen der Städ­te­part­ner­schaft zu fei­ern.

Von dem Tru­bel und dem Ge­dränge auf der Haupt­straße ließ sich Chri­stoph Klein nicht be­ir­ren. Der Schü­ler führte am Stand des Ro­tary Clubs Det­mold-Oer­ling­hau­sen gern vor, wie ein Nist­kas­ten für Mei­sen zu­sam­men­ge­baut wird. An der Frö­bel­schule wer­den das ganze Jahr ü­ber Nist­hil­fen für Vö­gel und Fle­der­mäuse so­wie Fut­terkäs­ten pro­du­ziert. »Dazu ha­ben wir die Schü­ler­firma Holz­power ge­grün­det«, er­klärte die Ge­schäfts­füh­re­rin An­nika Gra­be. Auf frei­wil­li­ger Ba­sis sind der­zeit acht Schü­ler be­tei­ligt. »Wir schließen einen rich­ti­gen Ver­trag ab«, meinte die Ge­schäfts­füh­re­rin, »und wir neh­men auch nicht je­den.« Der Ro­tary Club hat sich der Ju­gend­för­de­rung in und um Oer­ling­hau­sen ver­schrie­ben, sagte Prä­si­dent Pe­ter Gie­se, des­halb wolle man den Frö­bel­schü­lern auch eine Platt­form bie­ten.

Auf dem Amts­gar­ten wa­ren 20 von ins­ge­samt 30 Mit­glie­dern des Li­ons Club so­wie die Part­ne­rin­nen im Ein­satz: Im gut ge­heiz­ten Zelt gab es Se­cond­hand-Klei­dung, da­vor wur­den Ge­tränke und Würst­chen so­wie an ei­nem wei­te­ren Stand Lose an­ge­bo­ten. Li­ons-Prä­si­dent Karl-Fried­rich Hae­ger freute sich, dass mit den Ein­nah­men Kurse in the­ra­peu­ti­schem Rei­ten für Ju­gend­li­che fi­nan­ziert wer­den kön­nen. Der VVV hatte sämt­li­che Stand­be­trei­ber um eine Spende ge­be­ten, die dies­mal der vor­schu­li­schen Er­zie­hung in den Oer­ling­hau­ser Kin­der­gär­ten zu­gute kom­men soll.

vom 15.12.2007 | Ausgabe-Nr. 50B

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