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Inszenierung des Landestheaters Detmold im Heinrich-Hansen-Haus

Das Einmaleins des C-Schauspielers

Lage-Hörs­te. Dass es ein er­hel­len­der Spaß für Thea­ter­ken­ner und arg­lose Zu­schauer wird, dafür ga­ran­tiert Wolf­gang von der Burg, wenn er wich­tige Ein­bli­cke in das Le­ben auf und hin­ter der Bühne ge­währt. Da­mit auch das La­gen­ser Pu­bli­kum nicht län­ger im Dun­keln tappt, wird es am Diens­tag, 27. No­vem­ber, 19 Uhr, fach­män­nisch auf­ge­klärt, was wirk­lich ab­geht im fas­zi­nie­ren­den Bann­kreis des Ir­ren­hau­ses, das man Thea­ter nennt. Was ist ein C-Schau­spie­ler? Ei­ner, der sich zwar an seine ein­zel­nen Sätze er­in­nern kann, nicht aber an de­ren Rei­hen­fol­ge. Oder der weiß, wann sein Auf­tritt ist, aber nicht, wo. Die Liste ließe sich be­lie­big fort­set­zen.

An­schau­lich und an­ek­do­ten­reich plau­dert ein »­Kol­lege vom Fach« aus dem Näh­käst­chen und erzählt von Plei­ten, Pech und Pan­nen hin­ter (und oft­mals lei­der auch in) den Ku­lis­sen, erzählt von Ram­pensäuen und heim­tücki­schen Re­qui­si­ten, ver­pass­ten Stich­wor­ten und dem Buh­len um Poin­ten, ge­kränk­ter Ei­tel­keit und Kan­ti­nen­in­tri­gen bis hin zu Frot­ze­lei­en, wie man berühmte Stü­cke ab­kür­zen könnte - bei­spiels­weise durch den Alb­traum­satz: »Hal­lo, ich bin‘s, Go­dot.« 95 Pro­zent sind Hand­werk, der Rest ist In­spi­ra­tion. Ein Um­stand der oft ver­ges­sen wird, schließ­lich kann sich ja je­der Schau­spie­ler nen­nen. Und wenn ein Profi Aus­kunft gibt, dann geht es natür­lich um die­ses Hand­werk und dar­um, warum man kein A-Schau­spie­ler ge­wor­den ist.

vom 24.11.2007 | Ausgabe-Nr. 47B

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