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Referendarsfortbildung: Der Weg des Getreidekorns

Landwirte schulen »Jung-Lehrer«

 

Kreis Lip­pe. Brot, Bröt­chen, Müsli und Ku­chen – wie selbst­ver­ständ­lich ste­hen diese Pro­dukte auf dem Spei­se­plan. Ge­trei­de­pflan­zen lie­fern die Grund­lage für diese Le­bens­mit­tel und so­mit für einen er­heb­li­chen Teil der mensch­li­chen Ernährung – und das schon seit Jahr­tau­sen­den. Wie aber wird Ge­treide an­ge­baut? Im Rah­men ei­ner Re­fe­ren­dars­fort­bil­dung des Lip­pi­schen Land­wirt­schaft­li­chen Haupt­ver­eins (LL­HV) am Don­ners­tag ver­folg­ten 30 an­ge­hende Lehr­kräfte des Stu­dien­se­mi­nars Det­mold für die Fächer Bio­lo­gie und Erd­kunde den Weg des Ge­trei­des. Sie in­for­mier­ten sich auf dem Rit­ter­gut Hor­nol­den­dorf in Det­mold-Hor­nol­den­dorf ü­ber den An­bau des Korns. An­sch­ließend be­sich­tig­ten sie die Bun­des­for­schungs­an­stalt für Ernährung und Le­bens­mit­tel, Stand­ort Det­mold - In­sti­tut für Ge­treide-, Kar­tof­fel- und Stär­ke­tech­no­lo­gie.

Wo wächst das Ge­trei­de? Wel­che Bo­den­ar­ten herr­schen vor? Wel­che An­sprüche ha­ben die un­ter­schied­li­chen Pflan­zen an den Bo­den? - Die Päd­ago­gen er­fuh­ren zunächst auf dem Rit­ter­gut Hor­nol­den­dorf wie das Ge­treide an­ge­baut wird. Der Land­wirt Matt­hias Schmit­franz be­rich­tete von der Aus­saat, ü­ber die Pfle­ge­maß­nah­men bis hin zur Ernte des Korns. Die Leh­rer er­hiel­ten viele In­for­ma­tio­nen von Dirk Höke, Pflan­zen­bau- und Pflan­zen­schutz­be­ra­ter der Land­wirt­schafts­kam­mer, zum Bei­spiel ü­ber das Ö­ko­sys­tem Ge­trei­de­feld, zur Frucht­folge und zur Bo­den­frucht­bar­keit oder zu den ver­schie­de­nen Ge­trei­de­ar­ten und - krank­hei­ten. »Im zwei­ten Teil ging es in der Bun­des­for­schungs­an­stalt in Det­mold spe­zi­ell um die Ge­treide-, Mül­le­rei- und Bä­cke­rei­tech­no­lo­gie. Dr. Si­mone Se­ling ver­mit­telte einen Ü­ber­blick ü­ber die Ge­trei­de­for­schung und –­ver­ar­bei­tung. Sie mach­ten ins­be­son­dere die Qua­litäts­an­for­de­run­gen deut­lich, die das Ge­treide aus der Ur­pro­duk­tion mit­brin­gen muss, um hoch­wer­tige Le­bens­mit­tel dar­aus her­stel­len zu kön­nen. Nach der Be­sich­ti­gung der Bun­des­for­schungs­an­stalt stand eine Dis­kus­sion auf dem Pro­gramm. Hein­rich Kem­per, Vor­sit­zen­der des Lip­pi­schen Land­wirt­schaft­li­chen Haupt­ver­eins, sprach zum Thema »Ern­te, Märk­te, Preise - Ent­wick­lung der Ge­trei­demärkte - Er­zeu­gung und Ver­brauch«. Hier ging es um die Trends auf den Märk­ten für Agra­rer­zeug­nis­se, Nah­rungs­mit­tel und im Be­reich Bio­ener­gie. »­Denn seit ge­rau­mer Zeit zeich­net sich eine enge Ver­sor­gungs­si­tua­tion beim Ge­treide ins­ge­samt und vor al­lem beim Wei­zen ab«, er­läu­tert Kem­per. Die Ge­trei­de­menge rei­che nicht aus, die Nach­frage zu de­cken. Kem­per ging auf die Gründe für den star­ken An­stieg beim Ver­brauch und mög­li­che Ent­wick­lun­gen ein. »Wir ha­ben heute viel ü­ber den Acker­bau und den Weg des Ge­trei­des, aber auch ü­ber Land­wirt­schaft mit sei­nen vor- und nach­ge­la­ger­ten Be­rei­chen er­fah­ren«, sagt Eck­hardt Rab­sahl, Fach­lei­ter für Erd­kunde des Stu­dien­se­mi­nars Det­mold. Der Land­wirt Matt­hias Schmit­franz be­rich­tete von der Aus­saat, ü­ber die Pfle­ge­maß­nah­men bis hin zur Ernte des Korns.

vom 15.12.2007 | Ausgabe-Nr. 50B

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