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»Energiesparen macht Schule«: Bilanz für 2006 vorgestellt

Sparerfolg mit Wermutstropfen

 

Bad Sal­zu­flen (m­h). Bad Sal­zu­fler Schü­ler, Leh­rer und Haus­meis­ter wis­sen, wie man Ener­gie spart. Seit 2003 neh­men die Schu­len am Pro­jekt »­Ener­gie­spa­ren macht Schu­le« teil. Im Jahr 2006 ha­ben sie da­mit rund 70.000 Euro ge­spart. Als Lohn für ihre Mühen be­ka­men sie nun vom Ener­gie­büro eine Ur­kun­de.

Oft sind es die klei­nen Maß­nah­men, die eine Menge aus­ma­chen. Den Heiz­kör­per frei hal­ten, Stoßlüf­ten statt stän­dig das Fens­ter in der Kipp­funk­tion zu las­sen, in der Pause das Licht aus­knip­sen und so wei­ter. Al­ler­dings gibt es da auch be­son­dere Ak­tio­nen, mit de­nen Schü­ler ganz groß ins Ener­gie­spar-Ge­schäft ein­stei­gen: Die Ener­gie-AG der Re­al­schule Loh­feld hat zum Bei­spiel im Herbst eine Pho­to­vol­taik­an­lage in Be­trieb ge­setzt.

Das ein­ge­sparte Geld kommt haupt­säch­lich den Schu­len selbst zu Gute – 20 Pro­zent von dem, was die ein­zelne Ein­rich­tung ge­spart hat, fließen di­rekt dort­hin zurück, 20 Pro­zent neh­men einen Um­weg ü­ber einen »­Ge­mein­schafts-Topf«, aus dem jede Schule den glei­chen Be­trag be­kommt. Wei­tere 35 Pro­zent wan­dern in einen »In­ves­ti­ti­ons-Topf«, aus dem etwa neue Spar­maß­nah­men be­zahlt wer­den kön­nen. Fünf Pro­zent be­kom­men die Haus­meis­ter der Schu­len. »­Die Haus­meis­ter leis­ten einen Rie­sen­bei­trag zu dem Pro­jek­t«, er­klärt Bet­tina Ba­ron von Ener­gie­büro. »­Sie sind es oft, die vor Fei­er­abend schau­en, ob alle Türen zu, alle Lich­ter aus und alle Hei­zun­gen rich­tig ein­ge­stellt sin­d«. Der Rest des Er­trags geht an das Ener­gie­büro.

­Doch selbst­ver­ständ­lich ha­ben die Schu­len mit ih­rer Spar­po­li­tik nicht nur ih­ren Kas­sen, son­dern auch der Um­welt ge­hol­fen. 163 Ton­nen Co2 sind ein­ge­spart wor­den – um diese zu kom­pen­sie­ren, hätte die Stadt die Fläche von 98 Fuß­ball­fel­dern mit Bäu­men be­pflan­zen müs­sen.

Ei­nen Wer­muts­trop­fen gab es bei der Bi­lanz je­doch: An die Ein­spar­werte der Jahre 2004 und 2005 kom­men die teil­neh­men­den Schu­len nicht her­an. So hat­ten sie 2004 zum Bei­spiel rund 120.000 Euro ge­spart. »Das liegt zum Teil dar­an, dass die Be­triebs­kos­ten im Ver­gleich zum Re­fe­renz­jahr 2002 enorm an­ge­zo­gen ha­ben«, meint Bet­tina Ba­ron. »­Man kann da­ge­gen kaum noch an­spa­ren.« Auch in­ef­fi­zi­ente Lüf­tungs­an­la­gen seien Schuld an dem Ein­schnitt. »Außer­dem ist der Ver­brauch vor al­lem der Grund­schu­len durch die Ein­führung der Of­fe­nen Ganz­tags­grund­schule an­ge­stie­gen«.

Die Ener­gie-Ex­per­tin sieht den Er­geb­nis­sen für das lau­fende Jahr aber po­si­tiv ent­ge­gen. »­Durch Bau­maß­nah­men hat sich da be­reits jetzt viel ge­tan. Außer­dem hat die Heiz­pe­ri­ode erst an­ge­fan­gen – da kommt es jetzt drauf an, rich­tig zu hei­zen und zu lüf­ten. Dann se­hen die Zah­len im nächs­ten Jahr wie­der bes­ser aus­.«

vom 28.11.2007 | Ausgabe-Nr. 48A

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