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»Mukketier-Bande« rockten auf dem Bauernhof »Waldmühle« in Dörentrup

Country und Hillbilly in Hillentrup

 

Dören­trup-Hil­len­trup (da). Eine außer­ge­wöhn­li­che Ver­an­stal­tung fand jetzt auf ei­nem Bau­ern­hof Hil­len­trup statt. Un­ter dem Ti­tel »­Frisch vom Hof« gab dort die be­son­ders bei Kin­dern be­liebte Rock­nRoll-For­ma­tion »Muk­ke­tier-Ban­de« ein heißes Open-Air-Kon­zert im dop­pel­ten Sin­ne. Denn ne­ben dem mit­reißen­den Rock­num­mern fand der Auf­tritt in der brüten­den Mit­tags­hitze statt. Während viele Be­su­cher den Schat­ten der Scheu­nen nutz­ten, spiel­ten die fünf Mu­si­ker in pral­ler Sonne und bäu­er­lich sti­lecht auf ei­nem großen Trecke­ran­hän­ger, der als Bühne diente. Die Ber­li­ner Band er­freut sich der­zeit nicht nur beim jun­gen Pu­bli­kum großer Be­liebt­heit, son­dern zieht stets auch er­wach­se­nes Pu­bli­kum an. Die »Muk­ke­tier-Ban­de« ist durch Funk und Fern­se­hen be­kannt ge­wor­den und hat erst im Früh­jahr den Ad­mi­ral­spa­last in Ber­lin aus­ver­kauft. In Hil­len­trup war der Ein­tritt da­ge­gen frei. Fi­nan­ziert wurde das Er­eig­nis durch den Ver­kauf von Es­sen und Ge­trän­ken.

Die idyl­lisch ge­le­gene Bau­ern­hof­pen­sion »Wald­mühle« stellte die pas­sende Ku­lisse für die coun­try- und hill­billy-las­ti­gen Songs dar. Auch in­halt­lich kam das ganze Kon­zert »­frisch vom Hof«. Die Lie­der wur­den nicht wahl­los an­ein­an­der­ge­reiht, son­dern folg­ten ei­nem mu­si­ka­li­schen Ge­samt­kon­zept. Sän­ger Tom Reiss stellte als Bauer An­ton eine Viel­zahl von Tie­ren sei­nes Ho­fes vor, die al­le­samt Mu­sik lie­ben und auch selbst In­stru­mente spie­len. Ob Atze die Kat­ze, Gerd das Pferd oder Hein das Schwein – da die Ge­schmä­cker der tie­ri­schen Prot­ago­nis­ten da­bei recht ver­schie­den sind, wur­den sti­lis­tisch sehr un­ter­schied­li­che Stü­cke auf zahl­rei­chen In­stru­men­ten prä­sen­tiert. Ne­ben Gi­tar­ren, Schlag­zeug und Con­tra­bass, ka­men Mund­har­mo­ni­ka, Trom­pe­te, Banjo so­wie Geige und Ak­kor­deon zum Ein­satz.

Mit be­geis­tern­der Dy­na­mik wurde da­bei aus­ge­las­sen ge­steppt und ge­jo­delt. Die Mu­si­krich­tun­gen reich­ten von Rocka­billy und Coun­try ü­ber Polka und Tango bis hin zu Swing. Selbst ein Aus­flug in den Reg­gae-Sound klang ka­ri­bisch au­then­tisch und be­wies die mu­si­ka­li­sche Per­fek­tion der ein­zel­nen Mit­glie­der der »Muk­ke­tier-Ban­de«.

So viel­fäl­tig die Bild­spra­che der Mu­sik war, so be­bil­dert wa­ren ei­nige der Zu­schauer in Hil­len­trup. Un­ter die vie­len Ur­laubs­gäs­ten des Ho­fes, Fa­mi­lien mit Kin­dern, misch­ten sich auch »nor­ma­le« 50er-Jahre-An­hän­ger mit bun­ten Ar­men – denn wo gu­ter Rock­nRoll ge­spielt wird, sind auch Tat­toos nicht weit.

vom 09.09.2009 | Ausgabe-Nr. 37A

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