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Tina Seydel in »Krügers Woche«

Spagat zwischen Bühne und Fernsehen

Det­mold (jus). Tina Sey­del, seit drei Spiel­zei­ten fes­tes Mit­glied des Schau­spie­len­sem­bles des Lan­des­thea­ters, ist er­folg­reich auf Ne­ben­fahr­ten un­ter­wegs. Nicht dass sie der Büh­ne, und schon gar nicht dem Lan­des­thea­ter, Adieu sagt, aber sie ist zu­dem zur­zeit – und das noch bis De­zem­ber – in ei­ner Co­medy-Show auf dem Bild­schirm zu er­le­ben.

»­Krü­gers Wo­che« ist der Title des Strei­fens, in dem das Re­dak­ti­ons­ge­sche­hen vor ei­ner fik­ti­ven Late-Night-Show mit der Ka­mera ein­ge­fan­gen wird. Mike Krü­ger, Star des Gan­zen, hat seine Crew um sich ver­sam­melt: Re­dak­teu­rin (Tina Sey­del), Prak­ti­kan­tin­nen, Mas­ken­bild­ner etc. und je­weils ein pro­mi­nen­ter Gast.

­Was für viele eine schwie­rige Ver­bin­dung be­deu­tet: Tina Sey­del hat den Spa­gat zwi­schen Bühne und Fern­se­hen ge­wagt und ge­schafft. Für die wöchent­li­chen Auf­zeich­nun­gen der Show vor Live-Pu­bli­kum reist sie je­den Frei­tag nach Köln. Und wenn al­les gut geht und sie keine Schau­spiel­ver­pflich­tun­gen daran hin­dern, kann sie sich »­Krü­gers Wo­che« am Mon­tag­abend auf Pro 7 um 22.15 Uhr an­se­hen, denn die selbst­kri­ti­sche Be­trach­tung ne­ben den wohl­wol­len­den Frot­ze­leien der Kol­le­gen, ist un­er­läss­lich.

Auch wenn es zeit­lich nicht im­mer leicht ist, Bühne und Fern­se­hen mit­ein­an­der zu ver­ein­ba­ren, so gibt es doch Aspek­te, die die Ar­beit in den un­ter­schied­li­chen Me­dien po­si­tiv be­ein­flus­sen. Für die Ar­beit beim Fern­se­hen kommt ihr ent­ge­gen, dass sie nicht nur ihr Hand­werk ge­lernt hat, son­dern dass die 29-jäh­rige in­zwi­schen auch auf reich­lich Thea­te­rer­fah­rung zurück­grei­fen kann. Das Me­dium Fern­se­hen in die­sem For­mat ist al­ler­dings ü­beraus schnell. In Kürze muss man sich nicht nur den Text ein­ver­lei­ben, was sie ge­wohnt ist, man muss auch ne­ben dem Im­pro­vi­sa­ti­ons­ta­lent et­was vom Ti­ming und Rhyth­mus ei­nes Gags ver­ste­hen. Und diese Mo­mente be­ein­flus­sen auch die Thea­ter­ar­beit nicht un­we­sent­lich. Im ak­tu­el­len Spiel­plan ist Tina Sey­del in den »Zwölf Ge­schwo­re­nen«und »­Die Gold­berg-Va­ria­tio­nen« auf der Det­mol­der Bühne und auf Ab­ste­chern zu se­hen. Gibt es hier zeit­li­che Ü­ber­schnei­dun­gen mit der Fern­seh­pro­duk­tion, so springt Ly­dia Vogt für sie als Ge­schwo­rene Nr. 2 ein. »­Die Gold­berg-Va­ria­tio­nen« aber ha­ben vor »­Krü­gers Wo­che«Prio­rität. Dann muss Show­mas­ter Mike Krü­ger ohne seine Re­dak­teu­rin aus­kom­men, was si­cher auch lo­cker ge­meis­tert wird, denn die­ses junge Team, so scheint es, kann so schnell nichts er­schüt­tern.

Da der Markt, spe­zi­ell für Schau­spie­le­rin­nen, hart ist, war es dem Thea­ter wich­tig, Tina Sey­del keine Steine in den Weg zu le­gen. Und schließ­lich sieht etwa eine Mil­lion Zu­schau­er, jun­ges Pu­bli­kum zu­meist, die taffe Re­dak­teu­rin, die sonst auf der Bühne des Lan­des­thea­ters steht.Natür­lich blei­ben Wün­sche of­fen.In ei­ner erns­ten Rolle ein­mal vor der Ka­mera zu ste­hen, als Kom­missa­rin ei­nes Ta­torts viel­leicht. Das wär es, be­merkt die sym­pa­thi­sche Schau­spie­le­rin lächelnd.

vom 24.11.2007 | Ausgabe-Nr. 47B

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