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Studenten entwerfen Lichtinstallationen

Dem Leo geht ein Licht auf

Det­mold (to­s). Der Schritt durch das leuch­tende Tor ist der An­fang. Tor um Tor geht es wei­ter, vor­bei an den di­cken Büchern. Wis­sen, im­mer mehr Wis­sen, das man während sei­ner Schullauf­bahn in sich auf­saugt – bis man das letzte Tor durch­schrit­ten hat.

Eine Vor­stel­lung? Nein, diese To­re, die gib­t‘s wirk­lich, und die Bücher auch.

Zwölf Stu­den­ten von der Det­mol­der Schule für Ar­chi­tek­tur und In­nen­ar­chi­tek­tur ha­ben mit leuch­ten­den In­stal­la­tio­nen wie den »Wis­sen­sto­ren« das 100-jäh­rige Ju­biläum des Alt­baus des Leo­pol­din­ums »ins rechte Licht« ge­setzt. Mit Fo­li­en, Holz, Plas­tik und natür­lich je­der Menge Schein­wer­fer ha­ben sie so ver­schie­dene Kunst­werke in und um das Ge­bäude in­stal­lier­t.

So führen nach­leuch­tende Löwen­tat­zen ü­ber die Trep­pen in die Aula des Gym­na­si­ums. Dort fei­erte die Schule am Sams­tag un­ter dem Na­men »Ju­bi­leo« den Ball zum 100-jäh­ri­gen Alt­bau-Be­ste­hen. Auch die De­ko­ra­tion für die­sen Bau nah­men die Stu­den­ten selbst in die Han­d.

­Be­son­ders schweiß­trei­bend in der Her­stel­lung: Die 200 hand­ge­säg­ten Acryl-Löwen, die als Mo­bile im Licht ei­nes Schein­wer­fers fun­keln.

Vor zwei Mo­na­ten schlug Hoch­schul­pro­fes­sor Ha­rald Gräßer den Stu­den­ten für In­nen­ar­chi­tek­tur die Lichtin­stal­la­tio­nen als Se­mes­ter­pro­jekt vor. In Zu­sam­men­ar­beit mit dem För­der­ver­ein des Leo­pol­din­ums ent­stand un­ter dem Credo »­Quick De­si­gn« so das, was dem Gym­na­sium nun ein Licht auf­ge­hen ließ.

­Der Weg zum fer­ti­gen Kunst­werk wurde stres­sig. Mehr­mals in der Wo­che tra­fen sich die Stu­den­ten, e-mail­ten und te­le­fo­nier­ten um die Wette – auch mit Spon­so­ren. Acht Fir­men lie­fer­ten den Stu­den­ten die Ma­te­ria­lien – zum Bei­spiel etwa 400 Qua­drat­me­ter Lkw-Pla­ne, aus der die Ver­klei­dung ei­nes Pa­vil­lons auf dem Schul­hof wur­de. Die Holz­bret­ter dafür muss­ten die jun­gen De­si­gner noch in der letz­ten Se­kunde er­gat­tern. Ihr Ziel er­reich­ten sie den­noch: »Wir woll­ten mög­lichst viel an Ideen und Krea­ti­vität da rein­brin­gen«, erzählt Pro­jekt­lei­te­rin Re­becca Gel­hardt. Wich­tig war ih­nen da­bei, das fer­tige Werk eng mit der Schule zu ver­knüp­fen: Auf den neun großen Klöt­zen, die auf dem Schul­hof leuch­ten, sind Ge­dichte und Zi­ta­te, die Schü­ler selbst er­dacht ha­ben. Im Pa­vil­lon stellt eine an­dere Pro­jekt­gruppe Ideen für eine Neu­ge­stal­tung des »Leo«-Schul­ho­fes aus­.

Ewig fun­kelte die lichte De­ko­ra­tion al­ler­dings nicht - be­reits am Sonn­tag­abend muss­ten die Stu­den­ten die Schein­wer­fer aus­knip­sen, die In­stal­la­tio­nen ab­bau­en.

Im In­ter­net aber ha­ben sie sich selbst ein Denk­mal fürs Pro­jekt ge­setzt: ww­w.ju­bi­leo.de

vom 05.12.2007 | Ausgabe-Nr. 49A

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