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NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg weiht »Dreiflussstein« am Bielstein ein

Steinerner Denkanstoß für das Lebenselement

 

Det­mold-Hid­de­sen (ts). Auf dem Kamm des Teu­to­bur­ger Wal­des un­weit des Sen­de­mas­tes auf dem Bi­el­stein liegt ein ganz be­son­de­rer hy­dro­gra­fi­scher Punkt. Bei 8,49279 Grad öst­li­cher Länge und 51,53699 Grad nörd­li­cher Breite stoßen die Ein­zugs­ge­biete dreier Flüsse – der Ems, der We­ser und des Rheins zu­sam­men. Von hier aus ge­se­hen fließt in öst­li­cher Rich­tung je­der Trop­fen Was­ser in Rich­tung We­ser, Rich­tung Nord­wes­ten in die Ems und Rich­tung Süd­wes­ten in den Rhein. NRW-Um­welt­mi­nis­ter Eck­hard Uh­len­berg weihte an die­sem Schnitt­punkt dreier Was­ser­schei­den am Mitt­woch einen »­Denk­stein« ein, der auf In­itia­tive des Kneipp- und Ver­kehrs­ver­eins auf­ge­stellt wur­de.

Des­sen Vor­sit­zen­der, Chris­tian Hart­wich, hat sich zu­sam­men mit Karlheinz Mei­er, Joa­chim Mo­del und Kurt Schacht, al­le­samt Was­ser­wirt­schaft­ler im Ru­he­stand, für die­ses Pro­jekt en­ga­giert, dass mit fi­nan­zi­el­ler Un­ter­stüt­zung der Det­mol­der Hei­mat­ver­ei­ne, der Stadt Det­mold, des Krei­ses, des Lan­des NRW und pri­va­ten Spen­dern rea­li­siert wur­de. »Da wo drei eu­ropäi­sche Was­ser­schei­den sich tref­fen, gehört ein Denk­mal hin­«, be­kräf­tigte Hart­wich bei ei­ner Fei­er­stun­de.

Der »­Denk­stein« soll zukünf­tig Wan­de­rer und Na­tur­freunde auf die Be­deu­tung in­tak­ter Ge­wäs­ser als not­wen­di­gen Le­bens­raum für Men­schen, Tiere und Pflan­zen auf­merk­sam ma­chen. Außer­dem habe man von die­ser Stelle einen gu­ten Blick auf die Sen­ne, den größten Grund­was­ser­spei­cher Nord­rhein-West­fa­lens. Der »Dreifluss­stein selbst be­steht aus dem im Haupt­kamm des Teu­to­bur­ger Wal­des vor­kom­men­den Os­ning Sand­stein. Er steht auf ei­ner drei­e­cki­gen Fläche an de­ren Kan­ten Plat­ten mit den Na­men der drei Flüsse ein­ge­las­sen sind, die ih­rer­seits aus ty­pi­schen Ge­stei­nen der Fluss­ge­biete be­ste­hen. Die ge­pflas­terte Fläche rund um den Stein be­steht aus Stei­nen, die früher in der Krum­men Straße ver­legt wa­ren. Ei­nige die­ser Steine sind mit klei­nen Ta­feln ver­se­hen, auf de­nen die Na­men von Spen­dern und För­de­rern ein­gra­viert sind.

Der »­Denk­stein« soll nach dem Wil­len sei­ner In­itia­to­ren der Auf­takt zu ei­nem län­ger­fris­ti­gen Pro­jekt sein. Um Men­schen auf die ge­ge­be­nen ö­ko­lo­gi­schen Po­ten­tiale auf­merk­sam zu ma­chen und ih­nen die Mit­ver­ant­wor­tung für den Zu­stand

der Ge­wäs­ser zu ver­deut­li­chen, plant der Kneipp- und Ver-

kehrs­ver­ein einen »­Was­ser­pfa­d«.

Um­welt­mi­nis­ter Eck­hard Uh­len­berg machte dar­auf auf­merk­sam, dass die Um­set­zung der eu­ropäi­schen Was­ser­rah­men­richt­li­nie eine »Rie­sen­auf­ga­be« sei. »In Nord­rhein-West­fa­len wol­len wir 2.200 Ki­lo­me­ter Was­ser­läufe in einen natür­li­chen Zu­stand zurück ver­set­zen«, sagte Uh­len­berg, der­zeit seien nur 10 Pro­zent der Ge­wäs­ser in ei­nem Zu­stand, dass sich hei­mi­sche Fischar­ten hal­ten könn­ten. »Wir in­ves­tie­ren nicht nur in Ar­ten­viel­falt son­dern auch in das Hoch­was­ser-Rück­hal­te­ver­mö­gen und die At­trak­ti­vität der Ge­wäs­ser«.

vom 29.08.2009 | Ausgabe-Nr. 35B

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