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Grandiose Aufführung der Theater-AG der Johannes-Gigas-Schule am Ramberg

Schneekönigin brachte alle zum Schmelzen

 

Lügde (af­k). Es lag ge­wiss nicht an den früh­lings­haf­ten Außen­tem­pe­ra­tu­ren, die am ver­gan­ge­nen Sonn­tag die Zu­schauer in der vollstän­dig be­setz­ten Aula der Jo­han­nes-Gi­gas-Schule am Ram­berg in Lügde da­hin schmel­zen ließen. Viel­mehr war es die zau­ber­hafte In­sze­nie­rung des Mär­chens »­Die Schneekö­ni­gin«, die die Lei­te­rin der Thea­ter-AG, Ute Scha­per, mit ih­ren 21 Mä­dels aus den 6. bis 10. Klas­sen auf die Beine ge­stellt hat­te. Da­mit auch alle Spiel­be­geis­ter­ten zu­min­dest eine kleine Sprech­rolle be­ka­men, musste der Text im Vor­feld an ei­ni­gen Stel­len um­ge­schrie­ben wer­den. Doch Ute Scha­per ge­lang dies mit ih­rer AG pro­blem­los. Mit der Un­ter­stüt­zung fleißi­ger Hel­fer, die nicht auf die vie­len Stun­den des eh­ren­amt­li­chen Ein­sat­zes schau­ten, wur­den die Kostüme genäht (An­drea Macke), die Büh­nen­bil­der ge­stal­tet (B­ri­gitte Berg­mann mit ih­rer AG), Tänze ein­geübt (Fran­ziska Böker) und die tech­ni­schen An­la­gen, die die Firma New Clas­sics Blom­berg kos­ten­frei zur Ver­fü­gung ge­stellt hat­te, von Oli­ver Jös­ten be­treut. Fi­nan­zi­elle Un­ter­stüt­zung er­hielt die auf­wän­dige Pro­duk­tion durch die Schu­le, die Firma Schwe­ring & Hasse so­wie den För­der­kreis der Schu­le.

Mit ih­rer mitt­ler­weile vier­ten Pro­duk­tion ge­lang es Ute Scha­per ein­mal mehr, die »­Bret­ter, die die Welt be­deu­ten« in Lügde mit Le­ben zu er­fül­len. Und die Mäd­chen ga­ben ihr Bes­tes und ließen die Zu­schauer ver­ges­sen, dass es sich ei­gent­lich »nur« um eine Schü­ler­aufführung han­del­te. Sie spiel­ten in »­Die Schneekö­ni­gin« en­ga­giert, selbst­be­wusst, hu­mor­voll und fa­cet­ten­reich. Durch die Erzäh­le­rin Ca­ro­lin Felch­ner wird die Hand­lung im­mer wie­der voran ge­trie­ben: Seit Kind­heits­ta­gen sind Anna (Jana-Kris­tin Brock­meyer) und Kai (Kers­tin Krantz) beste Freun­de. So soll es auch blei­ben. Doch ei­nes Ta­ges ge­lan­gen »teuf­li­sche« Spie­gel­scher­ben in Kais Herz und Au­gen, so dass er fortan al­les ne­ga­tiv sieht und auch seine Freun­din nicht mehr als sol­che er­kennt. Er ver­lässt Anna und sein Zu­hause und geht mit der Schneekö­ni­gin (Tanja Bah­mei­er) in ihr kal­tes Reich. Weil er nichts mehr emp­fin­den kann, fühlt er sich dort wohl und ver­misst nichts. Anna je­doch will ih­ren Freund nicht auf­ge­ben und glaubt dar­an, ihn ret­ten zu kön­nen. Mit­hilfe ei­ner warm­her­zi­gen Blu­men­frau (Fran­ziska Heyn), ei­ner wei­sen Lap­pin (Ni­cole Wie­demann), ei­nem hilfs­be­rei­ten Ren­tier (S­venja Klei­ne) und ei­nem freund­li­chen Räu­ber­mäd­chen (Gi­anna Pah­ne) ge­lingt es ihr schließ­lich nach vie­len Stra­pa­zen ih­ren Freund zu fin­den. Doch die­ser will von ihr nichts wis­sen. Anna bricht ver­zwei­felt wei­nend an Kais Schul­ter zu­sam­men. Ihre Trä­nen spülen die Spie­gel­scher­ben aus Kai her­aus; er er­kennt seine Freun­din Anna und möchte so­fort die Schneekö­nig ver­las­sen.

Die­ses mär­chen­hafte Plä­doyer für die Macht der Freund­schaft wurde vom Pu­bli­kum mit viel und lang an­hal­ten­dem Ap­plaus be­dacht – der schönste Lohn für die Mäd­chen und ihre Lei­te­rin Ute Scha­per.

vom 02.05.2009 | Ausgabe-Nr. 18B

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