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Arbeitsmarkt in Lippe weiter verbessert - Konjunkturelle Aufwärtsbewegung gefestigt

Noch 14.147 Männer und Frauen in Lippe ohne Job

Kreis Lip­pe. Durch die an­hal­tende po­si­tive Wirt­schaft­s­ent­wick­lung hat sich die Ent­span­nung auf dem lip­pi­schen Ar­beits­markt auch im No­vem­ber bestätigt. Die Ar­beits­lo­sig­keit in Lippe ge­genü­ber dem Vor­mo­nat noch­mals um knapp 3 Pro­zent zurück. So­mit wa­ren jetzt na­hezu 14 Pro­zent we­ni­ger Män­ner und Frauen ar­beits­los als vor ei­nem Jahr.

Diese in der Re­gion in wei­ten Tei­len der lip­pi­schen Wirt­schaft herr­schende all­ge­meine po­si­tive Grund­stim­mung fehlt nach An­ga­ben der Det­mol­der Ar­beit­s­agen­tur al­ler­dings bei den Stel­len­mel­dun­gen. Die­ser Be­reich sei nach wie vor in­sta­bil.

»­Be­son­ders po­si­tiv war die Ar­beits­markt­ent­wick­lung in Lip­pe, wenn man die ver­gan­ge­nen zwei Jahre be­trach­tet. In­ner­halb von 24 Mo­na­ten wur­den knapp 30 Pro­zent we­ni­ger Ar­beits­lose re­gis­triert. Zu wei­ten Tei­len ging die­ser Rück­gang mit ei­ner Aus­wei­tung der Be­schäf­ti­gung ein­her. Nach der wirt­schaft­li­chen Schwäche in den letz­ten Jah­ren mit deut­li­chen Be­schäf­ti­gungs­ver­lus­ten, schaf­fen zahl­rei­che lip­pi­sche Un­ter­neh­men nun wie­der neue Ar­beitsplätze und stel­len ein. Ins­ge­samt stieg die Be­schäf­ti­gung in Lippe nach den neues­ten Da­ten auf 98.300 an, ein Zu­wachs um 2 Pro­zent. Gleich­wohl gibt es noch ei­nige Un­si­cher­hei­ten durch die ak­tu­elle Si­tua­tion in ei­ni­gen Un­ter­neh­men der Mö­bel­in­dus­trie«, so Dr. Ha­rald Hiltl – Chef der Det­mol­der Ar­beit­s­agen­tur - zur ak­tu­el­len Si­tua­tion.

2.546 Ar­beits­lose mel­de­ten sich im No­vem­ber erst­mals oder er­neut ar­beits­los. Rund 1.000 Män­ner und Frauen da­von wa­ren zu­vor er­werbstätig, wei­tere 440 Ar­beit­neh­mer hat­ten zu­vor eine Aus­bil­dung oder eine Qua­li­fi­zie­rung ab­sol­vier­t.

Auf­grund der wei­ter­hin ho­hen Ar­beits­markt­f­luk­tua­tion und ei­ner gu­ten Auf­nah­me­fähig­keit des Mark­tes gab es knapp 3.000 Ab­mel­dun­gen aus der Ar­beits­lo­sig­keit.

Da­her blie­ben im No­vem­ber in Lippe nun 14.147 Män­ner und Frauen vor­ü­ber­ge­hend ohne Be­schäf­ti­gung. Während kurz­fris­tig die Zahl der Ar­beits­lo­sen um 3 Pro­zent ge­rin­ger war, nahm die Ar­beits­lo­sig­keit bin­nen Jah­res­frist um fast 14 Pro­zent ab.

