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Zweite Einbruchsserie innerhalb eines Monats aufgeklärt

Junge Täter gestanden 23 Einbrüche

Lem­go. Nach­dem be­reits vor 14 Ta­gen ins­ge­samt sie­ben Tat­ver­däch­tige er­mit­telt wer­den konn­ten, die ü­ber 30 Straf­ta­ten in den ver­gan­gen Wo­chen und Mo­na­ten in Lemgo be­gan­gen hat­ten, ge­lang es der Po­li­zei jetzt er­neut, ü­ber 30 Ein­brüche auf­zu­klären.

Wie die Po­li­zei jetzt be­kannt­gab, sind be­reits am Sams­tag, 17. No­vem­ber, auf der En­gel­bert-Kämp­fer-Straße zwei mut­maß­li­che Ein­bre­cher fest­ge­nom­men wor­den. Es han­delt sich da­bei um einen po­li­zei­lich be­kann­ten 18-Jäh­ri­gen aus Lemgo und einen eben­falls po­li­zei­lich be­kann­ten 21-Jäh­ri­gen aus Dören­trup. Beide ste­hen im drin­gen­den Ver­dacht in ein Ge­bäude ge­genü­ber des Lem­goer Bahn­ho­fes ein­ge­bro­chen zu ha­ben.

Zeu­gen alar­mier­ten in der Nacht die Po­li­zei. Die Uni­for­mier­ten wa­ren in Win­deseile am Ort des Ge­sche­hens und konn­ten die Ver­däch­ti­gen noch in Ta­tort­nähe fest­neh­men. Un­ter­stützt und be­glei­tet wur­den sie da­bei von ei­nem vier­bei­ni­gen »­Kol­le­gen«, ei­nem Dienst­hun­d.

In den fol­gen­den Stun­den stellte sich her­aus, dass in die­ser Nacht al­lein vier Ein­brüche im Lem­goer Stadt­ge­biet be­gan­gen wur­den, die alle die »Hand­schrift« der Fest­ge­nom­men tru­gen. Ne­ben dem Tat­ort am Bahn­hof han­delte es sich da­bei um einen Ein­bruch in ein Ge­mein­de­haus, ins Rat­haus und in ein Ver­si­che­rungs­büro.

Wei­tere Er­mitt­lun­gen der Kripo er­här­te­ten den Ver­dacht, dass beide Män­ner für eine Viel­zahl von Ein­brüchen in Lemgo und Dören­trup in Frage kom­men.

­Die Tat­ver­däch­ti­gen sind wei­test­ge­hend ge­stän­dig. Al­ler­dings ist die Be­weis­last auch er­drü­ckend ge­gen sie.

Sch­ließ­lich konn­ten 20 Ein­bruchs­diebstähle in Lemgo und 13 gleich­ge­la­gerte Fälle in Dören­trup auf­ge­klärt wer­den.

Be­vor­zugte Ob­jekte der jun­gen Ein­bre­cher wa­ren Gast­stät­ten, Arzt­pra­xen, eine phy­sio­the­ra­peu­ti­sche Pra­xis, ein Kos­me­tik­stu­dio, Ge­schäf­te, Büros und Kin­der­gär­ten. Die Ein­brüche rei­chen bis in das Jahr 2006 zurück. Man­che Ta­torte such­ten die drin­gend Tat­ver­däch­ti­gen gleich mehr­mals auf. Be­vor­zugte Beute war im­mer Bar­geld.

­Der ent­stan­dene Ge­samt­scha­den ist er­heb­lich, zu­mal in vie­len Fäl­len Fens­ter­schei­ben ein­ge­schla­gen oder Türen auf­ge­he­belt wur­den.

Beide Män­ner sind gleich am Tag nach ih­rer Fest­nahme dem Haftrich­ter vor­ge­führt wor­den, der sie so­fort in die Un­ter­su­chungs­haft schick­te.

vom 05.12.2007 | Ausgabe-Nr. 49A

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