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Kripo klärte Einbruchsserie auf

Mehr als 20 Tatverdächtige

Bad Sal­zu­flen. Drei Tage vor Weih­nach­ten wurde in der In­nen­stadt von Bad Sal­zu­flen ein 22-jäh­ri­ger Mann von fünf ju­gend­li­chen Tätern nie­der­ge­schla­gen und am Bo­den lie­gend ge­tre­ten. Die Täter hat­ten es auf sein Handy ab­ge­se­hen und nah­men es ih­rem Op­fer ab.

Die 15- bis 18-jäh­ri­gen bru­ta­len Tat­ver­däch­ti­gen ge­rie­ten durch Zeu­gen­aus­sa­gen und wei­tere Er­mitt­lun­gen An­fang Ja­nuar ins Fa­den­kreuz der Kri­po. Es han­delt sich um po­li­zei­lich be­kannte Ju­gend­li­che, die alle aus Bad Sal­zu­flen kom­men. Im Zuge der Er­mitt­lun­gen kam der berühmte Stein dann so rich­tig ins Rol­len. Ei­ner der Täter wollte seine Si­tua­tion ver­bes­sern und packte zu ei­nem Ein­bruch aus, der am Wo­chen­ende vor dem Jah­res­wech­sel in ein Schul­zen­trum in Bad Sal­zu­flen ver­übt wur­de.

Noch am Tag der Aus­sage (An­fang Ja­nu­ar) konn­ten vier wei­tere po­li­zei­lich be­kannte Ju­gend­li­che/Her­an­wach­sen­de, eben­falls alle aus Bad Sal­zu­flen kom­mend, fest­ge­nom­men wer­den. Es folg­ten um­fang­rei­che Durch­su­chun­gen an ver­schie­de­nen Or­ten, bei de­nen wei­te­res Die­bes­gut aus et­li­chen an­de­ren Straf­ta­ten ans Ta­ges­licht kam. Die Sa­chen wur­den si­cher­ge­stellt und so­fort, nach­dem die Her­kunft be­kannt ge­wor­den war, wie­der an die Ei­gentü­mer aus­gehän­digt.

Bei die­sen Straf­ta­ten han­delt es sich ins­ge­samt um 31 Ta­ten, und zwar haupt­säch­lich um Ein­brüche in Schu­len, Kin­der­gär­ten, Fir­men, Ge­schäf­te, et­li­che Fahr­zeug­auf­brüche, Zwei­r­ad­diebstähle (Rol­ler) und zwei Raubü­ber­fälle so­wie an­dere Ei­gen­tums­de­likte wie Werk­zeug­diebstähle aus Scheu­nen, Leer­gut­diebstähle, und ähn­li­che, die eben­falls alle im Raum Bad Sal­zu­flen be­gan­gen wur­den. Die Tat­zei­ten er­streck­ten sich ü­ber einen Zeit­raum von Mitte No­vem­ber bis zum Zeit­punkt der Fest­nahme An­fang Ja­nu­ar.

Ins­ge­samt sind ge­gen 23 Tat­ver­däch­tige im Al­ter von 13 bis 20 Jah­ren, da­von zwei weib­li­che, Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wor­den. Alle sind mehr oder we­ni­ger ge­stän­dig. Das Gros der Täter war an ein oder zwei Ta­ten be­tei­ligt. Darü­ber hin­aus ha­ben die Be­schul­dig­ten in wech­seln­der Tat­be­tei­li­gung »­ge­ar­bei­tet«, wo­bei sich schließ­lich fünf Haupt­täter her­aus kris­tal­li­siert ha­ben. Ein 16-, ein 17- und ein 18-Jäh­ri­ger muss­ten dann auch den Gang in die Un­ter­su­chungs­haft an­tre­ten. Die ers­ten An­kla­gen in die­sem kom­ple­xen Ver­fah­ren sind be­reits er­ho­ben wor­den. Ein großer Teil der Be­schul­dig­ten war den er­mit­teln­den Be­am­ten be­reits bes­tens be­kannt.

vom 14.03.2009 | Ausgabe-Nr. 11B

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