Von der wei­ter­hin po­si­ti­ven Ar­beits­markt­ent­wick­lung pro­fi­tier­ten ins­be­son­dere die Tech­ni­schen Be­ru­fen

(-29 Pro­zent) so­wie die Dienst­leis­tungs­be­rufe (-19 Pro­zent). In die­sen Be­rufs­grup­pen war durch­weg ein ü­ber­durch­schnitt­li­cher Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit zu ver­zeich­nen. Nach wie vor schwächer sank hin­ge­gen die Ar­beits­lo­sig­keit in den Be­rufs­grup­pen, die den Fer­ti­gungs­be­ru­fen (-4 Pro­zent) zu­ge­rech­net wer­den.

In den »­grü­nen Be­ru­fen« wa­ren Ende No­vem­ber so­gar rund ein Sechs­tel mehr Ar­beit­neh­mer von Ar­beits­lo­sig­keit be­trof­fen als zwölf Mo­nate zu­vor­.

­Durch den auf­nah­me­fähi­ge­ren Ar­beits­markt hat­ten in den letz­ten zwölf Mo­na­ten ins­be­son­dere lang­zeit­ar­beits­lose Ar­beit­neh­mer (-23 Pro­zent), Äl­tere (-17 Pro­zent) so­wie Jün­gere un­ter 25 Jah­ren (-12 Pro­zent) ver­bes­serte Be­schäf­ti­gungs­chan­cen. Die Per­so­nal­nach­frage der lip­pi­schen Be­triebe und Ver­wal­tun­gen blieb auch im No­vem­ber in­sta­bil. 527 Stel­len wur­den zur Be­set­zung an­ge­bo­ten, 40 oder rund 7 Pro­zent we­ni­ger als im Ok­to­ber. Bin­nen Jah­res­frist ging die Nach­frage nach Per­so­nal um 13 Pro­zent zurück.

­Seit Jah­res­be­ginn wur­den 7.200 Ar­beitsplätze zur Be­set­zung ge­mel­det. Da­mit um knapp blieb die Nach­frage um 4 Pro­zent hin­ter dem Vor­jah­res­be­darf zurück. Der ver­min­derte Be­darf zog sich na­hezu durch alle Bran­chen. Bin­nen Jah­res­frist brach die Per­so­nal­nach­frage ins­be­son­dere in der Land- und Forst­wirt­schaft (-61 Pro­zent),im Bau­ge­werbe (-21 Pro­zent) so­wie im pro­du­zie­ren­den Ge­werbe (-18 Pro­zent) ein.

­Po­si­tiv ent­wi­ckelte sich eben­falls der Ge­samt­ar­beits­markt in der Re­gion Ost­west­fa­len-Lip­pe. So­mit gab es er­neut in OWL einen Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit um gut 2 Pro­zent.

Nach wie vor weist Lippe mit 8,0 Pro­zent die mit Ab­stand höchste Ar­beits­lo­sen­quote in der Re­gion OWL auf. (Her­ford = 6,5 Pro­zent; Bie­le­feld = 6,9 Pro­zent und Pa­der­born = 7,2 Pro­zent). Fer­ner war der Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit ge­genü­ber dem Vor­jahr in Lippe mit 13,9 Pro­zent deut­lich ge­rin­ger aus­ge­prägt, als in den rest­li­chen Re­gio­nen in OWL (Spann­weite 23,4 Pro­zent in Bie­le­feld bis 17,0 Pro­zent in Her­ford).

In der Ge­samt­re­gion OWL wur­den im Vor­jah­res­ver­gleich knapp 19 Pro­zent we­ni­ger Ar­beits­lose ge­zählt. Ge­mel­det wa­ren Ende No­vem­ber 73.417 Ar­beits­lo­se, das ist der nied­rigste Stand der Ar­beits­lo­sig­keit in OWL seit der Jahr­tau­send­wen­de.

­Die Quote ging durch die an­hal­tende po­si­tive Ent­wick­lung für die Re­gion OWL von 7,2 auf ak­tu­ell 7,1 Pro­zent zurück. Im Vor­jahr lag die Quote noch bei 8,7 Pro­zent.

vom 08.12.2007 | Ausgabe-Nr. 49B

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