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Ein Jahr digitale Bauakte beim Kreis Lippe – Ein Verfahren mit Zukunft

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Kreis Lip­pe. Seit Juli 2008 ha­ben Bau­her­ren und Ar­chi­tek­ten aus Ex­ter­tal und Lügde die Mög­lich­keit, ihre Bau­an­träge ü­ber ein In­ter­net­por­tal on­line an das Bau­amt des Krei­ses Lippe zu ü­ber­mit­teln. Ge­mein­sam mit dem Kom­mu­na­len Re­chen­zen­trum Min­den-Ra­vens­ber­g/Lippe (KRZ) ha­ben der Kreis Lippe und der Kreis Min­den-Lübbe­cke führend für ganz Ost­west­fa­len-Lippe (OWL) das Pi­lot­pro­jekt im ver­gan­ge­nen Som­mer ge­st­ar­tet. Die Bi­lanz nach knapp ei­nem Jahr »­di­gi­ta­ler Bau­ak­te« fällt po­si­tiv aus. »Ein Ver­fah­ren mit Zu­kunft«, ist sich Pro­jekt­lei­ter Chris­tian Gehse von der tech­ni­schen Bau­auf­sicht des Krei­ses Lippe si­cher.

­Bau­herr Frank Höltke aus dem Ex­ter­tal und sein Ar­chi­tekt Adolf Her­mann ha­ben das di­gi­tale Ver­fah­ren des Krei­ses ge­nutzt. »Im Sep­tem­ber 2008 ha­ben wir einen Bau­an­trag auf die In­ter­net-Platt­form ge­stellt, am 27. Ok­to­ber gab es dann die Bau­ge­neh­mi­gung vom Kreis«, be­rich­tet Her­mann. In dem On­line-Por­tal kön­nen Behör­den, Bau­her­ren oder Ent­wurfs ver­fas­ser Do­ku­mente di­gi­tal ein­stel­len und diese be­ar­bei­ten. Die bis­lang oft lan­gen Be­ar­bei­tungs- und Trans­port­zei­ten wer­den so spür­bar ver­rin­gert. Für Frank Hölt­ke, der in sei­nem Un­ter­neh­men Zu­lie­fer­teile für die Küchen­in­dus­trie pro­du­ziert, ein ent­schei­den­der Vor­teil: »­Mir fehlte der Platz für eine neue Ma­schi­ne, die kurz­fris­tig zum Ein­satz kom­men soll­te«. Ar­chi­tekt Adolf Her­mann be­rei­tete Pläne und Un­ter­la­gen für einen klei­nen Er­wei­te­rungs­bau vor und reichte diese als di­gi­tale Bau­akte beim Kreis Lippe ein. »­Der Aus­tausch von Plä­nen zwi­schen Kreis, Ge­meinde und Ar­chi­tekt er­folgt deut­lich schnel­ler«, be­tont Her­mann, der seit Ein­führung des di­gi­ta­len Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­rens alle Bau­an­träge auf die­sem Weg ein­ge­reicht hat. »Wenn wir Nach­trags­un­ter­la­gen an­for­dern, ma­chen wir das eben­falls ü­ber die In­ter­net-Platt­for­m«, sagt Chris­tian Geh­se. Da alle be­tei­lig­ten Stel­len, wie zum Bei­spiel die Städte und Ge­mein­den, Zu­griffs­recht auf den pass­wort­ge­schütz­ten Be­reich ha­ben, kön­nen sie je­der­zeit die Bau­akte ein­se­hen und par­al­lel daran ar­bei­ten. Ü­ber die Platt­form kön­nen außer­dem Kon­fe­ren­zen ab­ge­hal­ten wer­den, Bau­her­ren kön­nen sich ü­ber den ak­tu­el­len Ver­fah­rens­stand ih­rer Bau­ge­neh­mi­gung in­for­mie­ren. »­Die op­ti­mier­ten Ar­beitspro­zesse hel­fen beim Büro­kra­tie­ab­bau und sor­gen durch eine höhere Trans­pa­renz und Fle­xi­bi­lität für mehr Kun­den­zu­frie­den­heit«, be­tont Geh­se. Im De­zem­ber hat der Bau­in­ge­nieur in dem Ex­ter­ta­ler Un­ter­neh­men den Roh­bau ab­ge­nom­men, die neue Plat­ten­auf­teilsäge hat ih­ren Platz ge­fun­den. Frank Höltke freut sich ü­ber den rei­bungs­lo­sen Ab­lauf: »Das ist su­per ge­lau­fen«.

­Seit Fe­bruar kön­nen Bau­un­ter­la­gen auch in Horn und Oer­ling­hau­sen auf die Platt­form ge­stellt wer­den. Vor­aus­sicht­lich im Herbst wer den die Städte Schie­der und Barn­trup dazu kom­men. Ziel ist es, mit­tel­fris­tig für alle Kom­mu­nen im Zu­stän­dig­keits­be­zirk des Krei­ses Lippe das Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren rechts­ver­bind­lich zu di­gi­ta­li­sie­ren. Da­ne­ben sol­len wei­tere Maß­nah­men um­ge­setzt wer­den, um die Ef­fi­zi­enz der Platt­form zu stei­gern. Dazu gehört un­ter an­de­rem auch die Ein­bin­dung qua­li­fi­zier­ter elek­tro­ni­scher Si­gna­tu­ren bis zum Ende des Jah­res.

vom 06.06.2009 | Ausgabe-Nr. 23B

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