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» Oerlinghausen

Spannende Begegnungen hielten die Zuschauer lange beim Boccia-Turnier

99 Paare bei der »Kalkofen Open«

 

Oer­ling­hau­sen (k­d). Rund 400 Per­so­nen ka­men zum 16. Boc­cia­tur­nier (»­Kal­kofen Open«) des TSV Oer­ling­hau­sen. 99 Paare gin­gen auf dem Kunst­ra­sen­platz am Kalk­ofen an den Start - zwölf mehr als noch im ver­gan­ge­nen Jahr.

­Der An­drang war groß. Vor der Kasse bil­dete sich eine lange Schlan­ge. Und ei­gent­lich sollte bei 90 Paa­run­gen Schluss sein. »­Mehr kön­nen wir nicht be­wäl­ti­gen«, stellte TSV-Vor­sit­zen­der Ste­fan Koch un­miss­ver­ständ­lich klar. »­Bis 14 Uhr müs­sen wir fer­tig wer­den, dann kom­men die Fuß­bal­ler und wol­len hier spie­len.« Bis­lang war Koch im­mer mit drei großen Plat­ten aus­ge­kom­men, auf de­nen die Paa­run­gen und die Er­geb­nisse ein­ge­tra­gen wer­den.

­Doch auch nach dem Ende der An­mel­de­frist gab es im­mer noch zahl­rei­che In­ter­es­sen­ten. »­Meine Freun­din und ich sind ex­tra aus Höx­ter ge­kom­men«, meinte der junge Mann. »Ich würde auch mehr be­zah­len«, bot er dem TSV-Ge­schäfts­füh­rer Al­fred Obst an. »Da­rum geht es uns ja nicht«, ent­geg­nete er. Nach kur­zer Be­ra­tung zwi­schen Ge­schäfts­füh­rer und Vor­sit­zen­dem war klar: »Dann im­pro­vi­sie­ren wir eben ein biss­chen und schrei­ben noch wei­tere Na­men da­zu.«»Ich wusste gar nicht, dass man sein Al­ter jetzt auf der Brust tra­gen muss«, scherzte der TSV-Eh­ren­vor­sit­zende Wer­ner Kö­ne­mann. Mit sei­ner Frau In­grid bil­det er das Team Num­mer 85. In die­sem Jahr gab es erst­mals run­den Auf­kle­ber mit den Start­num­mern. Kö­ne­mann hatte einst die Idee, eine sport­li­che Ver­an­stal­tung an­zu­bie­ten, an der sich die ge­samte Fa­mi­lie be­tei­li­gen kann. Jung und Alt soll­ten die glei­chen Chan­cen er­hal­ten und ge­mein­sam viel Spaß er­le­ben. In­zwi­schen ist das Boc­cia-Tur­nier nicht mehr aus dem Jah­res­ter­min­plan des Ver­eins weg­zu­den­ken. Es ist zu ei­nem we­sent­li­chen Teil der re­gel­mäßi­gen Ak­ti­ons­wo­che ge­wor­den, mit der der TSV für den Sport wirb­t.

»Ich würde mich nicht so vor­nü­ber beu­gen«, riet Mar­tin Böl­ter sei­nem Sohn Timo (6). »Wirf die Ku­gel bes­ser mit ei­nem ge­ra­den Rü­cken.« Böl­ter zählt be­reits zu den Stamm­gäs­ten des Tur­niers. Mit Timo als Part­ner hat er schon häu­fig mit­ge­spielt. »Wir neh­men uns je­des Mal vor, auch zu Hause oder im Ur­laub mal Boc­cia zu spie­len, aber man kommt dann doch nicht da­zu«, be­rich­tete Böl­ter. In die­sem Jahr ha­ben die bei­den auch ein be­freun­de­tes Va­ter-Sohn-Team für den Wett­be­werb be­geis­tern kön­nen. An­dreas Gum­brecht und Sohn Mar­vin (6) ha­ben zu­vor so­gar et­was geübt. »Wir ha­ben uns zu Hause natür­lich vor­be­rei­tet und wol­len hier jetzt pro­fes­sio­nell ein­stei­gen«, meinte An­dreas Gum­brecht scherz­haft. Mar­vin machte Boc­cia sicht­lich Spaß. Mit Ruhe und Ge­duld ge­lang es ihm, die Ku­geln im­mer ge­nau in die Nähe der klei­nen weißen Ziel­ku­gel (»Schwein­chen«) zu plat­zie­ren. »Nur die vie­len Wes­pen ner­ven­«, empörte er sich und sprach da­mit auch vie­len an­de­ren Mit­spie­lern aus dem Her­zen.

­Spie­ler wie Zu­schauer ließen sich je­doch von den In­sek­te­nat­ta­cken nicht ab­schre­cken. »Es sind noch nie so viele ge­blie­ben wie in die­sem Jahr«, stellte Frank Schul­ze, der stell­ver­tre­tende TSV-Vor­sit­zende fest. Nach vier Stun­den wa­ren dann die Sie­ger er­mit­telt. Nicht nur die »Schnaps­zahl« 88 als Start­num­mer hat Jan Reck­meyer und Olaf Rüter Glück ge­bracht, die bei­den er­wie­sen sich auch als große Rou­ti­niers. Den zwei­ten Platz Nils Dü­ning und Karl Braun vor Pe­tra Baehr und Ke­vin Willms.

In der Trostrunde sieg­ten Ta­bea Heit­kamp und Noel Heit­kamp vor den Zweit­plat­zier­ten Nick und Ka­thrin Owen so­wie Ni­co­las Swing und Ni­klas Strüß­mann auf dem drit­ten Platz.

vom 29.08.2009 | Ausgabe-Nr. 35B

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