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Märchenhafte Fabel

Der kleine Prinz

Bad Sal­zu­flen. Seine Me­di­zin be­steht nicht aus Pil­len und Trop­fen, son­dern aus Ver­trau­en, Freund­schaft und Lie­be. Das den Men­schen mit­zu­tei­len, führt ihn auf große Pla­ne­ten­rei­se. Da­bei staunt er nicht we­nig ü­ber »­die großen Leu­te, die sehr ver­wun­der­lich sin­d«: »­Der kleine Prinz«, eine mär­chen­hafte Fa­bel für Kin­der und Er­wach­sene von An­to­ine de Saint-Exupéry, wird in ei­ner auf­wän­di­gen In­sze­nie­rung des Tour­nee-Thea­ters »­Thes­pi­skar­ren« in Co-Pro­duk­tion mit dem Thea­ter im Rat­haus Es­sen in der städ­ti­schen Reihe »Schau­spiel« am Frei­tag, 7. De­zem­ber, um 19.30 Uhr im Kur- und Stadt­thea­ter an der Park­straße in Bad Sal­zu­flen auf­ge­führt. Un­ter der Re­gie von Jiri Streda wird die an­rührende Ge­schichte mit ih­rer hu­ma­nis­ti­schen Bot­schaft in ei­ner völ­lig neu­ar­ti­gen In­sze­nie­rung mit mo­d­erns­ter Licht­a­ni­ma­tion, Vi­deo­pro­jek­tio­nen und ei­gens kom­po­nier­ter sze­ni­scher Mu­sik dar­ge­stellt. Kar­ten im Vor­ver­kauf gibt es an der Thea­ter­kasse der Kur­ver­wal­tung, Te­le­fon 05222/183-200, und bei der Bür­ger­be­ra­tung im Rat­haus.

Als der al­li­ierte Pi­lot An­to­ine de Saint-Exupéry am 31. Juli 1944 bei ei­nem Auf­klärungs­flug auf un­ge­klärte Weise am Him­mel ü­ber dem Mit­tel­meer ver­schwand, vollen­dete sich das Le­ben ei­nes Man­nes, der mit dem »Klei­nen Prin­zen« eine un­ver­gäng­li­che poe­ti­sche Fi­gur ge­schaf­fen hat und gleich­zei­tig mit des­sen Ver­mächt­nis und Schick­sal bis zum Schluss auf das engste ver­bun­den war. Wie seine Fa­bel­fi­gur ver­suchte der Au­tor in sei­nem li­te­ra­ri­schen Werk, un­ter die Ober­fläche der Dinge zu drin­gen, wie der kleine Prinz fühlte er sich zu Freund­lich­keit und Poe­sie hin­ge­zo­gen, wie er ver­ach­tete er Prahl­hänse und Ge­cken, die Händ­ler, bei de­nen al­les zum Ge­schäft wird. Wie sein geis­ti­ger Va­ter, der aus ei­ner behüte­ten ari­sto­kra­ti­schen Kind­heit und Ju­gend mit ei­ner Welt zu­sam­mens­tieß, in der Pro­fit­gier und Ei­gen­sucht den Ton an­ga­ben, will der kleine Prinz den Men­schen sa­gen, dass ihr Le­ben nur in Freund­schaft, Lie­be, Har­mo­nie mit der Na­tur und ge­gen­sei­ti­gem Ver­ste­hen einen Sinn hat.

Das li­te­ra­ri­sche Kleinod in eine sze­ni­sche Dar­stel­lung zu trans­por­tie­ren, ohne dass seine hu­ma­nis­ti­sche Bot­schaft Ab­stri­che er­fährt und in der die phan­ta­sie­vol­len Bil­der der Fa­bel er­hal­ten blei­ben, war zwei­fel­los eine große künst­le­ri­sche Her­aus­for­de­rung. Re­gis­seur Jiri Streda hat diese Auf­gabe mit ei­ner In­sze­nie­rung gelöst, der durch mo­d­ernste Licht­a­ni­ma­tion und die Far­big­keit der Bil­der eine fas­zi­nie­rende Ma­gie inne wohnt. Sei es die sug­ge­s­tive Wir­kung des (schau­spie­le­risch agie­ren­den) Erzäh­lers (Ru­dolf H. Her­get) in der Rolle des Flie­gers als Al­ter ego des Au­tors, sei es die re­gel­recht auf­re­gende Be­geg­nung ver­schie­dens­ter Fi­gu­ren und Ob­jekte in ei­nem durch UV-Licht und Vi­deo­se­quen­zen ge­schaf­fe­nen Uni­ver­sum – »­diese traum­hafte Be­geg­nung mit dem Klei­nen Prin­zen sucht ih­res­glei­chen und wird den Zu­schau­ern un­ver­ge­ss­lich blei­ben«, sa­gen die Ver­an­stal­ter.

vom 05.12.2007 | Ausgabe-Nr. 49A

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